Sa

24

Mai

2014

Stufenfahrt, HSK und viele Deutsche

Anfang diesen Monats war es soweit, der sogenannte Höhepunkt im Schuljahr war gekommen und die Stufenfahrt stand vor der Tür. „Stufenfahrt“ ganz einfach deshalb, weil die ganze 10. Klassenstufe gemeinsam auf die Reise ging und da ich ja auch ganz normal zur 10. Klasse gehöre, bin ich selbstverständlich auch mitgefahren. Das Ziel von uns circa 400 Schülern plus ein paar Lehrern war der Taishan (泰山), ein Berg mit 1545m Höhe in der von Beijing nördlich gelegenen Provinz Shandong (山东). An einem Donnerstagmorgen trafen wir uns bereits sehr früh am Bahnhof, denn wir sind mit dem Zug zuerst 2, 5 Stunden nach Qufu (曲阜) gefahren, wo jede Klasse dann einen Bus sowie einen Reiseführer zugeteilt bekam. Dann ging es direkt zur ersten Besichtigung, welches der Konfuzius-Tempel war, anschließend ging es zur ursprünglichen Wohnstätte des Konfuzius und schließlich noch zu einem Großen Park/Wald Gelände welches hauptsächlich als Friedhof dient wo auch Konfuzius beerdigt ist. Konfuzius, der etwa 500 v. Chr lebte, war ein Philosoph, aus dessen Lehre der Konfuzianismus entstand, welcher auch heute noch als Religion hauptsächlich in Ostasien verbreitet ist.

Diese Sehenswürdigkeiten, waren ziemlich interessant und größtenteils verstand ich auch was die Reiserführerin uns erklärte, aber auch meine Klassenkameraden haben mir einige Dinge erklärt. Danach war es schon Nachmittag und wir sind etwa 1,5 Stunden mit dem Bus nach Tai’an (泰安) gefahren, die Stadt am Fuße des Taishan-Berges. Dort haben wir zuerst einmal zu Abend gegessen, was besser ausfiel als die meisten von uns gedacht haben. Neben Reis und Mantou (kleine Hefebrötchen) gab es reichlich Gemüse, Fleisch, Tofu und Suppe. Als wir fertig gegessen hatten ging es dann auch schon zum Hotel, in dem wir die Nacht verbringen wollten. Da wir ziemlich viele Schüler und Lehrer waren, gab es ein Hotel für die Jungs und eins für die Mädchen in dem wir sogar ziemlich schöne Zweibettzimmer hatten und wir Mädchen sogar noch freies Wlan. Ich war mit einer sehr lieben Klassenkameradin in einem Zimmer, mit der ich, nachdem wir erst einmal geduscht hatten und noch eine Weile mit ein paar anderen Klassekameraden zusammen gesessen waren, Gurken und Kekse gegessen hatten, noch eine ganze Weile geredet habe und gefühlte Millionen von Bildern geschossen habe :D Chinesen und Selfies, einfach immer und überall.

Das Frühstück das es am nächsten morgen um 6 Uhr gab, fanden meine Mitschüler alles anderre als toll: Zhou (Reisbrei), Mantou, Xiancai (salziges Gemüse), Gebratene Frühlingssprossen, Zucchini, etwas Tofu und Tomaten-Ei Suppe. Eben ein einfaches chinesisches Frühstück und ich weiß nicht, eigentlich sind sie ja die Chinesen aber ich fand das Essen von allen wahrscheinlich noch am allerbesten, denn so schlecht war das gar nicht :DD

Mehr oder weniger durch das Frühstück gestärkt, ging es dann zum Bergsteigen. Unser Tagesziel: Die Spitze des Taishans. Für uns hieß das, einen Höhenunterschied von etwa 1350m, in Form von 6293 Stufen oder 9km Treppenlänge, zu überwinden! Ausgerüstet mit einigen Flaschen Wasser, Schokolade, Eiern und Wurst ging es dann schon los. Schon am frühen Morgen ist die Sonne auf uns geprallt und uns war schon jetzt heiß, da wir die Winterschuluniform tragen mussten und uns als einzigste Möglichkeit noch das kurzärmlige Schuluniform Tshirt unter dem Pullover blieb. Für diesen Tag waren knapp 30° vorgesehen und somit noch heißer als am Vortag, an dem wir schon ordentlich ins Schwitzen kamen.

Ich habe die Bergspitze gemeinsam mit zwei Klassenkameradinnen, darunter auch meine Hotelzimmerkameradin, nach etwa 3, 5 stündigem fast pausenlosem Treppensteigen als erste Mädchengruppe unserer Klasse erklommen! Von der ganzen Anstrengung haben wir erst einmal Pause gemacht und einen typischen aber überteuerten Qianbing (dünner Pfannkuchen mit Ei und Lauchstängel) gegessen, der wohl ein Muss ist, wenn man an der Bergspitze angelangt ist.

Nachdem auch der ganze Rest geschafft hatte gab es dann noch ein Klassenfoto bevor es wieder zum Abstieg ging. Dieses Mal mussten wir nur bis zur Hälfte des Berges und konnten von dort aus mit kleinen Bussen ins Tal fahren.

Um uns vor der Heimfahrt nach Beijing noch mit einem Abendessen zu versorgen sind wir dann in ein nahegelegenes Einkaufszentrum gefahren wo dann von einem auf den anderen Moment plötzlich alle Plätze in sämtlichen KFCs, McDonalds, Nudelrestaurants und so weiter von dunkelblaurot gekleideten Schülern besetzt in Beschlag genommen wurde ;D

Am Abend ging es dann mit dem Zug zurück nach Beijing, was dadurch extrem kurzweilig war, da ich einfach pausenlos mit meiner Sitznachbarin, einer Klassenkameradin, über alle möglichen Dinge geredet habe. Das mit den Gesprächen ist jetzt ziemlich gut, denn mit Klassenkameraden, und vor allem auch meiner Gastfamilie kann ich mich jetzt einfach ohne Probleme unterhalten und so kann es gut sein dass ich mich Abends manchmal einfach eine Stunde mit denen verschwätze, wie es so schön auf Schwäbisch heißt.

Ich muss sagen, diese Stufenfahrt, auch wenn sie leider viel zu kurz war und das Wetter es ein bisschen zu gut gemeint hat, war einfach richtig klasse und hat riesen Spaß gemacht, aber vor allem bin ich dadurch auch noch viel mehr ein Teil meiner Klasse geworden und konnte mich noch enger mit meinen Klassenkameraden anfreunden!

 

Nun aber zum HSK. Ihr fragt euch wahrscheinlich was das bedeuten soll, aber eigentlich ist es ganz einfach: Hanyu Shuiping Kaoshi (汉语水平考试), was so viel heißt wie Chinesisch-Level-Test und nichts mehr als ein Sprachlevel-Einstufungstest ist, den es beispielsweiße für Englisch als TOEFL und Französisch als DELF gibt. Hierbei gibt es beim HSK 6 Level, von 1 als Anfänger bis 6 als Weitfortgeschritten. Ich habe mich hierbei Mitte April mit Level 4 versucht und habe diesen Monat das freudige Ergebnis zugeteilt bekommen, die Prüfung bestanden zu haben :D Neben einem Hörverstehen Teil besteht die 1h 45minütige Prüfung auch noch aus einem Lesverstehen Teil und einem Schreiben Teil. Vorraussetzung ist ein Wortschatz der sich etwa 1.250 Vokabeln oder mehr abdeckt.

 

Viele Deutsche, ja das gab es dieses Jahr schon hier in Beijing, beginnend mit der Schülerreisegruppe aus meiner Schule in Deutschland, worunter auch sehr gute Freunde, Klassenkameraden und Lehrer, mit denen ich teilweise bereits letztes Jahr, nachdem ich mich schon entschieden hatte für längere Zeit nach China zu kommen, durch die jährlich stattfindende Studienfahrt der Schule, das erste Mal nach China kam. Ich habe mich riiiesig über den Besuch aus Deutschland gefreut und habe die 1 ½ Tage, die sie hier in Beijing waren, gemeinsam mit ihnen verbracht und außer der Großen Mauer, dem Sommerpalast und die Verbotene Stadt auch eine Akrobatik-Show besucht, was ich so zuvor noch nie gesehen hatte.

 

Letztes Wochenende kam nun wieder eine Schülerreisegruppe nach Beijing und zwar aus der deutschen Partnerschule in Kleve (NRW) meiner chinesischen Schule. Da zwei meiner Klassenkameraden jeweils eine deutsche Schülerin für die Woche bei sich aufgenommen hatten, habe ich einige schon am Wochenende beim Besuch des Platz des Himmlischen Friedens, eines Marktes, des Sommerpalastes und der Qianmen-Straße (die ich damals am ersten Wochenende in Beijing mit meiner Gastschwester besucht hatte) kennen gelernt und mich sofort gut mit ihnen verstanden. Für alle war es das erste Mal in China und für meine Klassenkameraden ebenfalls die die erste Erfahrung mit einem Austauschschüler und es war einfach total interessant mitzubekommen wie sie meine Klassenkameraden bzw die Deutschen interpretieren, da ich ja sowohl die Gespräche unter den Chinesen sowie den Deutschen gut verstand. Im Laufe dieser Woche bin ich außerdem mit den Deutschen und der internationalen Klasse gemeinsam zur Grünen Mauer (ein Ökoprojekt was ich nicht ganz verstanden habe was es damit auf sich hat, aber die Landschaft war ganz schön ;D) und zur Großen Mauer gefahren. So konnte ich an diesem Tag auch endlich mal wieder mit meinen Freunden aus der internationalen Klasse zusammen sein und reden. Dennoch war es auch ziemlich anstrengend insgesamt, denn wir mussten bei über 36° die Große Mauer hochklettern mit einem Bauch, der zuvor beim Mittagessen gut mit Pizza, Spaghetti und Co gefüllt wurden. Das Wetter, dass nun etwa seit einer Woche konstant deutlich über 30° liegt, ist dank der Klimaanlagen die es in Reisbussen (aber meist nicht in normalen Linienbussen!! -.-), Klassenzimmer und Wohnungen gibt recht aushaltbar, aber es wird ja noch um einiges heißer werden. Was ich vor allem so verrückt finde ist, dass es weder in Shanghai noch ganz im Süden Chinas beispielsweise in Hong Kong, so heiß ist wie hier in Beijing! ;D

Letzten Sonntagnachmittag sind wir , meine Klassenkameraden und drei anderen aus meiner Stufe die ebenfalls einen deutschen Austauschschüler hatten und die wir beim Sommerpalast alle nach und nach getroffen hatten und schließlich in einer großen Gruppe zusammen bleiben, wie ich schon erwähnt hatte alle zusammen noch zu einem großen Markt, der sich in einem riesigen Gebäude befindet gegangen. Dort habe ich den Deutschen geholfen Souvenirs, Klamotten usw zu verhandeln. Verhandeln das ist in China auf allen Märkten Pflicht: Der Verkäufer sagt einen Anfangspreis den man dann mit viel Geduld, Hartnäckigkeit und ein bisschen Mut runterhandeln sollte und dann am Schluss oft recht gute Preise rauskommen. Da, obwohl die Verkäufer auf Grund der zahlreichen Ausländer die den Markt besuchen, gutes Englisch sprechen, kommt es immer ein Stück besser wenn man auf Chinesisch verhandelt weil so oft schon der Anfangspreis niedriger gesetzt wird. Mit guten Argumenten, und einigen Smalltalks die über den Preis hinausgingen, habe ich dann ganz gute Preise ausgehandelt, was, obwohl die Sachen ja alle gar nicht für mich selbst waren, einfach riesen Spaß gemacht hat und ich mich bei jedem Teil aufs Neue gefreut hatte!

So hieß es dann am Mittwochnachmittag ob ich nicht mit den 4 Mädchen, mit denen ich bereits dort war nicht nochmal dorthin könnte weil die Zeit beim ersten Mal recht beschränkt war. Den Chinesischen Schülern war das natürlich allen total recht, da sie ja viele Hausaufgaben haben, und so habe ich die vier nach dem Unterricht noch einmal mit zu dem Markt genommen, wo sie nochmal einiges gekauft haben. Da die Gastfamilien von den Deutschen an ganz unterschiedlichen Stellen wohnen und es von der Zeit der Treffpunkte am Abend immer wieder Änderungen gab, habe ich noch nie so viele Telefonate (es waren über 25!) mit meinen Klassenkameraden bzw noch zwei andere chinesische Schüler oder deren Eltern geführt um alles zu managen wen ich wann wohin bringen soll. Schließlich habe ich dann alle vier Deutschen  wieder ihren chinesischen Austauschschülern, bzw deren Eltern, übergeben, die sich natürlich alle mit ihrer lieben chinesischen Art vielmals bei mir bedankt haben (:

Nachdem ich am Donnerstag bei der Abscheidparty dann die Aufgabe hatte von Chinesisch ins Deutsche zu übersetzen, was gar nicht so einfach ist wie ich gedacht habe, habe ich mich am Freitagmorgen wieder von ihnen verabschiedet.

 

Jetzt ist es nicht mehr lange bis ich mich auch von hier verabschieden muss… einen guten Monat, 35 Tage, bis mein Austauschjahr zu Ende geht… Ich kann es noch gar nicht glauben, dass es bald schon so weit ist und ich im Flieger nach Deutschland sitze. Dennoch, die Zeit bis zu diesem Tag werde ich jetzt noch ausnutzen und hier ganz bestimmt noch viel erleben!

 

Bis Bald,

 

Laura

 

 

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So

20

Apr

2014

复活节 (Fuhuojie) - Ostern

Hallo ihr Lieben,

 

zuerst einmal FROHE OSTERN!

 

Für mich hier gibt es leider keine Ferien, dennoch hab ich wieder so gut wie s geht versucht hier eben auch ein bisschen Ostern zu feiern :)

Wie es an Ostern üblich ist gehört ganz klar natürlich auch ein Gottesdienst dazu. Dennoch auf so eine Massenveranstaltung wie an Heiligabend in der chinesischen Kirche (wo ich hinterher in der Zeitung was von mehreren tausend Leuten gelesen haben wo an Heiligabend in dieser Kirche ein und ausgegangen seien) keine wirkliche Lust hatte, hab ich mich im voraus schlau gemacht und rausgefunden, dass in der deutschen Botschaft wöchentlich Gottesdienste stattfinden und daher eben auch an Ostern. Also habe ich mich heute Morgen mit dem anderen deutschen Austauschschüler Kim auf den Weg gemacht zur deutschen Botschaft wo wir zuvor noch nie gewesen waren. Im Osten Beijings liegt das so genannte Botschafts-Viertel in dem die aller meisten Botschaften recht eng beieinander untergebracht sind, von A wie Australien bis Z wie Zypern gibt es tausende Botschaften und viele von Ländern die ich noch nie im Leben gehört habe. Die deutsche Botschaft zählt dabei zu einer der größten. Ich war ziemlich überrascht, dass sie sooo groß ist, weil bei anderen Botschaften ist es oft eher ein größeres Einfamilienhaus mit Garten.

Von außen natürlich Stacheldrahtzaun, Mauern und Wachmänner an jeder Ecke des Geländes, außerdem mussten wir unseren Pass zeigen um überhaupt eintritt zu bekommen. Außer dem Hauptgebäude, wo der Gottesdienst in einem großen Saal satt fand und wo sich wohl auch die Büros befinden, gibt es noch einige Nebengebäude in denen wohl die Botschafter wohnen und die mit wunderschönen Gärten bepflanzt waren. Ich schätze dass ungefähr 150 Leute beim Gottesdienst da waren, was total ungewohnt war plötzlich so viele deutschsprechende Leute um sich rum zu haben.

Der Gottesdienst hat mir so weit total gut gefallen, weil der Pfarrer auch total nett und locker war. Zu Beginn hat er zuerst gefragt wer denn heute das erste Mal hier sei und wir waren nichtmal die einzigsten. Da wir neu waren wurden wir dann nacheinander gebeten aufzustehen und uns kurz vorzustellen, was ich total herzlich fand (:

Der Gottesdienst, der sich trotz dass er evangelisch war, nicht sehr von dem in Deutschland unterschieden hat, ging gute zwei Stunden und danach haben wir sogar noch selbstgefärbte Ostereier bekommen :D

 

Ich habe ganz vergessen von heute Morgen zu erzählen, und zwar habe ich dank dem Osterpäckchen aus Deutschland (nochmal vielen Dank :D) gestern schon für Ostern gebacken und konnte somit meiner Gastfamilie ein bisschen gezeigt wie man in Deutschland Ostern feiert. Somit gab es einen Osterhase, Ostermuffins und natürlich Schokohasen und –eier was meinen Gastfamilie total gefreut hat, denn in China bekommt man bezüglich Ostern überhaupt gar nichts mit :D

 

Zum Mittagessen sind der Kim und ich, dann in ein Restaurant, wo wir schon lange vorhatten hin zu gehen. Ihr schaut euch am besten einfach die Bilder an, mehr brauch ich dazu nicht sagen :D

 

Ich muss sagen, dass der Tag heute wirklich gelungen ist ! :) Definitiv nicht ein Ostern wie man es in Deutschland feiert, aber eindeutig außergewöhnlich und verrückt, mal was ganz anderes :D

 

Schöne Festtage wünsch ich euch noch, und für die die jetzt Ferien haben, genießt es! :D

 

Viele liebe Grüße,

 

Laura

 

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, und zwar sind die Bilder der letzten beiden Blog-EInträge jetzt ordentlich sortiert und beschriftet falls ihr nochmal Lust habt einen Blick drauf zu werfen (:

 

 

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Sa

15

Mär

2014

Neues Schuljahr, Neue Klasse, Neues Abenteuer

Es ist schon längst mal wieder Zeit hier in meinen Blog zu schreiben, habe euch jetzt ja schon lange genug wieder warten lassen. Es gibt, wie eigentlich sonst immer auch, wieder mal einiges zu erzählen. Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll.. Mit Shanghai. In der letzten Ferienwoche ging es wie ich im letzten Blog-Artikel glaub schon mal erwähnt hatte zur MTO nach Shanghai. Wir drei aus Beijing sind wie die meisten anderen mit dem Zug angereist, was durch diese Hochgeschwindigkeitszüge innerhalb 6 Stunden ging. Durch Karten spielen (jeder kannte durch seine Gastfamilie unterschiedliche Varianten die wir dann teilweise zusammen gemischt haben) und Essen ( :b meine Gastmutter hat mir am Tag zu vor noch ganz viele Kekse, Gemüseklöse, Süßigkeiten und sowas gegeben, voll lieb :D) ging die Zeit dann recht schnell vorbei und schon sind wir auf die ganzen andren Austauschschüler aus den andren Städten getroffen, die wir größtenteils bei der PAO das letzte Mal getroffen haben, und deswegen war es total toll! :D Die Unterkunft war dieses mal um einiges besser als bei der PAO, es war einfach ein richtiges Hotel und auch das Restaurant war um einiges besser. Nachdem wir dann erst mal ne zeitlang alle im Gang rum gestanden sind und geredet haben weil jeder natürlich total viel zu erzählen hatte, haben wir erstmal unsere Zimmer bezogen, welches ich wieder mit der Österreicherin teilte, was eigentlich total cool war. Am ersten Tag hatten wir kein Programm sonst und das brauchten wir auch überhaupt nicht, weil wir viel zu beschäftigt waren unsre Erlebnisse und Geschichten auszutauschen. In den nächsten Tagen hatten wir morgens und nachmittags Tagungen, also so Gruppenstunden in der Schule die gleich neben dem Hotel war. Wir fanden zwar dass die ein bisschen unnötig waren, weil wir den Inhalt sowieso schon von der Vorbereitung in Deutschland kannten, und es teilweise ziemlich lange ging, wo es dann von Tag zu Tag schwieriger wurde nicht einzuschlafen, da wir alle ziemlich keinen und kaum Schlaf hatten ;D Die Pausen und Abende/Nächte, waren dafür total schön: Wir haben einiges von Shanghai gesehen (ich war zwar schon mal einen Tag in Shanghai letztes Jahr bei der Studienfahrt, dennoch war ich an den meisten Orten noch nicht) und vor allem haben wir auch viel geredet und gelacht! :D Es war einfach auch mal schön wieder eine ganze Nacht mit guten Freundinnen zusammen zu sein, sowas habe ich echt total vermisst… So muss ich sagen waren diese sechs Tage rund um einfach total toll und definitiv unvergesslich! Nur die Tatsache, dass wir als Gruppe nun wohl das letzte Mal so zusammen gewesen waren, und es auch einige gibt die ich vielleicht nie wieder sehen werde, hat uns dann am Schluss ein bisschen enttäuscht, denn wir haben das Austauschjahr gemeinsam angefangen und können es aber nicht gemeinsam zuende bringen…

 

Nachdem wir dann wieder in Beijing zurück waren, hat schon in der folgenden Woche die Schule wieder begonnen. Es war wieder wie ein ganz erster Schultag, denn ich bin jetzt in eine richtige chinesische Klasse gekommen! :D Wie die chinesischen Schüler musste ich auch bereits am Sonntag zur Schule, um erneutes Schulgeld und ich dann auch noch die neuen Schulbücher die ich nun für diese Klasse brauche zu bezahlen. Mit einem Lehrer des internationalen Teils bin ich dann meine Klasse suchen gegangen, was bei dieser Größe der Schule wie ein einziges Labyrinth war :b Aber wir haben die Klasse gefunden: 高一(3)班 = 3. 10. Klasse, also praktisch 10 C. Mein erster Eindruck von meiner neuen Klasse war total gut! (: Zuerst musste ich mich kurz vorstellen, dann wurde mir einen der beiden leeren Plätze in der hintersten Reihe zugewiesen und schon hat ein Mädchen, die sich als Klassensprecherin vorstellte, mich an der Hand genommen und sagte, dass wir nun die Bücher suchen gehen. Also sind wir viele Treppen hoch und runter quer durch sämtliche Gebäude um die Bücherausgabe zu suchen. Ich hab im Leben nicht erwartet, dass ich so viele Bücher kriegen werde! :b Unten füge ich ein Foto ein :D

Mein erster Schultag (naja es war ja noch kein wirklicher Schultag), war dann auch schon ziemlich schnell zu Ende und wir durften nach Hause gehen. Meine neuen Klassenkameraden waren total herzlich zu mir und ich hab mich gleich wohl gefühlt.

Der erste richtige Schultag war dann der Tag danach, wo dann auch noch eine weitere Klassenkameradin kam, eine Südkoreanerin die ich vom letzten Schuljahr flüchtig kannte. Zwar redet sie nicht grade wie ein Wasserfall aber sonst ist sie echt nett.

Zum chinesischen Unterricht gibt es einiges zu erzählen! Ich fange einfach mal ganz von vorne an, also morgens. Der eigentliche Unterricht nach Stundenplan beginnt eigentlich um 8 Uhr was sich erstmal sehr gemütlich anhört. Aber das ist nur der stundenplanmäßige Unterricht, denn ab 7:40Uhr ist entweder Self-Study (ich weiss nicht wie ich das gescheit ins Deutsche übersetzen soll aber ihr weißt ja bestimmt was ich meine) oder es kommt plötzlich ein Lehrer und gibt Unterricht oder lässt einen Test schreiben, also das weiss man vorher meistens nicht. Dennoch sollte man wirklich spätestens um 7:30 auf seinem Platz sitzen. Was für mich morgens jedoch heisst, viel früher als letztes Schuljahr aufstehen, denn ich muss nun um kurz nach 6 Uhr aus dem Haus gehen. Weil ich eine ziemliche weite Strecke fahren muss mit dem Bus, ist es ziemlich unterschiedlich wann ich dann in die Schule komme. Je nach dem ob es Stau gibt, ob man an vielen Ampeln halten muss etc. komme ich zwischen 6:50 und kurz vor 7:30 ins Klassenzimmer. Und dann beginnt mein Schultag. Morgens haben wir fünf Stunden Unterricht, nach der 2. Stunde findet aber erstmal Morgengymnastik bzw Flaggenzeremonie statt. Montags findet das hissen der National-Flaggen statt. Es gibt immer eine Klasse die dafür zuständig ist. Ihre Aufgabe ist es außerdem während die ganze Schule in ordentlich sortierten Reihen wie beim Militär auf dem Sportgelände steht, eine ewig lange Rede zu halten. Während dieser Zeremonie wird außerdem die Nationalhymne gesungen. Von Dienstag bis Freitag hingegen findet die normale Morgenzeremonie statt. Das heisst dann auch zuerst wieder Klassenweise, Mädchen und Jungs getrennt, sich in zweier Reihen ordnungsgemäß aufzustellen um dann bei den Befehlen eines Lehrers stramm zu stehen, sich zu drehen, oder sonst sowas in der Art zu machen. Nach kurzen Ankündigungen folgt dann die Morgengymnastik, was entweder Laufen (als es noch kälter war) oder Gymnastiktänze ist. Von diesen Tänzen oder Gymnastikabfolgen zu Musik gibt’s ziemlich viele und außer einem kann ich die immer noch nicht wirklich weil die ziemlich kompliziert sind. Aber bis zum Schuljahresende wird’s ja dann hoffentlich was ;) Nach 10 Minuten ist dann der sportliche Teil zu Ende auf den dann der Teil folgt indem der Lehrer, der währenddessen aufem der Bühne gestanden ist, Klassen oder gar einzelne Schüler durchs Mikrophon vor allen anderen kritisiert und diese im Zweifelsfall sogar Extra-Runden laufen lässt. Disziplin in der chinesischen Schule wird sehr groß geschrieben. Dennoch, so streng wie es sich hier jetzt anhört ist es eigentlich gar nicht. Im Unterricht spielen die Schüler genauso heimlich mit ihren Handys und teilweise sogar nicht nur schreiben sondern wirklich Spiele spielen (obwohl Handys in der ganzen Schule glaub sogar gar nicht erlaubt sind, aber es gibt ja sogar Schüler-W-Lan :D). Das einzigste Problem ist nur dass es in den chinesischen Klassenzimmern zwei Türen gibt, und zwar vorne eine und hinten eine, die beide mit einer recht großen Glasscheibe in der Mitte sind. Und so gibt’s immer mal wieder Lehrer die die während dem Unterricht von hinten in die Klasse schauen (ich seh das immer weil ich genau auf der Höhe von der Türe sitze und so seh ich auch jedes mal wenn die Putzfrau vorbeikommt und den Gang wischt, was jede Stunde immer einmal ist). Und die Lehrer suchen teilweise glaub direkt solche Handy-Spieler um dann in die Klasse spaziert kommen, zur betreffenden Person gehen, das Handy einsammeln, von dem man anschließend in nem Büro die Sim-Karte abholen kann. Das Handy muss aber von den Eltern abgeholt werden, was wie bei meinem einen Klassenkameraden der Fall war, und wohl nicht das erste Mal im Schuljahr, da aber die meisten chinesische Eltern alles für ihr meist einziges Kind tun, hatte er sein Handy schon vor der Mittagspause wieder zurück. Ansonsten wird im Unterricht auch alles mögliche gemacht was nix mit dem Unterricht zu tun hat. Von Hausaufgaben über Malen (in meiner Klasse gibt’s einige die richtig hammer zeichnen können) bis hin zu lernen und lesen von Toefl-Lernmaterial. Toefl (also der Englisch-Level-Test) wollen einige aus meiner Klasse machen, denn es gibt einige die entweder nach Amerika oder nach Kanada(dort wandern wohl die ganzen reichen Chinesen aus) zum studieren oder sogar schon davor hinwollen, wobei letzteres teilweise auch ein Versuch dem Gaokao (chinesisches Abitur) zu entkommen ist. Das System des Gaokao ist so, dass eben die Schüler, dort wo sie geboren wurden das Gaokao machen müssen, das heisst selbst wenn sie jetzt in Beijing leben müssen sie für das Gaokao zurück in ihre ursprüngliche Heimatstadt. Das Gaokao ist jedoch nicht überall gleich. Denn das Gaokao in Beijing (und Shanghai) ist leichter, bzw zählt höher wenn es danach um die Universitäten geht. So müssen Schüler z.B. die aus einer Stadt im Süden Chinas eine höhere Punktzahl erreichen um die gleiche Universität wie ein Schüler aus Beijing besuchen zu können. Ich hoffe ihr checkt einigermaßen wie ich das erklärt habe. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass die Beijinger Schüler es noch am besten haben. Aus grade erklärtem Grund hat am Freitag ganz plötzlich eine liebe Klassenkameradin (das Mädchen, die Klassensprecherin, die mich am ersten Tag gleich total nett zu mir war), die nicht in Beijing geboren wurde, unsre Klasse verlassen um in der AP-Klasse zu lernen . AP-Klasse das sind vier der insgesamt 12 10.Klassen an unsrer Schule. In der AP-Klasse werden einige Fächer von Amerikanern auf Englisch unterrichtet, also AP-Klassen sind einfach auf Englisch spezialisiert, denn die meisten Schüler die dort sind haben vor nach Amerika oder Kanada zu gehen um zu studieren oder bereits davor. Ein Schuljahr in diesen Klassen kostet aber umgerechnet mehrere tausend Euro, außerdem braucht man nicht so einen hohen Notendurchschnitt bei der Unterstufen-Prüfung. Mir fällt grade ein, dass ich glaub das chinesische Schulsystem noch gar nicht erklärt habe, und wenn doch, doppelt hält besser ;) Also beginnen tut das ganze in der Grundschule, die hier aber 6 Jahre dauert. Mit der Wahl der Grundschule legt man sich fest in welchem Bereich der Stadt man später dann auch die Mittelschule besuchen wird. Dieser Bereich ist aber nicht zwingend der Bereich in dem man wohnt, sondern oft in der Nähe der Arbeitsstelle eines Elternteils. So war es bei meiner Gastschwester auch, denn sie hat die Grundschule die gegenüber meiner Schule ist besucht und ist danach zur Mittelschule eben an meine Schule gegangen. Da die Grundschüler im Gegensatz zu den Mittelschülern nicht jeden Tag Nachmittag Unterricht haben, springen bei uns in der Schule Nachmittags, vor allem Freitags im Schulhof, dem Sportplatz oder der Mensa kleine Grundschüler herum, deren Eltern Lehrer an meiner Schule sind. Die Mittelschule die auf die Grundschule folgt besteht auch aus 6 Schuljahren, dennoch ist diese in zwei Teile aufgeteilt: Unter – und Oberstufe, welche jeweils aus 3 Schuljahren bestehen. Nach der Unterstufe gibt es wichtige Prüfungen, man praktisch sagen ein kleines Gaokao (Abitur), denn je nach der Punktzahl die man erreicht wird man hinterher einer Schule in seinem Bereich zugeordnet. Von den Besten beginnend, die an die besten Schulen zugeteilt werden, werden eben die anderen Schüler je nach Punktzahl den Schulen zugeteilt. Dieses System ist demnach so, dass man mit der gleichen Punktzahl in unterschiedlichen Jahren nicht unbedingt der gleichen Schule zugeordnet wird, da es dann auf die Punktzahl der anderen Schüler ankommt. Genau. Vorher bin ich bei der AP – Klassen stehen geblieben. Für diese gilt das mit der Punktzahl nicht, weil die was Spezielles sind. Deswegen haben die AP-Schüler, die größtenteils aus ziemlich reichen Familien kommen, bei den normalen Schüler, die sich den Platz an der Schule durch ihre Punktzahl hart erkämpfen mussten, nicht gerade den besten Ruf… Was auch teilweise nicht gerade grundlos ist, denn diese sind sich ihres Standes ziemlich bewusst und einige verhalten sich zu den normalen Schülern einfach ziemlich arrogant.. Aber gut, meine liebe Klassenkameradin wird jetzt auch in eine dieser AP-Klassen gehen ab Montag, wo man wieder sieht, dass man sowas definitiv nicht verallgemeinern kann.

Nachdem uns am vergangenen Montag bereits eine anderer Schüler, der jetzt nach Amerika zur Schule gehen wird ab nächster Woche, verlassen hat, sind wir nun von 35 Schülern auf nur noch 33 geschrumpft.

Um wieder ganz zurück zukommen, zu den Aktivitäten während des Unterrichts, die sich durch die letzte Reihe besonders gut beobachten lassen, weil man ja alle sieht und dann auch noch hinter den von vorne geschlossenen Tischen passiert ;) Ein ganz wichtige Beschäftigung während des Unterrichts ist außerdem das Schlafen. Die allermeisten Lehrer interessiert das gar nicht, wohl frei nach dem Motto: wer nicht aufpasst, der ist eben selber Schuld. Je netter der Lehrer umso mehr Schüler schlafen. In Erdkunde kann es dann an manchen Tagen schon mal vorkommen das 10 Leute gleichzeitig schlafen, denn unser Erdkunde Lehrer ist der beste Lehrer von allen, weil der eig ziemlich chillig ist und eben man ziemlich alles machen kann während seines Unterrichts. Außerdem schauen wir in Geographie hin und wieder einfach Filme, über irgendwelche aktuellen Themen, im Unterricht behandelte Themen oder letzte Woche einfach drei Filme, wo die Spezialitäten (also alles Essen) chinesischer Städte vorgestellt wurde. Erdkunde ist eigentlich mein Lieblingsfach von allen weil ich im Gegensatz zu den ganzen andren Fächer eigentlich so gut wie alles verstehe, was das ganze total interessant macht :)

Ansonsten habe ich in einer Schulwoche insgesamt 41 Schulstunden, bei denen eine jedoch nur 40 Minuten geht. Zwischen den Stunden haben wir normalerweise 10 Minuten Pause, in der genug Zeit ist um Wasser zu holen und sonst was man machen will zu tun. Wasser gibt es in chinesischen Schulen, also sonst auch am Bahnhof, Flughafen, manche Supermärkte, im Krankenhaus etc. überall kostenlos. Also heißes Wasser natürlich. Und zwar gibt es da meisten so große Maschinen oder so wo man das rauslassen kann. Deswegen hat in China jeder irgendwie seine Flasche (meistens so Plastikflaschen, aber die eben für häufigen Gebrauch da sind, oder so Thermosflaschen, also irgendwelche Trinkflaschen eben) dabei weil man die überall total leicht auffüllen kann normal. Auch im Restaurant, wo man Getränke übrigens auch ganz einfach selbst mitbringen kann, was die meisten auch immer machen, weil das natürlich billiger ist es im Supermarkt zu kaufen als direkt vor Ort im Restaurant. In der Schule gehört meine Wasserflasche wie bei den meisten anderen einfach zum Schultisch, rechts vorne in der Ecke ;) Jetzt trinke ich in der Schule vielleicht so zwei Liter wo ich in Deutschland die meiste Zeit einfach gar nichts getrunken habe. Aber es ist einfach total geschickt weil man nicht unnötig Wasserflaschen von zuhause mitschleppen braucht. Bei uns an der Schule kann, im Gegensatz zu den meisten andren Orten wo s kostenloses Wasser gibt, auch kaltes Wasser von so ner Wasserhahnenvorrichtung rauslassen, aber ich bins jetzt total gewöhnt warmes/heißes Wasser zu trinken, weil die Chinesen ja sowieso immer sagen man soll heißes oder warmes Wasser trinken, und vor allem viel Wasser trinken. Als meine kleine Cousine vorkurzem da war mal am Wochenende wurde ihr ständig von meiner Gastmutter und Gastschwester die Wasserflasche hingehalten. So wirklich alle fünf Minuten :D Als ob sie sonst verdursten würde ;)

In der Pause zwischen der 4. und 5. Stunde und im Nachmittagsunterricht der 1. und 2. Stunde findet außerdem die Augengymnastik statt. Ich hab mir als ich das früher mal das erste Mal gehört hatte, vorgestellt dass man dann mit den Augen rollen muss und sowas, aber falsch gedacht. Zu einer Musik + schrecklicher Computerstimme die immer wieder von 1- 8 zählt und dazwischen ansagt welche Übung jetzt drankommt, muss man dann eben an bestimmten Stellen am Kopf drücken; sollten, denn irgendwie hab ich bis auf zwei drei Mal das noch nie ernsthaft gemacht, weil des im Gegensatz zu der Morgengymnastik kaum irgend einen Lehrer interessiert (obwohl ich find die Übungen gar nicht so schlecht, aber es ist jetzt bisschen kompliziert das alles zu erklären, wenn ich endlich mal dran denke die Musik aufzunehmen mach ich mal en Video und mach euch die Augengymnastik vor ;D) und so reden die einfach miteinander einfach oder schlafen währenddessen was ich so gar nicht verstehe wie das geht weil die Computerstimme echt grässlich und laut ist, aber Chinesen sind echt gut im Schlafen, das können die überall, im Stehen, Sitzen, in der U-Bahn, auf dem Tisch etc. überall einfach, und ich hab mich da mittlerweile einfach auch irgendwie angepasst und kann in der U-Bahn auch im Stehen (weils ja eh nie Sitzplätze gibt) zumindest halb schlafen, und während meine Mitschüler die Mathe- Klassenarbeit schreiben, die ich zum einen wegen der Sprache und zum zweiten auch wegen des Niveaus einfach nicht verstehe, und dann wie die Koreanerin es auch tut auf dem Tisch schlafe, weil wir ja dann eh nix anderes machen können als Löcher in die Luft zu starren. Und wisst ihr was, auf Tischen (also ich mein natürlich nur mit dem Kopf auf dem Tisch, also nicht dass ihr was weiss ich was denkt ;)) lässt sichs sooo gut schlafen! Sogar so tief dass man allen möglichen Schrott träumen kann was ich nichtmal nachts in meinem Bett tue :D

Zum Thema Mathe kann ich nur sagen, ich bin nicht die einzigste die es nicht versteht. Meine Klassenkameradinnen meinten alle „ach das ist nicht schlimm, dass du nichts verstehst, wir verstehen es ja auch nicht“ :b. Ich weiss es nicht aber einigen von euch wird sicherlich bekannt sein, dass das Mathe, dass die Schüler in China lernen um einiges schwerer ist als das bei uns. Das Wort Taschenrechner kennen die gar nicht und wenn die Rechnung sagen müssen oder an der Tafel aufschreiben, des ist so hammer wie schnell die des machen! :o In China ists ja so, dass der Lehrer die Schüler aufruft und nicht so wie in Deutschland, dass man streckt und der Lehrer einen dann aufruft. Die Schüler haben auf alle eine Nummer in der Klasse und so ists bei manchen Lehrern einfach so dass sie willkürlich eine Zahl aufrufen und derjenige muss dann die Lösung sagen. In meiner Klasse gibt’s auch welche, also eigentlich nur Jungs, die irgendwie öfters als andere aufgerufen werden als andere und der ihre Namen kann ich schon nur deswegen weil sie so oft aufgerufen werden. ;) Weil genau die sind glaub auch nicht gerade die besten Schüler wie ich das so mitgekriegt hab.

Bei der Politik-Lehrerin ists außerdem so, dass sie am Anfang jeden Unterrichts eine Frage stellt und dann gibt’s meistens so drei oder vier Antworten und dann ruft sie ne Zahl auf und der muss dann aufstehen (ach ja, wenn die Schüler aufgerufen werden, dann müssen die immer aufstehen um zu reden, also die dürfen nicht sitzen bleiben; bei der Begrüßung, die aber nur manche Lehrer machen muss man auch aufstehen und man muss beim „Guten Tag Lerher“ sich auch verbeugen) und dann wenn sie es nicht wissen müssen sie stehen bleiben und die nächsten werden aufgerufen und wer eben dann eine Antwort weiss kann sich nachdem er die Antwort gesagt hat wieder setzen und die andren müssen dann eben die ganze Zeit stehen bleiben bis alle Antworten gefunden sind und dann können sich normal dann alle wieder setzten. Von einem, der irgendwie nie was weiss und dessen Namen ich auch schon durch sonstige Lehrer die ihn öfters aufrufen kannte, die Nummer diesen Schülers weiss die Lehrerin jetzt mittlerweile und so wird der jetzt jedes Mal als erstes aufgerufen und jedes Mal lachen dann alle, also auch sonst wenn bestimmte Schüler aufgerufen werden, bzw wenn derern Schülernummer genannt wird lacht die ganze Klasse, und die Schüler selber aber auch. Also bei der Politik-Frage-Dingends da am Anfang immer das ist dann immer so ganz kähl weil einerseits ists streng und die Lehrerin redet dann auch ziemlich streng und fragt die eben wieso dies nicht wissen, aber auf der anderen Seite ist da auch en bissle Witz dabei, weil dazwischen lacht die dann irgendwie wieder und dann kommen irgendwelche Witze oder sowas, also ich kann das irgendwie nicht so einschätzen, weil die Lehrerin ist eigentlich auch total nett, ich hab mit der schon manchmal en bisschen geredet.

Meine Physik-Lehrerin, die als ich beim Wasserholen war mal von hinten gerufen hat, dass ich noch mit der voll den Weg lauf und mit der rede, ist auch vooooll nett, und die hat mir dann erzählt dass ihre Tochter grade in Deutschland den Doktor macht unso. Physikunterricht haben wir eigentlich wie den allermeisten anderen Unterricht im Klassenzimmer, also müssen wir eigentlich nie den Raum wechseln was ganz geschickt ist. Und die Lehrerin kommt auch ab und zu her und fragt ob ich s versteh unso und dass wenn ich fragen hab immer zu der kommen kann da in der Mittagspause, dann erklärt sie mir des gerne nochmal, aber irgendwie versteh ich wie fast überall da eig id so viel.. was halt au immer daran liegt, dass die was die an d Tafel schreiben i ed so lesen kann weil die „v“ und „r“ total ähnlich schreiben und noch so en paar Buchstaben.. In den meisten andren Fächer läuft eigentlich alles über PowerPoint, weil in jedem Klassenzimmer ist ein fester Computer installiert ist und mit so Projektion hinter der Tafel wo so Touchscreen iwie glaub drin ist oder so. Des ist total geschickt für mich weil dann kann i des lesen, weil wenn die von Hand was an d Tafel schreiben kann i des größtenteils überhaupt ed entziffern kann weil die zu unleserlich schreiben…

 

Ein Fach was ich eigentlich praktisch zu 100 Prozent verstehe ist Englisch. Unsre Englisch-Lehrerin ist gleichzeitig auch unsere Klassenlehrerin. Also ich finde ihr Englisch ist eigentlich ganz in Ordnung, und vor allem redet sie einen ziemlich großen Teil des Unterrichts Englisch, also hab ichs glaub was des angeht ganz gut verwischt wenn ich da so andere Austauschschüler schon gehört hab, denn es gibt viele Englischlehrer deren Englisch ziemlich schlecht ist. Ich weiss gar nicht wie ich den Englischunterricht also den Inhalt und dann auch das Niveau erklären soll, also es ist so, dass die im Wortschatz total viele Vokabeln haben, das Problem liegt nur daran, dass die erstens es nicht aussprechen können meistens, weil das Sprechen im Unterricht eigentlich ziemlich vernachlässigt wird, obwohl es ja schon mehr ist als in anderen Fächern, und zweitens wissen sie einfach überhaupt nicht wie sie die Vokabeln verwenden können weil sie zum Beispiel drittens auch einfach nie Sätze bilden müssen, weil in der Klassenarbeit und in Übungen einfach ALLES mit in Lücken einzelne Wörter einfügen oder am allermeisten immer aus vier Antworten die richtige auswählen. Dieses Multiple Choice das es ja in Deutschland gar nicht gibt und schon gleich gar nicht in einer Klassenarbeit, findet man hier von Englisch über Mathe, Physik und Co bis hin zu Erdkunde und Chinesische einfach üüberall! Also ich hab bisher noch keine Klassenarbeit gesehen, die kein Multiple Choice hatte. Von mir als Ausländer dann auch immer erwartet, dass mein Englisch perfekt ist und ich in der Klassenarbeit am besten noch volle Punktzahl habe, weil ich ja Ausländer bin, dabei aber nicht gesehen wird, dass ich genau gleichlange Englisch lerne wie die chinesischen Schüler, von denen über 85% am Wochenende oder nach dem Unterricht extra Englisch Kurse besuchen oder übers Internet teilnehmen.

Mit Extra-Kursen und Nachhilfe ist bei den allermeisten chinesischen Schüler nichtmal das Wochenende Unterrichtsfrei, denn so gut wie alle Schüler haben eben diese Extra-Kurse, was nicht heißt, dass sie besonders schlecht sind in den jeweiligen Fächern, sondern das dient als Förderung, dass sie noch besser werden als sie sowieso schon sind oder auch über den Unterricht hinaus noch zusätzliche Dinge lernen. Und da es neben dem Unterricht auch noch jede Menge Hausaufgaben gibt, ist auch das Wochenende komplett der Schule gewidmet. So das ganze Schülerleben besteht hier in China größtenteils nur aus Schule und Lernen, denn für die täglichen Hausaufgaben sitzen sie schon jetzt am Anfang vom Halbjahr bis spät in den Abend, so ca. 11 Uhr dran, im Laufe des Halbjahres wird es dann aber immer mehr, bis es vor den Schlussprüfungen, wie ich gehört habe und auch von meiner Gastschwester weiss, gut mal bis 1 Uhr oder noch länger gehen kann. Ich find das so krass… Dennoch ist es dann doch manchmal so, dass die Schüler morgens noch schnell irgendwelche Hausaufgaben abschreiben, wo man wieder sieht dass es doch überall gleich ist ;) Ein großer Teil der Hausaufgaben wird morgens von den jeweiligen Schülern, die die sogenannten Fach-Vertreter sind eingesammelt. So müssen die Chemie-Fach-Vertreter beispielsweise außer Hausaufgaben einsammeln, sie dem Lehrer ins Lehrerzimmer bringen, Chemieblätter und Hausaufgaben austeilen, zusätzliche Hausaufgaben die dem Lehrer nachmittags eingefallen sind an die Tafel schreiben, auch vor jeder Stunde eine Box mit Chemie-Experiment-Equipment in den Klassenraum bringen, die dann manchmal von der Lehrerin benutzt werden, für kleine Experimente. In China dürfen im Gegensatz zu Deutschland die Schüler eigentlich nie selbst Experimente machen.

 

In einer chinesischen Klasse haben die meisten Schüler irgendwelche Ämter, so zum Beispiel diese Fach-Vertreter, Klassensprecher, wie in Deutschland ein Mädchen und ein Junge, welche die den Klassenzimmer-Putz organisieren, der jede Mittagspause sowie nach Schulschluss stattfinden, etc. Eine Mitschülerin von mir hat außerdem den Job während der zweiten Hälfte der Mittagspause bei allen 10. Klassen vorbei zu gehen und zu schauen ob sie laut sind oder nicht, denn seid vorletzter Woche gibt es eine neue Regel. Und zwar ist die erste Hälfte der Mittagspause für Essen und so gedacht, denn man bekommt das Schulessen ja ans Klassenzimmer und isst es dann dort, ab 12:50 ist, seit diese neue Regel eingeführt wurde, Self-Study im Klassenzimmer bis um 13:40 der Unterricht weitergeht. Das heisst im Klassenzimmer muss man lernen, schlafen etc. aber eben leise sein. Dennoch kann man auch außerhalb des Klassenzimmers sein. Und die Aufgabe meiner Klassenkameradin ist es dann zu schauen ob es auch wirklich still ist und es dann in einen Zettel einzutragen, der Job eines anderen 10. Klässler ist es außerdem bei allen 10. Klassen vorbei zu gehen, mit dem Finger über Pult und Fensterbank zu fahren und den Boden nach Unordentlichkeiten zu durchsuchen. Das sind so Jobs wo man seine eigenen Klassenkameraden bestrafen muss dann falls es unordentlich oder laut ist, deswegen gibt es immer niemanden der diesen Job machen möchte was irgendwie ja logisch ist.

 

Gestern in der Mittagspause mussten wir zur Augenkontrolle in die Mensa wo unsre Augen kontrolliert wurden indem wir immer ein Auge verdecken mussten und dann von ner Leuchttafel, wo diese gedrehten „E“ drauf waren, abzulesen auf welche Seite es geöffnet ist und so ne Frau hat dann eben immer drauf gezeigt und so wusste man dann am Schluss den Wert für die Augen, und meiner war für beide komplett in Ordnung. Bei vielen anderen Mitschülern war der Wert allerdings nicht so gut wobei die meisten von denen sowieso schon eine Brille haben, was in China meiner Meinung nach mehr Leute haben als in Deutschland) Auch sonst sind viele Schüler während der Mittagspause ziemlich beschäftigt, egal ob es Hausaufgaben sind, irgendwelche Jobs, Chor, bei Lehrern um Erklärung der Schulaufgaben zu bitten, Klassenarbeiten zu kontrollieren und noch ganz viele weitere Sachen. Ja, Klassenarbeiten zu kontrollieren ;) Ich war einmal mit ein paar Klassenkameraden in der Schule rum und die mussten dann zum Klassenarbeiten kontrollieren, die Chinesisch-Klassenarbeit die wir zuvor morgens geschrieben hatten, und dann bin ich mit denen mitgegangen und hab von unsrer Chinesisch-Lehrerin die Aufgabe bekommen den Teil mit dem Multiple Choice zu kontrollieren, ich fand das irgendwie lustig :D So hatte die Lehrerin überhaupt keine Arbeit, wobei meine Klassenkameraden auch gesagt haben, dass das nicht immer so ist, nur manchmal.

 

Wenn dann die Klassenarbeit rausgegeben wird, sagen die Lehrer dann die höchste Punktzahl und die Schüler die eben hohe Punktzahlen haben, im Gegensatz zu Deutschland sagen sie jedoch manchmal auch die, die nicht so gut abgeschnitten haben oder reden vor der ganzen Klasse so zu einem Schüler dass er doch da und da bitte zu dem Lehrer kommen soll weil sein Lernen ja so nachgelassen hat und dass des nemme so weiter geht. Letzteres vor allem die Klassenlehrerin. Diese hält auch immer wieder mal Reden von wegen dass die Schule ja so wichtig ist und dass man nicht Computer oder Handy spielen soll weil das wertvolle Zeit verschwendet, aber des interessiert irgendwie sowieso keinen (:

 

Vom Sportunterricht wollt ich noch erzählen, und zwar ist der ziemlich anders wie bei uns in Deutschland. Mädchen und Jungen sind zwar auch getrennt, und dann zwei Klassen zusammen gelegt, aber schon bezüglich Klamotten fängt der Unterschied an, und zwar zieht man sich zum Sport nicht um sondern macht in der Schuluniform Sport, und das alles draußen, denn sowas wie Sporthallen haben die in chinesischen Schulen normal nicht. Zuerst müssen wir uns in vier Reihen aufstellen, müssen uns rechts links etc drehen, stramm stehen, und dann in zweier Reihen normalerweise 600-800 m zum aufwärmen laufen. Danach machen wir jedes mal die gleichen Dehn-Übungen, so die typischen chinesischen :) Was dann darauf folgt ist immer unterschiedlich, 200 m Lauf (also in dem Fall mehrmals), 800m Lauf, Seilspringen, Volleyball-Übungen, etc. Beim 800 m bin ich sogar die beste aus der Klasse ;) Des ist mal cool :DD Aber das liegt auch da dran, dass die allermeisten hier ja überhaupt keine Zeit zum Sport haben. Die chinesischen Schüler haben höchstens ein einziges Hobby wenn überhaupt. So gibt’s in meiner Klasse zum Beispiel eine die Ballett tanzt, und dann von klein auf täglich trainiert (und weil sie im Ballett so gut ist brauchte sie ebenfalls nicht eine so hohe Punktzahl bei der Unterstufen-Prüfung um auf diese Schule zu kommen), und eine andere Klassenkameradin die mit 4 Jahren angefangen hat Klavier zu spielen und nun täglich neben der Schule noch 3 Stunden Klavier übt und am Wochenende auch bis zu 6 Stunden täglich, denn sie will später auch mal Pianistin werden.

Da der Sport draußen stattfindet fällt der Sportunterricht genauso wie die Morgengymnastik bei starker Luftverschmutzung aus. Vor kurzem gab es mal eine Woche wo die Luftverschmutzung länger nicht ganz so gut war. Das war da wo in Deutschland und überall das mit dem mega Smog in den Zeitungen und Fernseh kam. Ja, also es war schon smogig auf jeden Fall und die Luft war nicht mehr ganz so toll, aber schlussendlich war es meiner Meinung nach nicht sooo tragisch. Die aller meisten Chinesen sind immer noch ohne Mundschutz rumgelaufen und ich hab im Internet die Berichte von ausländischen Zeitugen gelesen, ziemliche Übertreibung meistens. Klar ist das bestimmt nicht so gesund solche Luft, aber wenn man es mit Rauchen vergleicht bestimmt nicht schädlicher. Also hab ich das wie gesagt alles gar nicht so tragisch gesehen (: Pünktlich zum 1. März war dann der Smog verschwunden wieder und es wurde frühlingshaft, Ende dieser Woche wurde es dann mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag richtig toll warm und man konnte bis in den Abend im T-Shirt rumlaufen, deswegen ist die Heizung nun noch eine letzte Nacht eingeschaltet. Der Frühling ist da! Und der Sommer kommt dann wohl auch schon ziemlich bald, wo wir doch gerade noch Daunenjacken getragen hatten (:

 

Vielleicht habt ihr unten auf dem Stundenplan schon gesehen, dass zwei Stunden Tanzen eingetragen sind. Diese beiden Stunden ist Unterricht den man davor aus einer Liste auswählen muss. Von Physik, Chemie, Mathe über Französisch und Latein bis hin zu Modern-Dance, Tischtennis, Fotobearbeitung etc. gibt es ziemlich viel, wegen der Sprache kam für mich aber nur Tischtennis und Tanzen in Frage. Ich hab mich dann für Modern-Dance entschieden weil ich Tischtennis id so drauf hab :b Und das mit dem Tanzen war auch definitiv die richtige Entscheidung, denn da gibt’s en paar total nette Mädchen aus andren Klassen.

Außerdem hab ich noch zwei Stunden pro Woche zwei Stunden Computer-Unterricht wo wir dieses Photoshop machen also komm ich trotz chinesischem Computer eigentlich ziemlich gut mit weil wir ja des letztes Schuljahr im internationalen Teil auch en bissle gemacht haben.

Ach und fasst hätte ich jetzt noch den Musik- und Kunst-Unterricht vergessen, den wir einmal in der Woche im Wechsel haben. Der Musik-Lehrer ist total cool und der redet im Unterricht immer mit mir und der ganze Rest von der Klasse hört dann immer zu ;) Und der hat mich auch zum Chor eingeladen, also die haben jetzt Ende des Monats en Wettbewerb und danach geh ich vielleicht mal hin :D

Kunst hatten wir zuerst ne theoretische Stunde und dann diese Woche war ne praktische Stunde, wo wir die ganzen Utensilien Pinsel Farben unso alles selbst mitbringen mussten, nur ein Blatt Papier haben wir bekommen. Meine Freundinnen haben dann selbstverständlich mich bei ihnen mitmachen lassen (also man konnte wählen ob man alleine oder zsm malt), obwohl sie dann mit mir fünf Leute waren und wir deswegen zwei Bilder malen mussten, denn eines können maximal 4 Leute zusammen malen. Das ganze war dann so dass wir in 35 Minuten die Idee für die zwei Bilder überlegen und das ganze auch noch fertig malen mussten, so total gegensätzlich zu dem gemütlichen Kunstunterricht in Deutschland :) Aber hinterher hatten wir zwei Kunstwerke erfolgreich beendet.

 

Auch wenn ich erst spät am Nachmittag meistens nach Hause komme und dann auch ziemlich müde bin, weil es halt auch ziemlich anstrengend ist wegen der Sprache undso auch, gefällt es mir in meiner neuen Klasse richtig gut, weil ich einfach total tolle Klassenkameraden habe die mich schon ab dem ersten Tag wie eine Klassenkameradin eben gesehen haben, mich gleich in die Klassengruppe auf WeChat aufgneommen haben und ganz selbstverständlich laufe ich wie es die Chinesen auch eben tun, mit ihnen eingehakt oder Händchen haltend in der Schule rum und wenn ich zum Wasser holen oder zur Toilette geht, oder man einfach außerhalb des Klassenzimmers ist, sagt man zu jedem den man kennt, also Klassenkameraden oder wenn ich welche vom Tanzen oder sonst irgendwoher kenne immer „Hi“ oder so und winkt dann dabei manchmal noch, ich find das sooooo süß! :D Zwar geh ich im Gegensatz zu den Chinesen die IMMER mindestens zu zweit oder mehr zum Wasser holen oder aufs Klo gehen, oft noch alleine weil meine Klassenkameraden eben schon ihre festen Wasser-hol-Freundinnen undso haben, oder in der Mittagspause muss ich oft von mir aus irgendjemand zum reden suchen, was dann manchmal schon ziemlich anstrengend ist, aber das wird (: Und sie sind auch echt immer bemüht, zum Beispiel haben ein paar Klassenkameraden mit denen ich viel zu tun habe letzten Samstag in einem Museum Freiwilligenarbeit gemacht, um Punkte zu erhalten, denn für das Gaokao braucht man ne bestimmte Anzahl dieser Punkte, dass man überhaupt daran teilnehmen kann. Und diese Punkte kann man durch solche Sachen, AG’s, diese Auswahlkurse (da wo ich Tanzen gewählt habe), etc. erlangen. Und dann haben sie mich eben gefragt, wenn ich am Samstagmorgen noch nichts vor habe kann ich mit denen mitkommen. Ich hab mich dann entschlossen Orienteering einmal ausfallen zu lassen, und die Chance zu nutzen mich mit meinen Klassenkameraden besser anzufreunden. Schon im Vorfeld hatten sie mich dann gefragt ob ich mit ihnen gemeinsam dann Essen gehe und was ich denn zu Essen mag. Total lieb. Ich hab mich dann morgens mit ihnen getroffen und dann sind wir zusammen zum Museum und eine meiner Klassenkameradinnen, ist auch nur so gekommen also hat nicht gearbeitet und die hat mich dann in dem Museum rumgeführt und hat mir alles voll gut erklärt unso, richtig lieb :) Danach sind wir dann zu Xiabuxiabu (bekanntes Ketten-Hot-Pot Restaurant) gegangen wo wir zuerst Mal ne halbe Stunde uns anstellen mussten, was in China zu Mittagszeit öfters Mal normal ist, selbst in McDonalds KFC und Co war jeder einzelne Platz besetzt. Es war einfach ein schöner Tag und alle meine Klassenkameradinnen wollten Fotos mit mir machen und es danach auf WeChat zu stellen, was ihnen wohl extra viele Likes eingebracht hat weil ich ne Ausländerin bin ;)

 

Zum Orienteering gehe ich dieses Schuljahr auch weiter, aber alleine, denn meine Gastschwester hat wegen Unterricht am Wochenende, Hausaufgaben und Co keine Zeit mehr. Dieses Jahr war ich jetzt schon zweimal und im Gegensatz zu letztem Schuljahr kann ich mich jetzt richtig gut mit meinen Team-Kameraden unterhalten, was mich voll freut :)

 

Zum Schluss will ich noch sagen, dass es in einem Austauschjahr zwischendurch vielleicht auch mal Tage gibt die nicht so sind wie man wie man sich das vorstellt oder wenn mal was nicht so läuft wie man sich das eigentlich gedacht hatte, aber diese Tage werden durch diese vielen positiven Erfahrungen und Erlebnisse locker wieder eingeholen. Es sind noch 3 ½ Monate bis ich wieder nach Deutschland komme, die Zeit vergeht wie im Flug… Aber ich werde in diesen mehr als drei Monaten bestimmt noch viel erleben, in meiner Klasse noch viele gute Freunde gewinnen, und wie die letzten sieben Monaten wird auch diese Zeit bestimmt genauso unvergesslich werden.

 

Jetzt seid ihr am Ende meines Blogartikels angekommen, ich hoffe ihr seid aus Langweile nicht gestorben, aber ich hatte einfach so viel zu erzählen, dann ist es jetzt irgendwie so lang geworden :b

 

Viele liebe Grüße aus Beijing,

 

Laura

 

 

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Fr

07

Feb

2014

Das chinesische Neujahrsfest 春节

Ich habe jetzt schon ne Weile nicht mehr geschrieben, obwohl ja grade immer noch Ferien sind, ist heute seit langem endlich mal wieder ein Tag an dem ich nichts vorhab. Die letzten Ferientage ist jeden Tag etwas anderes auf dem Plan gestanden was ziemlich stressig war, dennoch aber auch total gut, denn so konnte mir definitiv nicht langweilig werden (: Das eigentliche Highlight der Ferien auf das ich mich schon ewig gefreut hab war natürlich das Frühlingsfest oder chinesisches Neujahr. So richtig angefangen hat das am 30. Januar, im Mondkalender der letzte Tag des Jahres. Die Tage zuvor wurde alles aufgeräumt, Fenster und Böden geputzt, Sofabezüge, Polster und die restliche gebrauchte Kleidung gewaschen bis es dann eben am 30. Januar zum Mittagessen zuerst zu den Großeltern mütterlicherseits ging und danach zum Großvater väterlicherseits bei dem dann das abendliche Familienfest später stattfinden sollten. Im Vorfeld sind meine Gastmutter, meine Gastschwester und ich in das Nahe gelegene Einkaufszentrum und dort hatte uns meine Gastmutter meiner Gastschwester sowie auch mir neue Kleidung gekauft, für das Frühlingsfest, denn in China ist es so das Eltern ihren Kindern zum Frühlingsfest neue Kleidung kaufen, wie ich erfuhr. Natürlich haben wir die Kleidung dann am an diesem Tag das erste Mal getragen :D Als wir bei der Wohnung des Großvaters ankamen war bereits einer der Onkel dort und die Erwachsenen haben eben dann schon angefangen das Essen für den Abend vorzubereiten. Meine Gastschwester und ich wurden dann zum „spielen“ (im Chinesischen gibt es das Wort (wan) , dessen Übersetzung „spielen“ ist, dennoch es für alles Mögliche Verwendet wird, wenn man eine Reise, Ausflug macht, sich mit Freunden trifft, sagt man. man geht (wan)) geschickt und sind also ins nahe gelegene Einkaufszentrum, die es in Beijing Millionen fach gibt und zehnmal moderner und größer sind als das Blautalcenter in Ulm falls ihr das kennt, um ins Kino zu gehen. Chinesen lieben es ins Kino zu gehen, also war ich hier wahrscheinlich schon öfters als in Deutschland in den letzten drei Jahren. Das gute ist ja sowieso, dass die amerikanischen Filme Originalton sind und nur mit Chinesischem Untertitel, die chinesischen Filme dann aber alle auch englischen Untertitel haben sodass ich das eigentlich immer verstehe. Abends wurde dann das Mahl, das den ganzen Mittag vorbereitet wurde aufgetischt und es war gigantisch! :) Wir haben dann lange gegessen und schließlich die Neujahrsshow im Fernseh geschaut, nachdem aber vier der Erwachsenen in einem Nebenraum angefangen haben MahJong zu spielen, das ist ein traditionelles Spiel für vier Personen, dass gerne Abends und vor allem auf während des Neujahrsfest gerne gespielt wird, habe ich mich zu denen gesetzt und zugeschaut und versucht zu verstehen :) Und tatsächlich, nach einiger Zeit, habe ich das scheinbar völlig komplizierte Spiel angefangen zu verstehen. Noch lange vor 24 Uhr habe ich schon viele viele Neujahrsgrüße aller möglicher Leute geschickt bekommen, auch die Feuerwerke waren schon fleißig am knallen, wo man wieder sieht, dass man in China alles vorträglich macht anstatt nachträglich :) Die Feuerwerke gibt es auch jetzt, wohl bis zum 14. Februar, weil dort dann der 15. Tag des chinesischen Jahres ist und somit das Frühlingsfest tatsächlich endet, täglich immer noch, sodass wenn ich ins Bett gehe ich aus dem Fenster schauen kann und fast immer irgendwo ein Feuerwerk zu Gesicht bekomme. Ansonsten sind meiner Ansicht nach die Feuerwerke hier vieeel lauter als bei uns, aber vielleicht täusch ich mich auch nur (: Der Abend war auf jeden Fall total schön, wir haben viele Fotos gemacht, viel gelacht, viel geredet, gut gegessen und es war alles in allem einfach sehr gemütlich. Im Laufe des Abends wurden den noch nicht arbeitenden Kindern rote Umschläge, die so genannten Hongbao’s, in denen sich Geld befindet überreicht. Da ich eben auch noch Schülerin bin und ich in ihren Augen eben auch ein Teil der Familie bin, habe ich ebenso wie meine Gastschwester und die jüngere Cousine diese Hongbao’s bekommen, das fand ich total lieb :) Auch in den folgenden Tagen habe ich teilweise, bei den Leuten bei denen wir zu Besuch waren und die mich vorher schon kannten, einen roten Umschlag bekommen, was ich so unglaublich nett finde :) Noch vor 24 Uhr an diesem Abend, der in den aller meisten chinesischen Familien ganz traditionell bei der Verwandtschaft väterlicherseits gefeiert wird, wieder aufgebrochen, da die meisten Onkel, Tanten und Cousinen (mein Gastvater auch) am nächsten Tag arbeiten mussten und man am nächsten Tag sowieso auch früh aufstehen muss. Wir haben dann bei den Großeltern mütterlicherseits übernatchtet, da beim Großvater nicht genug Platz ist, und zum nach Hause fahren es auch so weit wäre weil wir am nächsten morgen sowieso wieder zum Großvater mussten. Denn am Neujahrsmorgen isst man traditionell Jiaozi. Eigentlich war sieben Uhr verabredet, als wir dann um kurz vor acht dort ankamen waren wir die ersten :b Soviel zu chinesischer „Pünktlichkeit“ (:

Den Neujahrstag verbrachten wir damit alle möglichen Verwandten, väterlicherseits zu besuchen (nach Tradition). Wir (meine Gastmutter, meine Gastschwester, zwei Cousinen und ein Onkel) haben genau 10 Familien (von denen ich zwei oder drei mal gesehen hatte) besucht, vor allem ältere Menschen und überall hat man diese typischen chinesischen Boxen mit unterschiedlichen Dingen, z.B. Eiern, Schnaps, Nüsse, Milch, Fleisch, Früchte, Saft,…, verschenkt. Immer so vier oder fünf auf einmal sodass wir dreimal wieder Nachschub kaufen mussten. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, aber im Auto, wir waren mit zwei unterwegs, also in einem eben meine älteste Cousine (deren Freund ihr vor kurzem einen ganz romantischen Heiratsantrag, laut Bildern und Erzählungen gemacht hat, sie aber leider erst nachdem ich wieder in Deutschland bin heiraten wird..), meine andere Cousine, meine Gastschwester und ich zsm, wars total lustig und so war es gar nicht schlimm :)

Abends ging es dann zu einer Cousine zum Abendessen wo auch ganz viele Gäste da waren und das Essen war auch total mega :D Am Tag danach dem 3. Tag im neuen chinesischen Jahr, sind wir morgens wieder zu den Großeltern gefahren, wir hatten nachts zuhause geschlafen, um dort zu frühstücken. Heute sollten wir eigentlich die Verwandten mütterlicherseits besuchen, da aber am Tag zuvor ein neuer Kinofilm rauskam, mussten wir nicht mit, sondern sind mit der kleinen Cousine ins Kino. Der Film war nicht irgend einer, sondern das ist der 爸爸去哪儿?(baba qu nar) was soviel heißt wie „Papa wohin gehst du?“, was eine im September gestartete Fernsehserie war, die ein absoluter Erfolg bei Groß und Klein hier in China wurde :) Ich weiß nicht ob ich schon mal davon erzählt habe oder nicht, also das sind fünf Väter, halbwegs berühmt, mit jeweils ihrer Tochter bzw Sohn die 4-8 Jahre sind. Und die gehen dann eben zu unterschiedlichen Orten, also aufs Land ins nirgendwo wo sie bei Familien wohnten, in die Wüste wo sie gezeltet haben, und lauter solche Sachen und dort müssen die dann eben auch Aufgaben machen und so. Das ist auf jeden Fall total süß und ich bin mit den ganzen Chinesen auch so voll der Fan davon und hab mich immer schon auf Freitagabend gefreut :D Wir waren dann um 9 schon am Kino und haben mit vielen andren Leuten drauf gewartet bis das Kino um 9.30 aufgemacht hat um noch die letzten Karten für die erste Vorstellung zu ergattern. Das Publikum war total gemischt, von kleinen Kinder über Schüler und Studenten bis hin zu Rentnerpärchen :D Innerhalb kürzester Zeit, noch bevor wir in den Kinosaal rein gingen, waren alle 16 Vorstellungen die es für den Tag gab komplett ausverkauft!

Direkt von dort aus ging es dann in ein Restaurant wo ein wie jedes Jahr irgendein Onkel meiner Gastmutter zum Essen einlädt. Der Tisch hat mich total fasziniert. Es war eben ein typischer chinesischer runder Tisch mit einer drehbaren Glasplatte. Was aber besonders war dort, war zum ersten die Platte, die sich ganz von alleine gedreht hat und schließlich vor allem die Größe: Die 24 Gäste haben dort locker Platz gefunden! :) Das Essen, war natürlich auch wieder extrem hammer ;) Chinesisches Essen ist viel zu lecker.. :b

Mittags sind wir dann aber nach Hause gefahren, da wir noch die nötigen Sachen für 3-tägige Reise nach 山西(Shanxi) (Provinz südwestlich Beijings), die wir am nächsten Morgen antreten sollten, her zu richten.

 

Am nächsten Morgen, dem 2. Februar, ging es dann schon früh an den West-Bahnhof, Asiens größtem Bahnhof, an dem ich während der Schulzeit fast täglich vorbei komme. Dort haben wir dann auch die Familie, mit der wir zusammen eben die Reise gebucht hatten getroffen. Die Mutter der Familie kannte ich schon, da sie im internationalen Teil Englischlehrerin einer meiner Klassenkameraden ist. Ihr Mann und ihr Sohn, der etwa gleich alt ist wie meine Gastschwester und ich, waren ebenfalls mit dabei. Mit dem Schnellzug, der dieses Mal über 300 km/h erreichte, ging es ins knappe 3 Stunden entfernte 太原 (Taiyuan), der Hauptstadt der Provinz Shanxi. Dort sind wir dann auf unseren Reiseführer und unsere knapp 30 weiteren Mitreisenden getroffen. Wir sind dann auch sogleich mit dem Reisebus, der genau für alle gereicht hat zur ersten Sehenswürdigkeit gefahren, diese lag aber nicht in dieser Stadt sondern weiter weg. Der Reiseführer hatte währenddessen ununterbrochen geredet und erzählt. Sein Chinesisch hatte kaum Akzent sodass ich wenigstens ein paar Dinge verstand. Ich hab mich dann angestrengt zu zuhören und zu verstehen was er erzählt, was mir auch einigermaßen gelungen ist zumindest das gröbste zu verstehen. Details und wenn s dann tiefgründiger wurde natürlich nicht, aber der grobe Rahmen eben. Trotzdem, wenn man einer ununterbrochen redet, und man im Kopf immer erst mal noch übersetzten muss, ist das extremst anstrengend (was man eigentlich so gar nicht denkt), dass ich nach ner dreiviertel Stunde eingeschlafen bin. Im Laufe der drei Tage haben wir einige berühmte, sehr interessante Sehenswürdigkeiten angeschaut, die durchweg eben historische Bauwerke(eher kleine Städte) waren: Die Anwesen (man kann fast sagen Mini-Kaiserpaläste) zweier berühmter reicher Kaufleute, die erste Kreditbank Chinas, einige Tempel,… und noch vieles mehr.

Die beiden Nächte haben wir in einer historischen Stadt gewohnt, also das hört sich ein wenig langweilig an aber das war es gar nicht. Diese Stadt war eigentlich richtig riesig und vor allem total schön! :D Die Gebäude waren eben alles so Hutongmäßig oder eben alles niedrige traditionelle Häuser eines am anderen und viele Restaurants, Cafés, Hotels/Herbergen, Läden, Museen,.. Ich habe mit meiner Gastschwester in einem Zweierzimmer gewohnt, das ein Kang hatte, das ist das traditionelle Bett des Kaisere, unter dem man früher Feuer gemacht hat um es nachts warm zu haben. An den beiden Abenden sind meine Gastschwester und ich in den Gassen in denen noch haufenweise andere Touristen umher waren, bummeln gegangen und haben in den kleinen Lädelchen rumgestöbert, ein paar Kleinigkeiten gekauft, und Milchtee getrunken (: Die Atmosphäre mit den ganzen Lichtern und der Trubel mit den ganzen Menschen war einfach richtig schön! Diese drei Tage waren super schön, wir haben total viel gesehen, ich hab wieder mal viel zu viele Fotos gemacht und alles bis auf das Wetter (am ersten Tag sehr angenehm und dann ists aber am dritten Tag nichteinmal mehr über 0 Grad tagsüber geworden) und das Frühstück (es war nicht sooo toll aber es ging schon) war super (:

 

Ansonsten was ich so seit meinem letzten Blogeintrag gemacht hab, ist auch nicht grade wenig (: Ich war im KTV (Karaoke-Bar, die es an jeder Ecke gibt weil die Chinesen es einfach lieeeeben), war mit Kim und Huayu zsm unterwegs im Park beim Eis-Fußball spielen, war bei Bekannten meiner Gastfamilie und habe mit denen noch en paar Sehenswürdigkeiten besucht, war mit meiner Gastschwester, der größten Cousine und ihrem Freund in einem Spa-„Schwimmbad“, also da gabs ganz viele heiße Quellen unso auch und vooooll schick, war auf dem Klassentreffen meines Gastvaters wo auch viele Jugendliche waren die meine Gastschwester kennen, mit denen wir vorgestern einen ganzen Tag „spielen“ gegangen sind, unter anderem in eine Kunstschnee-Anlage in einem Park, wo man für 75¥ (ca. 9,50 €) 1 Stunde von einem künstlichen Hügel mit reifen die ein Polster innen hatten runterfahren konnte :DDDD Als ich ihnen erzählt hatte wie das in Deutschland mit den alten Autoreifen und den steilen Hängen und natürlich dem echten Schnee ganz kosten los geht, waren sie ganz begeistert. Das war noch lange nicht alles was ich so gemacht habe, und gestern bin ich außerdem zu guter letzt einen Tag nach Tianjin gefahren um dort mit meiner Freundin Kerstin, die auch aus Deutschland kommt und die ich auf der PAO kennen gelernt hab, einen wunderschönen Tag verbracht :D

 

Um Bilder hoch zuladen habe ich leider keine Zeit mehr, denn ich muss noch ein paar Sachen erledigen bevor es dann übermorgen zur MTO nach Shanghai geht!! :D Die Mid-Term-Orientation, oder kurz MTO genannt findet in allen Ländern statt wo eben alle Austauschschüler des Landes, also zumindest in hier in China weil wir ja nicht so viele sind, zu einem mehrtägigen Treffen zusammen kommen, wo wie auch bei der PAO und der VBT Gesprächsgruppen etc. stattfindet. Wir werden vier Mal in Shanghai übernachten, einen Tag Sightseeing machen und die restliche Zeit mit Group Sessions wie es sich so schön nennt und allem möglichem anderen Zeug zu verbringen. Dazwischen wird auch hoffentlich gaaaanz viel Zeit zum reden sein weil Gesprächsstoff gibt es ja gewiss genug :D Vorallem freu ich mich endlich meine Freunde die ich auf der PAO oder bereits in Deutschland auf der VBT kennen gelernt habe und über ganz China verteilt sind wieder zu treffen! Meinen 16. Geburtstag werde ich ebenfalls dort verbringen. Es wird definitiv nicht ein 16. Geburtstag wie man ihn in Deutschland erlebt, dennoch, wer kann schon behaupten seinen 16. Geburtstag in Shanghai verbracht zu haben?! :D

 

Bilder folgen sobald ich wieder aus Shanghai zurück bin :) Und der Bericht über die MTO natürlich auch :D

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Do

06

Feb

2014

Garden Expo 2013 Beijing

Ich habe grad gesehen, dass ich diesen Blog-Artikel vergessen habe zu veröffentlichen, also mach ich das jetzt einfach mal.

 

Und zwar ist das schon ne Weile her, und zwar war das Mitte Oktober, an einem Sonntag. Und zwar haben wir da einen Ausflug zur Garden Expo gemacht. Ich hatte Glück, denn diese findet jedes Jahr in einer anderen Stadt in China statt, und dieses Jahr eben hier in Beijing. Das Gelände ist eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt, liegt also recht näh bei unserer Wohnung. Das Wetter war ziemlich warm und so waren meine Gastschwester und ich mit unseren Pullis ein bisschen zu warm angezogen. Den Pulli haben wir im Internet gekauft zusammen :D Also besser gesagt ich hab mit einer meiner Lehrerinnen im Internet nach Klamotten geschaut und dann haben wir den entdeckt. Zuhause, als ich grad beim bestellen war nach dem ich mich abgemessen hatte, ist meine Gastschwester nach Hause gekommen, was sie, wie die ganzen anderen chinesischen Schüler viel später erst tut als ich, und fand den auch gut :) Bei Chinesen ist es sowieso so, dass sie gerne die gleichen Klamotten tragen unter Freunden bzw Pärchen. Darunter sind es Pullis aber genauso auch Winterjacken und Schuhe.

 

Das Gelände der Garden Expo ist sehr weitläufig und so konnten wir an einem Tag nur einen Bruchteil der unterschiedlichsten Gärten anschauen. Die Gärten war nach Regionen Chinas thematisiert, so dass es Nanjing, Beijing, Sichuan,.. –Gärten gab. Außerdem gab es ein Gebiet mit Asien, wo sich Thailändische, Indische, Pakistanische,.. –Gärten bzw dort eher Souvenier-Shops befinden. Auch gibt es eine Art Schloss, welche die europäischen Länder vertritt. AM besten jedoch haben mir die unterschiedlichen chinesischen Gärten gefallen. Zwischen allen Möglichen Pflanzen, Blumen, kleinen Tempeln, Brunnen, Teichen,.. Gab es auch zahlreiche Museen in denen man sich im Strom tausender Menschen durchschlängeln konnte. Ein Highlight am Nachmittag war eine Art Umzug, bei dem riesige dekorierte Waagen und zwischen drinnen Tänzerinnen durch die Straße zogen. Mich hat das ziemlich an Faschings-Umzüge bei uns erinnert :D

 

 Zum Essen gibt es dort selbstverständlich auch einiges: von McDonalds und KFC bis hin zu chinesischer Küche unterschiedlichster Regionen. Wir waren in einem unterirdischen Bereich in dem man taiwanesisches Essen bekam. Auch fehlten die ganzen Souvenirs Shops und Süßigkeiten Stände alle nicht.

 

 Als wird dort waren musste man Eintritt bezahlen und alles war natürlich durch Sicherheitskontrollen und Wachleute gesichert. Mittlerweile (ich glaube seit Ende November) hat die Garden Expo geendet und der „Park“ wurde für die Allgemeinheit zum kostenlosen Eintritt frei gegeben. Ich bin mal gespannt ob nicht irgendwann dort evtl mal am Samstag das Orienteering statt findet, wäre bestimmt richtig cool :D

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Mo

20

Jan

2014

Chinesische Mauer und IKEA

Endlich Ferien! :) Seit einer Woche nun ist der Schulstress vorbei und ich hab mal wieder Zeit ab und zu auszuschlafen, dennoch, in den Ferien ist auch schon wieder alles mögliche geplant, aber so solls ja sein :D Aber bevor ich Ferien hatte, waren erst mal noch die Abschlussprüfungen des Halbjahrs, an denen ich eben genauso teilnehmen musste :) Dennoch waren es wie schon in den Prüfungen im September eben extra Klassenarbeiten für mich über das was ich während des Schuljahres gelernt habe. Diese habe ich wieder ganz gut mit Chinesisch-Jingdu (so wo alles zusammengefasst wird in dem Fach: Lesen, Schreiben, Grammatik,..) 94/100, Chinesisch-Sprechen 96/100 und Chinesisch-Lesen 20/20 (: Über das Ergebnis bin ich total froh und wurde mit zwei anderen Klassenkameraden für die guten Noten mit einer Urkunde und einem 100¥ (ca. 12€) – Gutschein der Bäckerei-Kette Wedomé (über diese habe ich schon einmal im Artikel über Essen berichtet) belohnt :). Zum Start in die Ferien und das erfolgreiche Überstehen der Prüfungen sind ein paar meiner Klassenkameraden und ich am letzten Schultag noch ins Kino gegangen.

 

In der guten Woche Ferien die schon vorbei sind, habe ich auch schon einiges erlebt :) Gleich am ersten Ferien Tag bin ich mit meinen Gasteltern zur Großen Mauer gefahren, endlich!! :) Meine Gastschwester konnte leider nicht mit, da sie zur Schule musste, da sie die Tage davor frei hatte und das ist immer etwas kompliziert, also die ganzen chinesischen Schüler haben auch erst seit gestern wirklich komplett alle Ferien, denn teilweise zwischendurch letzte Woche mussten sie wieder zur Schule kommen um ihre Prüfungsergebnisse oder die Berge an Hausaufgaben, die sie für die Ferien bekommen abholen. Die Große Mauer ist nicht sehr weit von Beijing entfernt, wir sind etwa zwei Stunden mit dem Auto gefahren bis wird dort waren. Die Chinesische Mauer, auch Große Mauer (chinesisch: 长城 chang cheng) genannt, die früher dem Zweck als Grenzmarkierung und Schutz vor von Norden kommenden Reitervölkern diente, wurde bereits etwa 770 v.Chr. begonnen zu errichten, da sich im laufe der Jahre die Grenzlinien öfters verschoben haben und somit immer wieder neue Mauern errichtet wurden, kann man bis heute nicht genau sagen wie lange die Chinesische Mauer tatsächlich ist, neuesten Erforschungen zur Folge jedoch über 21.000 km! Jedoch sind nur ganz wenige Abschnitte so erhalten, dass sie für Touristen zugänglich sind. Wir sind nach Badaling gefahren, etwa 70 km nördlich von Beijing. Diese ist eine der vier zugänglichen Strecken bei Beijing. Um diesen dort restaurierten Mauer-Abschnitt zu begehen mussten wir natürlich erst Eintrittskarten kaufen. Trotz des sehr kalten Wetters, es hatte etwa -4Grad als wir dort angekommen sind, konnte man nicht gerade wenige Touristen vorfinden die die Mauer erklimmen wollten. Die Chinesen sagen übrigens, nur wer den höchsten Punkt der Mauer (also in dem Fall des Abschnittes der für die Touristen restauriert wurde) erklimmt hat kann von sich behaupten auf der chinesischen Mauer gewesen zu sein. Die chinesische Mauer ist trotz Restauration nicht gerade einfach zu erklimmen was zum einen daran liegt, dass die Mauer sich an den Bergkämmen entlang zieht und es so ein ständiges, teilweise seeehr steiles auf und ab gibt. Wir sind dort etwa 3 Stunden gewandert und ich hab währenddessen sehr viele tolle Fotos gemacht, sodass am Schluss sogar meine Batterie leer war, das ist mir auch noch nie passiert :)

Nach dem wir dann dort ne Kleinigkeit zum Mittag gegessen haben, sind wir dann noch zu den Ming-Gräbern gefahren, die sich auf dem Rückweg befunden haben. Diese sind auch eine berühmte Sehenswürdigkeit. Da ich das so ähnlich bereits auf der Studienfahrt in Nanjing letztes Jahr, so ähnlich gesehen habe, haben wir nur eines der Gräber angeschaut. Dennoch war es eine riesige Anlage mit vielen Gebäuden und schließlich im hinteren Teil einen riesigen mit Bäumen bepflanzten Hügel in dem sich das Grab eines Kaisers der Ming-Dynastie befindet. Da um diese Jahreszeit sehr wenige Touristen nur dort sind und die sich auf dem großen Gelände recht gut verlaufen haben, war es dort zeitweise total still, keine Stimmen, nur der Wind und die Vögel… ich hab das total genossen, weil irgendwie ist mir in dem Moment aufgefallen dass ich das die letzten Wochen nie wirklich hatte, so die Stille und Ruhe und nur die Natur. Das war total kähl und unglaublich schön auch :D Also das war schon mal in gelungener Start in meine Ferien, die übrigens 5 Wochen lang sind :)

 

Weiter geht’s dann mit Ikea :D Ja, Ikea gibt’s auch in China, das wussten wir, aber was wir uns gefragt haben: Gibt es dort wohl auch diese typischen Ikea Köttbullar, diese schwedischen Fleischbällchen? :) Das heisst nichts wie hin und einfach selbst schauen. Also sind Kim, der andere ATS aus Deutschland, und ich eines Mittags mit der U-Bahn zu Ikea um zu schauen ob es dort nicht diese Essen gibt. Von außen war es eben ein ganz normaler Ikea und innen gabs die genau gleichen Möbel zu kaufen, nur was im Vergleich zu Deutschland anders ist, in den Show-Wohnzimmern sitzen überall tatsächlich Familien und schauen gemeinsam fern ;) Im Restaurant konnten wir unsere Frage dann endlich beantworten, und tatsächlich, im chinesischen Ikea gibt’s auch Köttbullar :) Außerdem gibt es noch zwei andere europäische Gerichte, Steak mit Kartoffelgratin und Spaghetti Bolognese. Natürlich wollten wir alle drei Gerichte probieren wenn wir schon mal hier sind und haben sie dann einfach aufgeteilt. Dass das Steak vllt nicht ganz perfekt gebraten war und die Spaghetti Bolognese auch nicht ganz wie zuhause von Mama geschmeckt hat, wir waren glücklich endlich Mal wieder europäisches Essen mit Messer und Gabel auf dem Tisch zu haben :D Auf dem Rückweg in der Ubahn haben wir dann noch Nutella-Croissant gegessen mit dem Nutella das Kim’s Eltern ihm aus Deutschland geschickt hatten ;)

Ach genau, zu diesem Tag gibt’s dann noch ne ganz lustige Geschichte und zwar habe ich bevor ich zur Ubahn gegangen bin mir im Supermarkt der auf dem Weg lag en neues Deo gekauft. Da es in der Ubahn aber ja immer ne Sicherheits-Kontrolle gibt, also da muss man die Tasche wie im Flughafen auf so ein Band legen, haben die Sicherheitsleute gesehen, dass da was Flaschen ähnliches in meiner Tasche ist und haben mich dann gebeten die Tasche aufzumachen und ihnen zu zeigen was da ist. Weil auf der Deo-Flasche so ein kleines Zeichen also so entzündlich oder sowas in der Art abgebildet ist meinte der Typ ich kann das nicht mit in die U-Bahn nehmen kann und ich des eben bei denen lassen muss. Das wollte ich mir dann aber nicht gefallen lassen, denn ich hatte es ja grade erst gekauft und um einiges teurer ist als in Deutschland. Mein chinesisch hat dann dafür gereicht um über fünf Minuten mit irgendwann fünf oder sechs Ubahn Arbeitern über das Deo zu diskutieren, ihnen dann vorzuschlagen es dort bei denen stehen zu lassen und ich es Abends wenn ich wieder heim fahre es abzuholen, bis mir irgendwann eine dieser Arbeiter mir mein Deo in die Hand gedrückt hat und gesagt hat: „aber nächstes Mal bringst du es nicht mit“ :DD Wenn die wüssten, dass ich eigentlich fast immer ein Mini-Deo in meiner Tasche irgendwo mitschleppe :b Oder auch schon Mal n großes dabei hatte nur diese Leute die auf den Bildschirm schauen auch ab und zu einfach schlafen ;)

 

Letzten Donnerstag hatte meine Gastschwester einen Tag Schulfrei und so sind wir schon gleich morgens um halb sieben los um gleich bei Öffnung am Kaiserpalast, der Verbotenen Stadt, zu sein :D Die Verbotene Stadt, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Beijings liegt gleich nördlich am Tian’anmen-Platz, der Platz des Himmlischen Friedens auf dem ich schon im August mit Kim und Niklas gemeinsam war. Wie der Name eben schon sagt war dies früher der Palast des Kaisers. Obwohl man nicht alle Teile des Palastes betreten kann, gibt es eindeutig genug zu sehen. Diese alten Gebäude und vergoldeten Throne, die aufwändig geschmückten Schlafräume und Wohnräume, die tausenden Gebäude und der kaiserliche Garten sind sehr imposant und ihren Besuch eindeutig Wert! :D Übrigens hab ich mich noch überreden lassen für 10¥ (ca 1,20 €) mich als eine der Frauen des Kaisers früher zu verkleiden :b

Danach sind wir dann mit dem Taxi (dessen Preis sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland vergleichen lassen) nach Xidan, dieser Shopping-Mall gefahren um dort Mittags zu essen und danach ins Kino zu gehen :) Den Film den wir anschauten war chinesisch, jedoch mit englischem Untertitel und eine Schauspielerin des Films geht auf meine Schule und hatte in der Unterstufe mit meiner Gastschwester zusammen Sport, voll lustig :)

 

Sonst war ich die letzten Tage mal noch mit zwei ehemaligen ATS und Kim zsm unterwegs in so Hutongs rumlaufen und später dann noch Billard spielen (was aber nicht heißt dass ichs kann :b).

Und dann habe ich mich noch mit Kim und Niklas getroffen weil wir für YFU so eine Präsentation vorbereiten müssen und danach sind wir zsm Deutsch Essen gegangen in einem Deutschen Restaurant :D Nur die Preise waren halt leider auch deutsch.. Aber das war ja jetzt was Einmaliges :) Wir hatten uns Schwäbischer Zwiebelrostbraten bestellt, Jägerschnitzel mit Kässpätzle und noch Rouladen mit Kartoffelbrei und Rotkraut. Das Essen war echt gar nicht schlecht :D nur hatten die meiner Meinung nach das Fleisch vom Jägerschnitzel und dem Zwiebelrostbraten vertauscht :bb Passiert :D

Ansonsten gehen wir halt ab und zu Verwandten, das ist auch meistens ganz gut :D Oder gestern haben wir zum Beispiel einen Lehrer meiner Gastschwester besucht :)

Langweilig wird’s mir hier fast nie :D

 

Heute ist übrigens genau die Hälfte meines Austauschjahres, ich bin nun schon 159 Tage hier, ich kann das gar nicht glauben wie schnell diese Zeit vergeht.. (:

 

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Sa

04

Jan

2014

Weihnachten, Silvester & Neujahr - China Style

So, nachdem jetzt die „Feiertage“ nun auch rum sind, muss ich euch natürlich berichten wie ich diese Feste hier in China verbracht habe, oder bzw ob überhaupt ;) Beginne ich ganz von vorne mit Heiligabend, ich würd Mal sagen dem für Deutsche einer der wichtigsten Festtage im Jahr. Wie ich schon im letzten Blog-Artikel geschrieben habe, war das ein Schultag wie fast jeder andere, aber nur fast :D Also ich habe trotz dass es nicht Freitag war auf die Schuluniform verzichtet und das angezogen was ich mir en paar Tage vorher in Xidan gekauft habe, was wiederum im internationalen Teil eh egal ist weil die sehen des da ja alles nicht ganz so eng :) Ich hab meinen Klassenkameraden ein paar Weihnachtsplätzchen mitgebracht über die sie sich sehr gefreut haben (: Nachmittags war ich dann doch beide Stunden noch in der Schule weil wir den Sketch (den, den wir auch am Chinesisch-Fest vorgespielt haben --> dazu folgt hoffentlich bald noch ein extra Beitrag) geübt haben für die Neujahrs-Feier an unsrer Schule, was dazu geführt hat dass ich meine Heiligabend-Planung wieder um ein kleines bisschen, jedoch nicht erheblich*, umorganisieren musste. Ich bin dann noch zu Fuß mit zwei Klassenkameraden, einem Japaner und einem Thailänder, mit zum Billard, wobei ich da eher zugeschaut und nebenbei rumtelefoniert hab :). Nich sehr viel später hab ich mich dann mit Kim und Nathan (die Thailänderin, die mit Kim auf einer Schule ist) im Nahe gelegenen Starbucks getroffen um uns eine Tasse heiße Schokolade (:bb) und nem Schokomuffin zu gönnen :3 Bevor wir dann auf halb sechs zur ebenfalls nahe gelegenen Kirche gegangen sind. In der Kirche war ich davor auch schon mal aber da waren außer mir vielleicht noch fünf sechs andere Leute, aber an dem Tag, da war die ganze Kirche total mit Girlanden, Lichterketten, kitschigen Weihnachtsmännern und „圣诞快乐“ (Frohe Weihnachten)- Aufschriften dekoriert :D Die Leute die nicht hineingegangen sind aber zu mindest stehen geblieben und haben Fotos geschossen, was bei Chinesen ja sowieso total beliebt ist :) Wir wollten also rein, da dort um 18 Uhr ein Weihnachtsgottesdienst stattfinden sollten, mussten aber zuerst Mal gemeinsam mit Hunderten anderen Menschen durch eine Abgesperrte Slalom-Straße (so wie im Europapark beim Anstellen), um dann kurz vor dem tatsächlichen Eingang zum Kirchen-Grundstück von Securities einzeln abgescannt und durchleuchtet wurde. Auch sonst waren vor der Kirche zahlreiche Polizisten und Polizeiwagen. Weiter wie dem Vorplatz sind wir dann auch gar nicht gekommen, da die Kirche selber schon komplett voll war und wir uns so also draußen stehend platzieren mussten. Zwischen uns waren neben zahlreichen Chinesen natürlich auch einige weitere Ausländer zu sehen. Da mit solchen Massen an Menschen (solche Massen waren es auch wieder nicht aber die Kirche war wie gesagt voll; ihr dürft dass mit den Massen an Menschen aber nicht so verstehen, dass eben unglaublich viele Chinesen auch zur Kirche gehen, Nein! Das ist nur so dass Beijing totaaaal riesig ist und es eigentlich kaum Kirchen gibt, da die meisten Chinesen entweder keine Religion haben oder nicht christlich sind eben) wohl gerechnet wurde, wurden draußen riesige Bildschirme aufgebaut auf denen, das Geschehen in der Kirche für und nach draußen übertragen wurde (: Ich hab mich ehrlich gesagt nicht wirklich wie in einer Kirche gefühlt, sondern eher wie beim Fußball schauen oder so, denn als die Messe schon angefangen hat, haben sich die Chinesen trotzdem nicht daran gestört lautstark zu telefonieren oder zig tausende Bilder, natürlich mit Ton, zu schießen :) Da bis auf einzelne kurze Teile die auf englisch geredet wurde, alles auf chinesisch war, hab ich eigentlich kaum was verstanden und gleichzeitig war es auch noch richtig kalt und so sind wir nicht ganz bis zum ende geblieben. Auf dem Heimweg im Bus hab ich mich dann noch mit Weihnachtsliedern noch halbwegs mehr auf Weihnachtsstimmung verbracht :D Trotzdem hab ichs nich so ganz registriert das Weihanchten ist ;) Zuhause hab ich dann noch das Weihnachtsgeschenk von Mama und Papa aufgemacht, vielen vielen Dank für das Armband :) Das von meinem Bruder ist leider leider erst zwei Tage später etwas verspätet angekommen, aber das macht ja nichts, ich bin ja mittlerweile auch spontan :D Und den kleinen (natürlich nicht ganz echten :b) Weihnachtsbaum mit Deko und Christbaumkugel darf auch jetzt noch ne Weile in meinem Zimmer stehen :D Danke danke danke! (: dass ich dieses Jahr doch noch einen Weihnachtsbaum habe, damit hab ich nicht gerechnet :D

 

*zu dem „erheblich“, also ich hab erst mal in meinem deutsch-chinesisch Wörterbuch von Chinesisch auf Deutsch übersetzt weil mir das Wort in dem Moment nur auf Chinesisch eingefallen ist :b

 

 

Der 1. Weihnachtsfeiertag war für uns internationalen Schüler frei (: Aber ich hab natürlich schon meinen Tag verplant gehabt, und zwar mit Backen :D Als erstes eine Geburtstagskuchen für meine Gastschwester die an dem Tag 16 geworden ist (: Mit denen zuvor noch fehlenden Zutaten bzw Materialien aus dem Internet und Backpulver und Vanillezucker aus dem Paket von Mama und Papa, gings dann um 8 morgens los einen Marmorkuchen zu backen. Einen Rührkuchen von Hand mit Stäbchen! :D Funktioniert wenn man von der lahmen Hand danach absieht :DD Der Teig hat dann für 1 ½ Kuchen gereicht von dem ich einen dann mit Schokolade und Kerzen unso verziert habe. Ich muss mich selber loben, der Kuchen ist echt gelungen, und das unter deutlich erschwerten Umständen ;) Nachdem ich dann im Supermarkt schnell och neue Butter gekauft habe, da es für Plätzchen nicht mehr gereicht hat, gings dann ums erneute Plätzchen backen für die Neujahrsfeiern am Wochenende. Irgendwann am späteren Nachmittag war ich dann fertig und konnte mein Tageswerk betrachten. Bevor meine Gastschwester dann aber nach Hause kam hab ich angefangen meine Hausaufgaben zu machen, die natürlich mehr als sonst waren, da ich ja einen freien Tag habe; Soviel zu Ferien und Wochenende... arme chinesische Schüler. Meine Gastschwester hat sich riesig gefreut über ihren Geburtstagskuchen und geschmeckt hat er auch :D (Gott sei Dank ;) Und sogar das Marmorkuchen-Muster ist gelungen :D).

 

Der 2. Weihnachtsfeiertag, hab ich wieder bei ganz normalem Unterricht verbracht. Aber kurzfristig bin ich dann nach dem Unterricht mit zwei Klassenkameraden zum Pizza essen :) In der Pizzeria war ich schon mal mit denen, Beijings größte Pizzas gibt’s da :D Klar haben wir auch die größte Größe bestellt, aber keine Angst, wir haben nicht alles gegessen :D In China ist es so, auch in Restaurants, dass man das was man nicht schafft zu essen, mit nach Hause nimmt, die Bedienungen packen sogar für einen das ein. Der Abend war eigentlich auch ganz gut (:

 

Joa also das war dann auch so mein Weihnachten à la Chinese :D Komplett anders als das wie ich es die letzten 15 Jahre in Deutschland gefeiert habe, aber ich habs mir schlechter vorgestellt also hat’s schon gepasst ;) Weihanchten in Deutschland ist aber doch unschlagbar :D

 

Am Freitag hat dann bei uns in der Schule die Neujahrsfeier für die Lehrer stattgefunden, und wir haben wie vorher schon mal erwähnt, den Sketch aufgeführt. Und zwar war das in der Aula in unserer Schule die man irgendwie voll mit nem Kino vergleichen kann find ich :D Nur dass es ne Bühne statt en Bildschirm hat, wobei im hinteren Teil der Bühne ist en riesen riesen riesen Bildschirm, alles so voll modern! :D Des ist eh in der Schule so voll!! :) Außer wenns ums Essen geht, also s Mittagessen in der Mensa schmeckt mir jetzt definitiv auch nicht mehr.. Aber heute, das war total abartig! :D Das Essen das uns heute geboten wurde war nicht mehr normal, und zwar war des irgendwie ne Ausnahme, die sagten weil bald Neujahr ist (aber wir glauben das es nur war weil so viele Gäste gekommen sind, so ehemalige Schüler die jetzt aber schon Rentner sind). Also da waren dann Garnelen drin, Kuchen, und so alles voll hammer :D Unsre Aufführung hat dann ganz gut geklappt wobei alles etwas spontan war weil ursprünglich zwei von sechs Rollen von Nord-Koreanern besetzt waren, die aber kurzfristig nach Hause geflogen sind und die Rollen kurz auf knapp umbesetzt wurden. Aber war dann doch trotzdem ganz gut (:

 

Letztes Wochenende war dann YFU Neujahrsparties (in China werden Feste auch zb Geburtstage entweder direkt an dem Tag oder VORgefeiert, aber niemals nachgefeiert :D). Für Samstag Nachmittag war es für uns Austauschschüler in Beijing + unsere Gastfamilien + Unsere Helper (also hat jeder ATS falls es mal Probleme oder sowas gibt). Außerdem waren noch welche die kommendes Jahr gehen und welche die bereits weg waren da :) Des war in so nem riesigen Saal mit Bühne und wir haben dann auch was vorgemacht (also ich hab mit meiner Gastschwester so n Tanz gemacht (den woich mit meinen Klassenkameraden aufem Chinesisch-Fest getanzt hab), und dann ohne dass ichs wusste wurde des Video von dem Sketch aufem Chinesisch-Fest au no gezeigt :b Wir haben dann noch en Spiel gespielt des war total lustig :D und zwar stammt das Spiel eigentlich aus ner Fernsehserie die im August angefangen hat und der totale Renner wurde :) Also die Serie die jeden Freitag kommt heißt „爸爸哪儿?“, was soviel heißt wie „Papa, wohin gehen wir?“. Das sind fünf recht berühmte chinesische Väter mit ihren 4 bis 6 jährigen Kindern und die gehen dann gemeinsam an en Ort, z.B. so in en armes Dorf aufem Land, oder so, also immer in Dörfer in verschiedenen Landschaften also s letzte Mal waren sie im Norden wo s total viel Schnee hatte. Und dort sind die dann drei Tage und haben so kleine Challenges und die Kinder sind sooooo süß und allgemein bin ich wie extrem viele andere Chinesen totaler Fan von der Serie und hab natürlich jede Folge gesehen ;D Ich hab es auch deswegen so gemocht, weil ich einfach auch fast komplett alles eigentlich verstanden hab jetzt am Schluss und so ist es richtig schade, dass letzte Woche leider die letzte Folge kam… Aber im Januar kommt jetzt dann ein Kinofilm raus wohl und Juni startet dann die nächste Staffel, die kug ich dann eben in Deutschland an (:

Und des Lied von der Serie des hör ich jeden Tag zehn Millionen Mal: Handyklingeltöne, Werbung im Bus und U-Bahn,…

Und also in der Serie in der letzten hatten die eben des Spiel auch gespielt, aber ich hab vergessen wie des heißt also wie wir des in Deutschland nennen ;) Egal, nicht so wichtig. Aber es war echt lustig. Und nachdem dann das Programm rum war, haben wir noch total viel geredet also mit dene die früher schon weg waren und einige von denen waren in Deutschland und einer der wohnt jetzt sogar in Deutschland und geht da in en Internat und hat ja grad wie ihr auch Ferien :).

 

Sonntag war dann für die Tianjin (eine 14-Millionen-Stadt östlich von Beijing) – ATS eben praktisch das gleiche, und Kim und ich hatten uns aber auch angemeldet als sie gesagt haben wir können dort auch kommen, denn wir wollten eben voll gerne die anderen ATS aus Tianjin treffen :) Also haben wir uns am Sonntagmorgen um 8 Uhr an der Haltestelle an meim Haus getroffen um mit dem Bus zum Beijing Süd-Bahnhof zu fahren wo wir einen Schnellzug nach Tianjin nehmen wollten. Seit noch nicht so langer Zeit gibt es diese ca 120 km Schnellstrecke von Beijing nach Tianjin in der man in ca 35 Minuten passieren kann. Der Zug erreicht dabei eine Geschwindigkeit von 277 km/h oder noch mehr erreicht. Am Ticket-Schalter werden wir dann aber plötzlich nach unserem Reisepass gefragt. Ja, in China braucht man einen Reisepass zum Zug fahren. Ja shit.. wer denkt auch an sowas? Das hieß wir hatten keine andre Möglichkeit als wieder nach Hause zu fahren und unseren Reisepass zu holen und wieder her zu kommen. Gute zwei Stunden später, um 11 Uhr, haben wir uns wieder am gleichen Schalter befunden, die Ticketverkäuferin die uns noch nicht vergessen hatte, hat uns nur zu gegrinst und uns zwei Tickets für 11:55 h für 54.5 ¥ (ca. 6,5 €) verkauft (: Bis zum einchecken haben wir dann noch den Rest Spekulatius Lebkuchen gegessen in der Wartehalle. Das hat übrigens total an einen Flughafen erinnert. Also um da in den Bereich rein zu kommen gabs natürlich auch erst mal Securitykontrolle. Und nachher mit den Tickets gibt’s dann auch so Gates und so Maschinen mit so Türen wo du dein Ticket dann reinschieben musst und wieder rausholen und dann kommt nochmal ne Kontrolle wo so Leute stehen die kontrollieren ob deine Reisepass/Personalausweis-Nummer auch mit der auf dem Ticket übereinstimmt. Das hätte ich jetzt fast vergessen zu erwähnen also warum das in China wie beim Fliegen so ist dass man für die Tickets Reisepass/Ausweis braucht. Und zwar hat mir des meine Gastmutter erklärt, ist des wegen dem Frühlingsfest wo Millionen von Menschen zu ihren Familien nach Hause reisen und Zugtickets ewig vorher ausverkauft sind. Und deswegen hatten en paar schlaue Menschen die Idee Zugtickets ganz früh zu kaufen, natürlich ziemlich billig und dann nachher für seeeehr viel Geld weiter zu verkaufen. Da das die Regierung aber nicht so toll findet haben sie das eingeführt (: Denn in chinesischen Zügen gibt’s auch keine Stehplätze sondern da hat jeder seinen festgelegten Sitz. Iregndwann waren wir dann tatsächlich im Zug. Also diese Züge kann man praktisch mit ICE bei uns vergleichen. Oder nein, eigentlich sind sie noch besser. Also die Sitze sind alle in Fahrtrichtung, denn man kann die Sitzreihen drehen ;) (die, die auch auf Studienfahrt waren können sich bestimmt noch dran erinnern oder? :DD) Und man hat total viel Frußraum! :D Und die Sitze sonst sind auch ganz bequem. Also es gibt eine dreier und eine zweier Reihe immer.

Wir waren ja dann recht schnell in Tianjin, wo unser erster Eindruck erst einmal war: so wenig Leute?! Die U-Bahn die hier aus 4 Linien besteht, ist zur Beijinger 17-lineigen, doch recht übersichtlich und aber viel teurer! :b aber für deutsche Verhältnisse wahrscheinlich immer noch billig. In der U-Bahn, die echt nich besonders voll war, aber für Beijinger Verhältnisse eben, denn ein junger Mann der eingestiegen ist meinte so zu seiner Freundin oder Frau oder wie auch immer sowas in etwa wie: Ach gott, wie voll das ist! Da konnten wir nur schmunzeln :D Wir haben uns dann auf dem direkten Weg zum Ort gemacht wo des stattfinden sollte, denn ursprünglich wollten wir ja morgens die Stadt ein bisschen besichtigen und dann irgendwo Mittagessen unso, aber nein :b Und joa wir waren um kurz nach eins eben dort und ab halb zwei könne man kommen hieß es, also ne halbe Stunde, würde für en McDonalds-Essen locker reichen. Aber weit und breit nichts in dieser Art, gar nichts.. also haben wir eben gewartet bis es halb zwei war :)

Die Location von der Tianjin-Party war total anders als die bei uns, des war in so nem kleinen Kaffe mit westlichem Snacks irgendwie also das kam uns gerade recht :) Also die vier ATS in Tianjin sind dann auch irgendwann gekommen und des war total cool mit denen zu reden, weil wir haben uns jetzt so ewig nicht mehr gesehen. Nachdem die Party dann zu Ende war hat Paulina, auch eine ATS aus Deutschland, gesagt, dass sie uns noch en bisschen Tianjin zeigt (: also wir hatten ja nicht mehr allzu viel Zeit weils ja schon vier nachmittags war, aber wir sind dann noch in ne traditionelle Straße gegangen, haben dort traditionelle tianjinische Snacks gegessen und ich hab den ersten Schnee diesen Winter berührt! :D In Tianjin gabs nämliche weiße Weihnacht (: wir haben uns dann bei Paulina verabschiedet und sind dann wieder zum Bahnhof, wo wir erst für 20:38 h en Ticket bekamen weil alles andere ausverkauft war.. Also haben wir unsere Gastfamilien angerufen und das war dann aber kein Problem (: Als wir grade draußen telefonieren waren und danach diskutiert haben was wir denn jetzt essen hat auf einmal ein Deutscher mitten in den Satz reingeredet :D Er meinte ob wir ihm nicht kurz helfen können, also haben wir ihm geolfen zu erfragen wie man eben dort zu dem Haupteingang kommt und haben auf dem Weg dorthin erfahren, dass er bei den Philharmonikern arbeitet und die in Beijing en Silvesterkonzert spielen und jetzt heute Abend nach Tianjin noch gekommen ist um dort in nem bestimmten Laden irgendwie irgendwas zu kaufen :) Dank ihm sind wir dann auf die andre Seite des Bahnhofsgebäude gekommen wo sich der Fluss, und gegenüber am Flussufer das Italienische Gebäudeviertel befindet was bei Nacht so wunderschön ist! *-* Dort haben wir dann noch Fotos geschossen und dann haben wir in der Bahnhofshalle gewartet, dieses Mal haben sich aber im vergleich doch recht viele Leute dort befunden :) Vom Bahnhof in Beijing mussten wir dann wieder den Bus nach Hause nehmen so dass ich dann kurz nach 10 zuhause war, die fandens aber eig gar nicht schlimm (:

Also ich fand das Wochenende echt schön und vor allem dass ich die Tianjin ATS wieder gesehen hab und ich auf der Beijing-Party mit den ehemaligen ATS super klar gekommen sind und die schon gesagt haben, dass man in Zukunft auch gerne mal was zsm machen kann und so (:

 

Diese Woche war es ja soweit: Silvester! :D In Deutschland auch ein recht großes Fest, aber hier ist nicht wirklich viel los an Silvester. Nach der 3. Unterrichtsstunde sind dann alle internationalen Schüler und unsre Lehrer alles mit der U-Bahn los, und zwar zum gemeinsamen SIlvester-Essen. Und zwar sind wir in ein Restaurant, mit westlicher Küche. Und zwar hieß das "Golden Hans". Es war ein Buffet-Restaurant und natürlich nicht gerade wenig Leute. Die Atmosphäre war aber so ganz nett, an den Wänden sind viele Fotos vom Oktoberfest eingerahmt gewesen und Leute die Bier trinken und so :b Und aus den Lautsprechern kam typisch deutsche traditionelle Musik, mit deutschem Text teilweise sogar und also des waren alles so Lieder wo ich auch gekannt hab :D Die Bedienungen die mit so riesen Spiesen mit gerilltem Fleisch und Würstchen rumgelaufen sind hatten Dirndl und Lederhose an. Jaja, da hab ich mich irgendwie heimisch gefühlt, also wenigstens ein bisschen ;) Das Essen, das es dort gab fand ich persönlich aber mehr chinesisch als deutsch/europäisch/westlich ;DD Aber da war ich die einzige die das gefunden hat :b Aber das ist auch das wie es bei uns in Deutschland mit den China-Restaurants ist. Ja also des Essen war schon ganz oke, aber da freut man sich auf en leckeren Kartoffelsalat und wenn man dann aber probiert, schmeckt der so komplett anders als man des vom aussehen erwartet hat :b Und die Würstchen, die haben irgendwie so voll nach Bier geschmeckt aber war dann gleichzeitig so extrem süß, also ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Also allgemein mit Würstchen in China werd ich mich wohl eher nie anfreunden, aber die schmecken einfach nicht ;D Sonst wars aber schon ganz gut und auch sonst echt lustig :)

Abends waren wie bei einer Tante meiner Gastmutter eingeladen, die ihren Geburtstag vorgefeiert hat und wir so abends erst mal im Restaurant gegessen haben. Danach sind wir dann zu denen nach Hause noch, also eher zu der ihrem Sohn, also die wohnen in Wohnungen nebeneinander. Und zwar waren meine Gastschwester und ich und die kleine Xingxing, die ist sieben und voll süß, und der ihren Eltern in der Wohnung und der Vater hat uns voller Stolz sein neues Kaffee-Set vorgeführt und hat dann aus Kaffeebohnen und ner Mühle so die Kaffeebohnen gemahlen (?) und uns erst en Kaffee und dann en Capuccino gemacht. Eigentlich mag ich ja gar kein Kaffee aber der hat voll gail geschmeckt :) zehnmal besser als der den ich mal irgendwann in nem McCafé getrunken hab :b Wir haben dann die Silvester-Show im Fernseh angeschaut, des war hautsächlich Musik, also eine Band/Sänger nach dem anderen aber sonst ganz gut (: Irgendwann, aber noch vor 12 Uhr sind wir dann wieder heim gelaufen und haben dort eben die Show da weiter geschaut und dann wars irgendwann 12 und dann war eig nix :bb Dann haben wir noch die Show fertig geschaut und dann ins Bett. Nichtmal Feuerwerke gabs! Und Chinesen machen ständig Feuerwere, also eigentlich einfach bei jeder Hochzeit und weils so viele Hochzeiten in Beijing gibt, gibt’s, vor allem wo s noch wärmer war, kein Samstag oder Sonntag Morgen an dem nicht lautstark geschossen wird und ich so um meinen geliebten Schlaf komme ;)

 

An Neujahr hatten alle Schüler dann doch tatsächlich einen Tag frei! :D Das hieß dann für mich aber trotzdem nicht ausschlafen, denn für Neujahr war ein Orienteering geplant, also hab ich das neue Jahr ganz sportlich begonnen :) Also sind wir um halb 8 aus dem Haus und sie haben mich an einem Park in der Nähe der Großeltern abgesetzt, während sie dann zu den Großeltern gefahren sind. Ich bin dieses Mal alleine gegangen, denn meine Gastschwester muss lernen, genauso wie viele andere, da nämlich nächste und übernächste Woche Halbjahresprüfungen sind (auch für mich.. das heißt lernen lernen lernen oder s ähnlich ;D). Also beim Orienteering waren ebenfalls im Vergleich zu sonst total wenige Schüler da, was aber immer noch heißt, dass es genug sind. Weil es ja das erste Mal war im neuen Jahr, bzw also das letzte Mal dieses Halbjahr, gab es als erstes eine Preisverleihung. Hier wurden zuerst die besten jeder Lauf-Kategorie mit einem goldenen Pokal ausgezeichnet, und danach gab es noch einen T-Shirt Preis (so eins vom Orienteering) für ein paar Leute, wo ich allerdings nicht ganz verstanden hab wofür, also ich glaub die waren besonders engagiert, weil da waren auch so Team-Leiter undso. Und dann kam so „Gao Yue (mein Name), Beijing Shi Da Fu Zhong (meine Schule)“, und ich nur so was?! :D Also und dann hat der halt irgendwas geredet, dass ich eben aus Deutschland komm und ich hier so erfolgreich bin, und ich deswegen jetzt auch en Preis krieg. Damit hab ich so voll gar nicht gerechnet, aber des ist sooo nett (: Aber wer mich jetzt davor nicht schon gekannt hat, wusste dann spätestens jetzt meinen Namen und was ich hier in China so mach ;D Das hat dann nachher dazu geführt, dass mir beim Laufen noch mehr Leute zugewunken haben als sonst, oder mir irgendwas wie etwa: „Viel Glück, du schaffst das!“ oder „Schneller, Kamerad!“ zugerufen haben :D Danach gabs für jeden der heute teilgenommen hatte noch Geschenke, also eine Neujahrs-Karte, eine Orienteering-Flasche (man bekommt in China überall Trinkflaschen/Thermosflaschen geschenkt wo eben draufsteht wo man teilgenommen hat oder eben sowas ;D) und noch ein Orienteering-T-Shirt, aber en andres wie ich schon davor bekommen hab, nämlich so n Sport-T-Shirt eher. Mittags hab ich dann noch Hausaufgaben gemacht, die natürlich auch wieder besonders viel waren im Gegensatz zu sonst, weil ja en freier Tag war..

 

Joa, das waren dann meine Feiertage hier. Etwas anders als wir sie in Deutschland feiern, da sie hier einen ganz anderen stellen Wert haben, da Weihnachten ein christliches Fest ist und nicht besonders viele Chinesen Christen sind, und Silvester/Neujahr, da man in China mit dem Frühlingsfest, auch chinesisches Neujahrsfest genannt, der traditionelle Beginn des neuen Jahres feiert. Bis dahin, und bis zu den Ferien muss ich nun noch eine Woche Schule überstehen und dann ist es auch schon bald soweit (:

 

Ich hoffe ihr seid alle gut gerutscht,

 

A Guads Nuis aus China ! :D

 


P.S.: Um meinen Blog etwas interessant zu machen, würde ich euch bitten alle möglichen Klischees die euch über China einfallen, mir zu schreiben/schicken. Es folgt dann ein Blog wenn ich genügend zusammen hab :D Danke euch! :)

 

Heiligabend

1. Weihnachtsfeiertag

2. Weihnachtsfeiertag

Tianjin

Silvester

1 Kommentare

Sa

21

Dez

2013

Weihnachtsfeeling in Beijing?!

Weihnachten gibt es traditionell in China nicht, das heißt an Heiligabend/Weihnachten wird hier wie an jedem anderen Tag ganz normal zur Schule oder Arbeit gegangen. Dass ich dieses Jahr also nicht wirklich Weihnachten feier ist für mich erst mal komisch, denn irgendwie gehört es halt irgendwie dazu: Weihnachtsmarkt, Plätzchen & Lebkuchen, Kerzen… Einfach die Ganze Stimmung im Dezember oder eben der Zeit vor und an Weihnachten. Erst jetzt merke ich wie schön das jedes Jahr ist und weiß es jetzt erst richtig zu schätzen. Dennoch kann man es auch ohne überleben, zumal das im Januar/Februar stattfindende Frühlingsfest der Chinesen von der Bedeutung etwa so ist wie für die uns Weihnachten. Ich freu mich schon ganz besonders darauf, denn dieses mehrtägige Fest bestimmt sehr interessant wird.

Dennoch, ganz ohne Weihnachten muss ich hier nicht leben, denn mittlerweile gibt es auch hier einige Chinesen die dieses westliche Fest teilweise übernommen haben und es teilweise im kleinen Rahmen feiern, wozu meine Gastfamilie aber nicht wirklich gehört.

Als ich Ende November mal nach der Schule kurz in den aus Japan stammenden Supermarkt-Kette war und plötzlich aus Lautsprechern Weihnachtsmusik kam, war ich ehrlich gesagt erst mal total verwirrt. Zum ersten Weihnachtsmusik hier in China? und zweitens ist bald schon Weihnachten?, das kann doch gar nicht sein, ich bin doch vorkurzem erst hierher gekommen, da war noch Sommer, und jetzt schon bald Weihnachten?!

Die Zeit hier vergeht echt wie im Flug! Ich bin jetzt schon vier Monate hier, das kann ich gar nicht glauben, und das nächste Woche Dienstag Weihnachten ist noch viel weniger! Aber nun wieder zum Supermarkt. Dort habe ich das erste Mal realisiert das bald Weihnachten ist. Und in den nächsten Tagen und Wochen wurde unter anderem in diesem Supermarkt einiges an Weihnachtsdekoration zum ersten zum anschauen und dann aber auch einiges zu übertriebenen Preisen zu kaufen. Auch in Pizza Hut, Starbucks, … hängen Weihnachtsmänner und Lichterketten herum und es dröhnt Weihnachtsmusik aus Lautsprechern welche man in China dazu benutzt um Kunden anzulocken und diese somit außerhalb der Shops/Restaurants angebracht sind. Auch an Touristenattraktionen wie beispielsweise in der Wangfujing-Straße gibt es einiges an Weihnachtsdeko und außerdem einen riesigen (unechten :b) Weihnachtsbaum zu sehen, außerdem posieren in einem kleinen extra aufgestellten „Werbungshäuschen“ (ich weiß nicht wie man sowas nennen kann aber auf jeden Fall ist des en kleines Häuschen mit fast nur Fenster, am Rand von nem Platz, das später eben wieder abgebaut wird) ein Weihnachtsmann und zwei Schneefrauen zwischen Peugot-Autos.

Ich bin dann vor kurzem mehr oder weniger zufällig auf eine Internetseite gestoßen die groß ihren „International Christmas Market“ angepriesen hat, also haben wir uns drei Deutsche, Kim, Niklas und ich uns Mal nach der Schule getroffen um dann gemeinsam zu dem Ort zu fahren wo der Weihnachtsmarkt angeblich stattfinden sollte. Der Weihnachtsmarkt, ich weiß nicht wie man den am besten beschreiben kann, aber definitiv nicht mit dem Wort „Weihnachtsmarkt“ ;) Das ganze hat sich in einem Einkaufszentrum bzw. Departmentstore (wo man auch ausländische Marken findet), die es hier ja auch recht oft gibt, abgespielt und hat sich auf fünf sechs kleine Messestände beschränkt und in der Mitte eine Art Bühne. Als wir dann ankamen haben wir zuerst an einem italienischen Stand, der eigentlich die Hauptattraktion dort war, ein Stückchen Käse probiert: geniaaal *-* Vier Monate keinen Käse gegessen und dann so ein leckrer italienischer, das hat was! :) Der Preis aber natürlich auch :b Wir wollten dann grade weiter schauen als eine Dame mit Mirofon auf uns zu kam und gemeint hat wir sollen doch mitspielen, denn sie waren grade dabei ein Spiel zu starten. Also haben wir halt mal gleich mit gemacht :D wir haben dann mit drei anderen Chinesen so ein Spiel gespielt, das praktisch so war wie des Musik-Stuhl-Spiel das man auf Kindergeburtstagen immer Spiel, also dass wenn die Musik stoppt, dass man sich dann hinsetzten muss aber es gibt einen Stuhl zu wenig. Wir haben des dann eben halt nur mit Dingen gespielt die auf dem Boden gelegen sind und als die Frau dann Stop gerufen hat und der amerikanische DJ die Musik gestoppt hat, mussten wir diese schnell aufheben. Ich hab es dann schlussendlich zu einem dritten Platz geschafft uns hab als Geschenk ne Schildmütze bekommen ;D Wir waren natürlich total die Hauptattraktion bei dem Spiel, weil drei Ausländer auf einem Haufen in Schuluniform des sieht man nicht so oft :)

Da es dort aber sonst nicht mehr viel spannendes gab, haben wir uns relativ schnell auf den Weg gemacht zur Wangfujing für 10 ¥ (ca. 1,25€) einen echten typisch deutschen türkischen Döner zu Essen :D So echt war der dann aber doch nicht, denn zum ersten die Größe: das „Fladenbrot“ hatte vielleicht einen Durchmesser von 10 cm ungefähr. Dann hineingetan wurde eben das typische Fleisch, das eig ganz gut geschmeckt hat, und Salat und aber keine Soße :o. Aber en versuch war’s wert und schlecht hat’s ja trotzdem nicht geschmeckt, nur halt nicht wie in Deutschland ;)

Oh, und ich hab noch vergessen zu sagen und zwar hab ich in der Shopping Mall wo der Weihnachtsmarkt war kurz vor dem Ausgang später sogar noch einen Hollister entdeckt :) Hierzu kann ich nur sagen, dass in China bei den Jugendlichen fast genau die gleichen Marken „in“ sind wie bei uns in Deutschland auch. Also nicht dass ihr glaubt dass chinesische Jugendliche in traditionellen chinesischen Klamotten rumlaufen oder so. Klar ist es dann doch so dass es einen chinesischen „Style“ gibt den man vor allem bei Kindern und Erwachsenen sieht. So weit ich diesen Stil beschreiben kann sind die Klamotten teilweise eben einfach etwas kitschiger als der Standart in Deutschland, oder bei manchen Klamotten vor allem Pullover die Erwachsene tragen, die würde in diesem Alter in Deutschland eher wenige Leute tragen, sondern eher ältere, pensionierte Menschen, so dieses Alter rum. Klar, ist der Stil teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, so dass ich das nicht unbedingt tragen würde, dennoch gibt es auch genug Jugendliche/junge Erwachsene, die sich total im westlichen Stil kleiden. Manche Jugendlichen hier in China versuchen übrigens bestimmte Stars zu kopieren, da man aber in der Schule eigentlich weder gefärbte Haare, noch offene Haare, noch Schminke oder so haben darf, beschränkt sich das oft nur aufs Wochenende, wo die meisten Schüler jedoch auch noch Extra-Kurse haben und für sowas gleich keine Zeit haben. Dennoch ist es so, dass durch die Zeit, welche die Schule beansprucht, die Jugendlichen eigentlich kaum Zeit für andere Sachen haben oder mal Shoppen zu gehen oder ins Kino, sie von der Entwicklung her auch oft eher in westlichen Augen verspätet dran sind und so nicht soviel Wert auf Kleidung/Schminke legen wie gleichaltrige in Deutschland zum Beispiel. So sehe ich beim Shoppen (was ich definitiv nicht oft tue, eigentlich erst zweimal so richtig, einmal weil ich eine Winterjacke brauchte und einmal diese Woche nach der Schule ne Weile, als ich endlich mal Zeit hatte) nie welche in meinem Alter, sondern nur Studenten und aufwärts.

Um aber wieder zu Weihnachten zu kommen, ich habe dank einem Päckchen von Mama und Papa doch noch ganz viele deutsche Weihnachtsleckereien bekommen *-* Pralinen, Schokolade, Nikoläuse, Adventskalender, Lebkuchen,… Einfach nur der hammer; nochmal vielen vielen Dank! :3 (aber denkt nicht, dass ich alles alleine gegessen hab, hab alles verteilt bzw wir haben’s gemeinsam gegessen :D)

Um meiner Gastfamilie außerdem noch ein wenige deutsche Weihnachtstradition zu zeigen, habe ich vor kurzem mit meiner Gastschwester zusammen „Bredla“ gebacken :D Die Zutaten waren teilweise zwar etwas notdürftig zusammen gesucht, da man in China ja normalerweise so nicht backt. Dennoch in dem großen Supermarkt hab ich dann doch noch en Päckchen importierte Butter gefunden und statt Kakaopulver hat eine Schokoladensoßedingends von Nestle, das ich noch zufällig entdeckt habe und gesehen hab das hinten drauf was von Teig oder so ähnlich steht, ihre Dienste getan. Da ich blöderweise Plätzchenausstecher nicht mitgebracht hatte, haben wir mit Hilfe eines Schnapsglases einfach Plätzchen ausgestochen. Bezüglich Schnapsgläsern muss ich noch ein kleiner Kommentar hinzu. Und zwar bei einem Fest oder wenn sich Verwandte/Bekannte treffen lieben es vor allem die Männer in China Schnaps zu trinken, der hier im Vergleich zu Deutschland viel billiger ist (also nur solange es einer aus China ist natürlich), und das nicht gerade wenig (also ich spreche von der Menge was die trinken) ! ;) Früher oder später endet dies oft in einem Wettstreit zwischen Freunden, wer mehr trinken kann und man bittet sich gegenseitig um noch ein Glas (die hier meist recht größer sind als die typischen kleinen Schnapsgläschen in Deutschaland), das normalerweise gleich auf Ex runtergeschüttet wird. Außerdem ist es traditionell so und mittlerweile wohl fast gar Pflicht, dass man Gästen Schnaps anbietet und gemeinsam anstößt.

Zu den alkoholfreien Plätzchen dann aber wieder ;) Diese sind äußerst lecker geworden! Wir haben uns kreativ ausgelebt und mit Sesam auf den Plätzchen ist dann auch noch ein bisschen chinesisches Flair hineingeflossen und so hatten wir am Schluss viele seeeeehr leckere Weihnachtsplätzchen. Dass man normalerweise diese aber aufhebt und nach und nach erst isst, das hat meine Gastfamilie irgendwie nicht so ganz verstanden wohl und so haben die Plätzchen keine Nacht überlebt :b Aber mich hats gefreut, dass es ihnen geschmeckt hat :D Meine Gastschwester hat jetzt gesagt, dass sie ein paar Klassenkameraden welche zu Weihnachten schenken möchte und ich möchte auch welche verschenken und außerdem welche in die Schule mitnehmen, die freuen sich bestimmt. Also backen wir morgen gleich nochmal welche, und dieses Mal aber mehr :D Hierfür hab ich im Internet Ausstecher, Butter (500 g :b ist im Supermarkt so endlos teuer) und Kakaopulver bestellt, wobei eigentlich nur nebensächlich, denn mein Haupteinkauf war eine Kuchen-Kastenform, Backpulver und Kerzen, denn meiner Gastschwester, die am 25. also an Weihnachten Geburtstag hat, möchte ich einen Geburtstagskuchen backen :) Und da ich sämtliche Supermärkte durchsucht hatte und nicht gefunden hab (Chinesen kaufen Geburtstagstorten in einen von den tausend Läden, die recht teuer sind und von außen richtig toll verziert sind, also ich mein die Torten natürlich, nicht die Läden, und innen aber fast jede gleich ist, nämlich Biskuitboden, Sahne und en paar zuckergetränkte Früchte) bin ich drauf gekommen im Internet doch einfach mal zu schauen und natürlich, gibt’s alles :) Innerhalb von einem Tag wurde es geliefert und hatte nichtmal 10 € insgesamt gekostet! ;) Also war dieser Punkt mal abgehackt, denn irgendwie hab ich Mitte dieser Woche doch noch echt total angefangen in Weihnachtstress zu kommen, und dass, obwohl Weihnachten hier ja eigentlich gar nicht gefeiert wird :bb Das ist auch lustig :D

Aber ich hab jetzt noch en kleines Weihnachtsgeschenk für meine Gastschwester gekauft, sie hat mir ihrs schon vorträglich gegeben als es Anfang dieser Woche so total kalt war und sie meinte, dass ich die Ohrenwärmer (also so Ohrenschützer oder wie man das nennt :b die hier voll viele haben) ja schon jetzt gut gebrauchen kann, voll süß :D Es muss ich noch en paar Kleinigkeiten machen und sonst hab ich aber das meiste erledigt, und dann kommt morgen eben das Plätzchen backen und dann muss man des alles verpacken und noch kleine Kärtchen schreiben und so weiter. Und dann ist ja am Dienstag schon Weihnachten, oder eig Heiligabend. Und zwar geh ich da ganz normal zur Schule, in der Mittagspause gehen wir internationalen mit den Lehrern vielleicht Essen, ich hab dann eine Stunde Mittagsschule nur ausnahmsweise und dann dürfen wir internationalen gehen. Was ich dann aber eben an Heiligabend genau mach, da hab ich noch keinen konkreten Plan, des hängt auch noch alles von der chinesischen Spontanität ab, von der ich vielleicht schon mal erzählt habe. Am Anfang war’s echt anstrengend, aber jetzt, wenn man sich daran gewöhnt hat ist es eigentlich total gut, alles wird viel easyer und ich glaube man kriegt viel mehr auf die Reihe so, wobei das auch täuschen könnte ;D Am 25. dann haben wir internationalen einen Tag Ferien :D die ganzen anderen dürfen schön in die Schule kommen. Aber ich werd diesen Tag nutzen um den Kuchen für meine Gastschwester zu backen, ja also das ist eig mein Hauptplan :) Abends gehen wir dann vielleicht Essen, ich weiß nicht so genau, hängt ebenfalls dann doch wieder von der Spontanität ab ;)

 

Ich wünsche euch allen nun schöne Ferien (also die die welche haben) und wunderschöne Festtage mit vielen vielen lieben Grüßen aus Beijing! <3

 

Frohe Weihnachten! Merry Christmas! 圣诞快乐!

 

Laura

 

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Mi

04

Dez

2013

Medizin in China - Tradition & Moderne

Sehr überraschend, in China gibt es natürlich wie bei uns auch, zahlreiche ganz normale Krankenhäuser :b In einem dieser, gleich in der Nähe unserer Wohnung, war ich nun schon mehrmals zu Besuch; aber keine Angst alles halb so wild. Und zwar hatte ich eine Warze am Zeh, also überhaupt nichts tragisches. Also das Krankenhaus ist ursprünglich ein Soldatenkrankenhaus, was aber von dem her nur bedeutend ist, dass wenn Soldaten eben als Patienten kommen, sie schneller bzw. gleich dran kommen. Wir ganz normalen Patienten müssen uns zu aller erst in mehreren Schlangen einreihen vor mehreren Schalter die so zu sagen die Rezeption sind. Dort muss man dann sagen zu welchem Arzt man möchte oder besser gesagt eigentlich welche Art von Problem man hat also in welche Station man dann muss (z.B. Zahnarzt, Hautarzt, …). Bestimmt Ärzte oder so kann man hier nicht verlangen also kann sein dass man jedes Mal einen anderen bekommt. An dieser Rezeption bezahlen Chinesen dann 3¥ (ca. 0,36 €) und ich 5¥ (ca. 0,6 €) und bekommt dann ein Kärtchen mit ner Nummer drauf (dieses System findet man öfters in China z.B. Bank, Post,…). Also geht man zur Station und wartet bis seine Nummer und Name auf einem Bildschirm und außerdem die Behandlungszimmernummer erscheint und dies zudem auch noch eine Computerstimme durchsagt (als mein Name hat sich alles andere als „Laura“ angehört :DD).

 

Zum ersten Eindruck von diesem Krankenhaus kann ich nur sagen, dass ich sehr positiv überrascht war. Wie gesagt ist es so modern wie unsere Krankenhäuser auch, im Eingangsbereich waren große Palmen und was mir auch gleich aufgefallen ist, die Krankenschwestern haben alle so Käppchen auf ;) ich find des sieht sooo süß aus :D wie im Film iwie.

 

Also als ich dann dran war, was manchmal auch recht lange dauern kann, bin ich mit meiner Gastschwester, die mit mir mitgekommen ist, ins Behandlungszimmer. Da war dann ein Arzt der gefragt hat was das Problem ist, hat dann die Warze angeschaut, festgestellt, dass es eine ist und das ganze dann auf einen Zettel geschrieben. Mit diesem durften wir uns dann wieder unten an der Rezeption anstellen. Dort musste ich dann für das entfernen der Warze 5¥ (ca. 0,6 €) bezahlen, ich war total überrascht wie billig das ist! :) Noch mehr als wir uns mit einem neuen Warte-Kärtchen wieder auf die Station begeben haben und ich dann nach erneutem warten in ein andres Behandlungszimmer gerufen wurde. Dort hat dann eine Krankenschwester mit viel Ruhe und Geduld die Warze geeist. Also genau die gleiche Methode die in Deutschland soweit ich weiß auch verwendet wird. Also das geeiste Zeug hat die Krankenschwester total lange immer drauf gehalten, deswegen hat das soo weh getan, aber naja, wenn sie dann danach weg ist solls mir recht sein (: Sie hat dann noch gemeint dass der Schmerz dann so nach zwei oder drei Tagen weg sein müsste und dass man sieben Tage kein Wasser an die Stelle kommen lassen darf. Aaaahm toll :b Also mit dem Duschen hat sie gemeint soll ich dann ne Plastiktüte nehmen und um mein Fuß binden :bb Und 2 Wochen später nochmal kommen da man das nochmal zweimal wiederholt, auaaa ;)

 

Das war dann mein erster Besuch im chinesischen Krankenhaus, die anderen zweimal war ich auch schon und jetzt muss ich demnächst zum hoffentlich letzten Mal nochmal hin zur Kontrolle :)

 

Meine Gastschwester hab ich auch mal noch zum Zahnarzt begleitet, das war ein Raum, nicht besonders groß, mit sicher 20 Zahnarztstühlen nebeneinander, die aber sogar mit einer Wand getrennt sind. Aber die Pekinger (und ich mittlerweile auch ;D) sind es ja gewöhnt dass immer und überall Massen von Menschen sind, also ist das das kleinste Problem :))

 

 

Nun wissen aber wahrscheinlich einige von euch auch, dass es in China auch die traditionelle chinesische Medizin gibt. Und jetzt dürft ihr zweimal raten, ich hab sie auch schon kennen gelernt :) Mein Problem seit ich hier in China bin: Haarausfall.. Das passiert vielen Austauschschülern da sich ja vieles verändert, Essen, Klima,... Aber da ich das jetzt, trotz speziellem Shampoo und Vitamindingends, schon drei Monate hab und ich ja von natur aus eh nicht so extrem viele Haare hab, hat meine Gastmutter beschlossen mich einfach mal zum chinesischen Doktor mit zu nehmen :D Also war ich da dann mittlerweile, besser gesagt letzten Freitag, auch schon. Erste Überraschung, das war in einem ganz normalen Krankenhaus. Und zwar gibt es die wohl in ziemlich jedem. Das ist dann wie ne extra Station einfach. Wir sind dieses Mal in en anderes Krankenhaus weil irgendwelche Tanten (oder wie auch immer, die Familienverhältnisse sind etwas kompliziert immer, vor allem weil man zu Cousinen/Cousins auch Bruder/Schwester sagt, und so weiter ;D), den sehr gut finden den chinesischen Arzt dort. Es war dann eine Ärztin, eine ganz normale Frau wie jede andere, und der musste man dann sagen was mein Problem ist und dann hat sie zuerst an meiner rechten Hand gefühlt, also den Herzschlag glaub, also zumindest die Stelle, und dann an meiner linken Hand. Zum Schluss musste ich ihr dann noch die Zunge rausstrecken :b. Und das war’s dann. Dann wusste sie mein Problem und hat uns en Zettel mit gegeben wo drauf steht was für ne Medizin ich benötige. Dann gings runter zum bezahlen und diesmal wars aber nicht so billig wie mit der Warze: 185¥ (ca. 23 €). Dann mussten wir an so en Schalter wo wir den Zettel abgegeben haben, denen zuschauen konnten wie sie massenweise kleine Plastikpäckchen in einen Korb werfen (auf dem Zettel steht genau von was wie viel), und diesen Korb mit einem Sack in die Hände gedrückt bekommen haben. Mit diesem haben wir uns dann hingesetzt und nacheinander alle Päckchen aufgemacht und den Inhalt in diesen Sack geschüttet. Der Inhalt von diesen Päckchen kann ich nicht so genau sagen was das ist, aber alles Kräuter, Pflanzen oder eben irgendwas aus der Natur (also da gabs auch so Sachen wie Scheiben von nem Mini-Baumstamm unso :D). Anschließend musste man den Sack gut zu machen und den dann wieder abgeben, denn die machen dann da daraus Medizin, also einen Saft, den man dann am nächsten Tag abholen kann. Es gibt alternativ zu dem Saft zu riesengroße Kugeln und die man dann kauen muss und dann schlucken, keine Ahnung aber zum ersten trink ich lieber Sachen, und zweitens meinen die ganzen älteren Leute dass das „moderne“-Zeug (also die Kugeln) nich so gut ist wie der ursprüngliche Saft.

 

Ich hab dann letztendlich Saft für 7 Tage bekommen, Morgens und Abends je eine Tüte schwarzen Saft. Sieht aus wie Kaffee :D also so von der Menge her auch übrigens. Aaaaber es ist so dermaßen bitter! Also naja, es geht, mir macht das nicht soo viel aus aber trotzdem ists alles andere als lecker :b Interessant ists aber alle Mal und ich weiß nicht ob das schon von der Medizin sein kann (weil mir wurde gesagt dass die sehr langsam wirkt und man normal mehrere Male dort hin geht und Medizin holt, was dann aber auch recht teuer werden kann..) oder ob das Shampoo erst jetzt anfängt zu wirken oder das Centrum-Vitaminzeug, aber auf alle Fälle fallen mir jetzt kaum mehr ganz lange Haare aus, sondern nur noch kurze oder eben welche die nicht ganz so lang sind wie eigentlich meine Haare sind, das heißt sie brechen ab. Das ist aber auch nicht viel besser, vor allem weil jetzt eben abgebrochene Haare auf meim Kopf sind also die so am Scheitel so n bisschen hoch stehen weil sie vllt noch so 10-15cm lang sind (aber man siehts nur wenn man ganz genau kugt und drauf achtet, als nichts falsches denken ;D).. Ich hab gestern mal die anderen Frauen in der U-Bahn beobachtet, also der ihre Haare, und siehe da, total viele (eigentlich sogar fast alle) haben au des Problem, also haben au abgebrochene Haare.. Und zwar liegt des ziemlich sicher an der Luft bzw dem Klima. Denn Beijing ist total trocken! Eigentlich dachte ich, dass das total gut ist weil so ist man dem Herbstregen, den es in Deutschland ja öfter mal gibt, komplett entkommen :) Im Dezember hat es hier durchschnittlich 2 Regentage (oder eher wahrscheinlich Schnee dann in dem Fall, da Beijing fast so kalt ist wie bei euch zuhause). Das Wetter sonst hier, ist im Moment noch recht angenehm mit ungefähr 12 Grad tagsüber. Nachts kann es aber schon mal auch unter Null werden, was aber ja kein Problem ist, weil seit Mitte November die Heizung auch an ist. Diese wird hier von der Regierung geleitet, diese entscheidet, wann die Heizung an und wann wieder ausgemacht wird. Aber es gibt eben irgendwie nur an und aus, also da fehlt die Regelungdingends die es bei uns in Deutschland gibt. Also ist es ziemlich warm in unsrer Wohnung so dass ich hier nur in T-Shirt/Top und Hotpants rumlauf :D Wo ich natürlich immer wieder von meiner Gastmutter gefragt werd ob mir denn nicht kalt ist, weil meine Gastfamilie die alle Lange Sachen tragen :b Das ist eh so, ich werd so gut wie jeden Tag mehrmals von unterschiedlichen Leuten gefragt ( gestern sogar von einem wildfremden Mann im Aufzug :D) ob mir denn nicht kalt sei :D Die Chinesen tragen jetzt schon alle Zwei oder drei Hosen und Daunenjacke, was ziehen die dann im Winter an?! :D und vor allem ist es ja gar nicht soo kalt ;) und ich gehört in Deutschland ja eindeutig eher zu den Menschen die ziemlich schnell frieren :b Das find ich eigentlich echt total lustig :DD

 

Oh, jetzt hätte ich es fast vergessen, auf dem Chinesisch-Fest letzte Woche, haben wir uns mit dem Theaterstück/Sketch den 1.Platz geholt :D Total cool *-* Jetzt ist nächsten Dienstag irgend ne Veranstaltung deswegen in unsrer Schule wo eben glaub die vom Chinesisch-Fest die anderen Preisträger (von anderen Kategorien) auch alle noch kommen und dann müssen wir des nochmal vorführen und dann irgendwie en anderes Programm machen und ich muss mit en paar andren irgendwie Jiaozi (diese kleinen chinesischen Teigtaschen :3)machen, aber ich habs noch nicht ganz gecheckt wie des so abläuft, wird ich ja dann schon zeigen nächste Woche, bezüglich Spontanität bin ich es ja mittlerweile gewohnt, denn das ist eindeutig das Lebensmotto der Chinesen :DD

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Do

14

Nov

2013

It's time for Frisöööör :D

ja, ich habe mich getraut :D Nachdem uns auf der PAO gesgat wurde, dass wir aufpassen sollten mit dem Frisör, da unsere Haare im Gegensatz zu chinesischen dünner und nicht so stark sind, habe ich mir dann doch gedacht: Was kann man beim SPitzen schneiden schon groß falsch machen, und wenn, dann wachsen die Haare ja irgendwann wieder :)

Also bin ich an einem Abend mal mit meiner Gastschwester zu einem Frsör gleich in der Straße neben unsrem Haus (da gibts reichlich Auswahl). Dort wurde mir dann erst die Haare gewaschen, mit Shampoo, Spülung und nochmal was keine AHnung :) Und danach hat der mich gefragt ob ich irgend einen Wunsch hab wer mir die Haare schneiden soll, aber da ich da ja sowieso noch nie war, hab ich gesagt, dass es egal ist. Einer der Frisöre (in China sind das fast ausschließlich Männer) hat mir dann die SPitzen geshcnitten nachdem ich ihm erzählt habe was ich will. Dann hat er meine Haare geföhnt und als die Haare dann trocken waren nochmal nachgeschnitten, und dann schön hingedöddelt und hat noch irgend so en wohlduftender Spray draufgesprüht. Und dann kam der Schock! Aber en positiver ;) Das ganze hat gerade mal 20 yuan gekostet! Das sind umgerechnet gerade mal 2,50€! :) Da kann ich noch en paar mal zum Frisör gehen bei dem Preis :) Vorallem sehen die ganzen Frisörgeschäfte auch immer voll schick aus und so, keine AHnung wie die überleben..

Der Frisörladen von außen :)
Der Frisörladen von außen :)
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So

10

Nov

2013

Das chinesische Essen *-*

So, ich hab mich nun schon länger nicht mehr gemeldet, was daran lag, dass ich ziemlich beschäftigt war. Denn zum ersten hatte ich diese Woche qizhongkaoshi (其中考试), was soviel wie „Zwischenprüfung“ heißt. In China ist es nämlich so, dass alle Klassenarbeiten/Prüfungen an von der Schule festgelegten Tagen geschrieben werden. (Wobei so weit ich es mitbekommen habe das fast in ganz China war diese Woche.) Das heißt dann wiederum für die Schüler, dass sie zum Beispiel drei Tage hintereinander eben Prüfungstage haben wo dann alle Fächer geschrieben werden. So kann es gut sein, dass an einem Tag auch mal vier oder fünf Fächer geprüft werden wobei jede Prüfung meist für 100 Minuten ausgelegt ist. Dieses Mal wurden wir internationalen nicht extra behandelt und mussten auch alle Prüfungen schreiben, so eben auch ich. Allerdings muss ich sagen, dass ich es echt harmlos hatte im Gegensatz zu den andren. Ich hatte 4 Klassenarbeiten: Chinesisch gesprochenen Sprache, Chinesisch Lesen, Chinesisch allgemein und noch Englisch. Die Chinesisch-Klassenarbeiten wurden aber alle nur für gemacht also waren sie eben auf meinem Niveau. Ich hab mich gut vorbereitet und bin ganz stolz auf meine Noten (diese sind nicht wie in Deutschland 1, 2, 3,... sondern xx Punkte von 100): 95, 96 und 93 in den Chinesisch-Klassenarbeiten und 86 in Englisch, was daran liegt, dass ich die Sätze die man von Chinesisch in Englisch übersetzten musste leider nicht verstanden hab ;) Jap, und das ich aber seit dem letzten Blogeintrag nicht faul beim Schreiben gewesen bin liegt daran, dass ich einen Bericht meiner Zeit die ich nun hier bin schreiben musste für meine Organisation. Da dieser aber "nur" 2 1/2 Seiten lang ist, aber über meine ganze bisherige Zeit berichtet, ist er wohl ziemlich uninteressant für euch, da ihr ja um einiges mehr mitbekommt als ich in dem Bericht hätte schreiben können.

 

Nun komme ich aber zum eigentlichen Thema, das ihr aus der Überschrift schon heraus gelesen habt: Essen. Ich persönlich finde, dass das ein ziemlich interessantes Thema ist, da das Essen hier komplett anders ist als das Deutsche. Und ach ja, das was man bei uns in Deutschland unter "chinesischem Essen" bekommt, hat meistens (es gibt Ausnahmen, aber seeehr wenige) nichts damit zu tun, was man wirklich in China isst ;)

Frühstück

Ich beginne mal mit dem Frühstück. Dieses ist traditionell, genauso wie Mittag- und Abendessen, warm zubereitet. Wobei ich hingegen meistens westliches Frühstück bekomme, das heißt Toast, Marmelade und Milch. Auch wenn mittlerweile einige Chinesen sich dieses westliche Frühstück angewöhnt haben, isst die Mehrzahl doch noch deutlich ein chinesisches. Dss westliche Frühstück gibt es zum einen im Supermarkt zu kaufen aber es gibt auch wie eine Art Bäckereien die ale möglichen Sorten an "Brot" und Gebäckstücken süß und salzig verkaufen. Das was man hier meist als Brot bekommt ist aber nicht das was man bei uns als Brot kennt, sondern ein meist süßes, etwas weicher/luftiger als Zopfbrot artiges Brot, also unheimlich gesund :b

Was bezüglich dem Frühstück auch noch ganz anders ist wie bei uns, ist, dass die allermeisten Chinesen gar nicht zuhause frühstücken sondern das auf dem Weg zur Arbeit oder Schule tun, da dies zum ersten Zeit einspart und zweitens auch viel bequemer ist. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, nehmen die dann ihr Vesper von zuhause mit? Nein. Das wird alles draußen auf der Straße gekauft. Zum ersten gibts die "Beijing Breakfast"-Stände. Das sind Stände an denen morgens Frühstück verkauft wird. Diese sind fast überall die Selben, da die Regierung diese wohl letztes Jahr eingeführt hat. Diese können die Frühstückverkäufer mieten und an einen Ort ihrer Wahl stellen. Da diese aber auch kontrolliert werden/wurden kann man sich an diesen Ständen also sicher sein, dass es hygienisch alles gut ist. Diese Stände gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Teilweise wenige, oder wenn überhaupt, hundert Meter voneinander entfernt, was die Kundenzahl trotzdem noch in unglaublicher Höhe sein lässt, da sie alle auch nicht das gleiche verkaufen. Zudem ist das Frühstück dort auch nicht teuer. Ein Teigfladen beispielsweise mit Ei, Schinken/Fleisch ähnlicher Scheibe und Soße, kostet etwa 50ct. Was dort andere Sachen kostet und was es genau sonst gibt kann ich leider wenig berichten, da ich wie gesagt eben zuhause frühstücke. Ganz manchmal hab ich aber dann doch schon das gegessen (zum Beispiel in der Schule, wenn einer meiner Mitschüler die Hausaufgaben vergessen hatte). Sonst gibt’s dort beispielsweise Jiaozi (gefüllte Teigtaschen), Teigfladen mit Sachen drin oder eine Art Getränk aus schwarzen Enteneier und Fleisch (gemixt?!). Also das ist eben das was ich schon probiert habe, und ich muss sagen, ausgesprochen lecker, könnte man sich dran gewöhnen :) Ach ja, ganz manchmal bekomme ich auch chinesisches Frühstück zuhause, was in dem Fall dann entweder Nudelsuppe oder Reissuppe wäre.

Möglichkeit Nummer zwei um Frühstück außerhalb zu kaufen ist McDonalds, KFC und Co . Dort wird eben wie in Deutschland auch Frühstück angeboten, allerdings sieht dieses auch eher chinesisch aus, hab es aber noch nicht probiert, muss ich aber auf jeden Fall mal :)

Die dritte Möglichkeit besteht darin, in der Schule bzw. der Firma zu frühstücken, was für Angestellte und Lehrer meistens kostenlos ist. Dennoch findet sich in meiner Schule (ich sehe es bei manchen Klassenkameraden), oft das gleiche: Baozi (gefüllte Teigtaschen, Mantou (geschmacksneutrale Teigbälle) und salziges Gemüse. Und nicht zu vergessen, ein Ei. Eier gehören fast zu jedem chinesischem Frühstück dazu.

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, aber diese 3 sind die alltäglichsten.

 

Mittagessen

Zum Mittag esse ich wie alle anderen Schüler auch, in der Schule. Denn den Schülern ist es auch nicht erlaubt das Schulgelände zu verlassen, das übrigens von Zäunen umgeben ist und an den Eingängen sind eben Wachleute. Auch hier gibt es wieder einige Möglichkeiten um zu Mittag zu essen. Die einfachste ist die Mensa. Hier bezahlt man monatlich (25-30 € umgerechnet) und bekommt dann eben jeden Mittag Essen. Wir internationalen Schüler essen in der Mensa, da diese aber sehr klein ist und nie im Leben für alle Schüler reichen würde, essen hier nur die Lehrer. Und die chinesischen Schüler, die bekommen das Essen ins Klassenzimmer. Da meine Schule keine richtige Mensa hat, also keine Küche wo das Essen vor Ort zubereitet wird, wird das Essen von außerhalb angeliefert und ist auch durch den Transport beeinflusst nicht ganz so der Hit. Meine Gastschwester, die bis letztes Jahr auch an der Schule war, hat erzählt, dass bei ihr in der Klasse gerade 7 Stück dieses „Mensa“-Essen bestellt haben, also monatlich gezahlt haben und es dann eben gegessen. Ich find das Essen ganz ok, es gibt besseres. Aber ich kann auch verstehen wenn man dieses Essen dann mal mehrere Jahre gegessen hat, es nicht mehr sehen kann. Das führt dann eben dazu, dass man andere Sachen zum Mittag isst. Da man ja nicht aus dem Schulgelände raus kann, muss man das eben anders organisieren. Manch Schüler, aber sehr wenige, bringen ihr Essen mit. Entweder was Gekochtes von zuhause oder eben auf dem Schulweg gekauft. Die meisten aber nutzen die unzähligen Liefer-Service die hier jedes Fast-Food-Restaurant hat bis hin zu ganz normalen Restaurants und Supermärkten. Bestellt wird meist in Gruppen, denn so müssen nur eine oder vielleicht zwei Personen am Zaun nach Schulschluss warten. Außerhalb des Zauns warten dann wiederum die ganzen Lieferservice, von McDonalds über Pizza Hut, KFC, und noch gaaaanz viele andere die ihr gar nicht kennt, denn die Auswahl ist eben rieeeesig. Auch einige von uns internationalen Essen täglich von außerhalb, aber auch die anderen und ich wo normalerweise in der Mensa essen, bestellen manchmal was von draußen, was logischerweise per Telefon gemacht wird.

Abendessen

Im Gegensatz zu Deutschland essen wir hier abends warm. Also praktisch wie ein Mittagessen zum Beispiel am Wochenende. In Deutschland ist das auch bei einigen Familien so glaub ich mal, aber ich bins nicht gewohnt. Ich hab hier einfach auch mal ein paar Abendessen fotografiert. Es gibt sooo viele verschiedene Sachen, dass das jetzt eben nur mal eine kleine Auswahl ist.

Allgemein zum chinesischen Essen und zur Zubereitung der Speisen kann ich auch noch was erzählen. Also gekocht wird hier meist mit dem Wok, das dürfte den meisten bekannt sein wie dieser „Topf“ aussieht. Also eher eine Mischung aus Topf und Pfanne. Und so wird oft einfach viele Sachen in den Wok gegeben gekocht (hierzu wird nur eine große Schöpfkelle verwendet). Danach wir das fertige Gericht dann auf/in einen Teller gegeben, der Wok gespült und danach für das nächste Gericht verwendet. Hierzu müsst ihr noch wissen, dass eine Mahlzeit hier immer aus mehreren Sachen besteht, also aus mehreren kleinen Gerichten. Außerdem machen sich die Chinesen keinen Stress damit, alles auf einen Zeitpunkt genau fertig zu bekommen, so werden im Restaurant erst nach und nach die Gerichte an den Tisch gebracht, was für mich am Anfang total ungewohnt war. Außerdem kochen die Chinesen mit sehr viel Fett. Ehrlich gesagt wäre mir, dass wahrscheinlich gar nicht wirklich aufgefallen wenn ich nicht öfters mal gefragt worden wäre, ob mir das chinesische Essen zu fettig wäre. Mittlerweile weiß ich aber schon was sie meinen. Wirklich üüüüberall ist Öl oder Fett von vorher kurz angebratenen Fettstücken von einem Fleisch. Auch wird oft Fleisch mit nicht zu wenig Fett daran serviert. Da mir das aber nicht sooo viel ausmacht und man ja nicht immer zwingend das ganze Fett am Fleisch mit essen muss, hab ich eigentlich keine großen Probleme damit. Ach, da fällt mir grade noch etwas ein. Ich habe noch gar nie erwähnt, dass man hier nicht mit Messer und Gabel isst sondern mit Stäbchen. Aber ich denke dass wisst ihr eh schon, und wenn nicht, dann spätestens jetzt. Die Stäbchen werden auch zum Teig machen und verrühren und so benutzt (auch wenn ich am Anafang nicht geglaubt hab dass mit diese beiden dünnen Stäbchen wirklich funktioniert beispielweise einen Teig zu machen ;D). Da ich mir mit meiner Gastschwester das Spülen teile, ich also dreimal in der Woche spüle, habe ich schon gemerkt, dass Chinesen viel weniger Küchenutensilien verwenden als wir in Deutschland. Ich hab keine Ahnung warum das so ist, ein lustiges Phänomen :) Ooooh, und heute habe ich übrigens angefangen Kochen zu lernen, also heute hab ich das erste Mal was alleine ein chinesisches Gericht gekocht. Also oder besser gesagt es ist eine Art Fladenbrot oder ich weiß nicht wie ich das genau beschreiben soll, auf jeden Fall schmeckt das sooo lecker und wird als Ersatz für Reis oder Nudeln verwendet. Meine Gastmutter meinte wenn ich das jetzt och vier fünf mal mache geht des ganz von alleine. Aber ich freu mich schon drauf das nächste zu lernen *-*

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Di

15

Okt

2013

Houhai & Hutongs

Nachdem wir nun zwei Tage Unterricht wieder hatten und alle bis auf einen wieder aus dem Urlaub zurück waren, war es heute erneut Zeit für einen Klassenausflug. Der Grund dazu war aber eher, dass die chinesischen Schüler heute alle zu einem Sportfest gegangen sind (zwei uns internationalen Schülern irgendwie auch, ich weiß aber nicht wieso). Wir internationalen Schüler sind aber wie immer „Extra-Wurst“ und müssen da nicht mitmachen. Ich hab mir von meiner Gastschwester erklären lassen was man da bei diesem Sportfest macht. Und zwar treffen sich mehrere Schulen in einer Schule die ein riesiges Sportgelände hat und dann wird klassenweise marschiert. Ich hab das teilweise auch schon während unserem Sportunterricht beobachtet, dass die das geübt haben (damals wusste ich allerdings noch nicht für was das ist). Und zwar marschieren die eben und vor der Lehrertribüne machen die eben so Figuren und sowas. Manche Klassen haben auch Schilder dabei, andere haben extra T-Shirts bedruckt und so weiter. Das ist bestimmt interessant dort zu zuschauen, denn jede Klasse hat sich damit voll viel Mühe gegeben. Nachdem dann alle Klassen marschiert sind (insgesamt 2 Minuten haben sie Zeit für ihr Programm) beginnt dann das eigentlich Sport machen. Meine Gastschwester hat mir erzählt, dass hauptsächlich Kugelstoßen und Sprinten gemacht wird. Nun aber zu unserem kleinen Ausflug. Und zwar hat es uns dieses Mal mit der U-Bahn an die Drei Hinteren Seen geführt, welche noch recht in der Stadtmitte liegen (Beijingerverhältnissen nach ;)) Und zwar gibt es dort viele wunderschöne Gassen in den traditionellen Hutongs Beijings. Hutongs sind traditionelle Gassenviertel deren Hausform das Hofhaus ist, das heißt, dass die Fenster hauptsächlich in Richtung des hauseigenen Hofes zeigen und man somit in Wohnhäuser von außen nicht hinein sehen kann, denn der Hof ist durch die „Hasutür“ ebenfalls verschlossen. Heutzutage, gerade in diesen Hutongs in denen wir und zahlreiche andere Touristen umher gelaufen sind, wurden mit zahlreichen Souvenirgeschäften, kleinen Restaurants und Imbissbuden erweitert. Auch sind sie mit sie mit Pavillons und ähnlichen dingen dekoriert, was in den nur für Wohnzwecke genutzten und von Touristen weniger besuchten Hutongs nicht der Fall ist. Unser Weg hat uns schließlich noch am Glocken- und Trommelturm (früher erfuhren die Bewohner Beijings dadurch wann es Tag und wann es Abend ist) vorbei, nach Houhai geführt. Houhai, das ist der Hintere der drei Seen und gleichzeitig auch der größte. Wenn man jedoch sagt, „ich gehe nach Houhai“ meint man damit eher die zahlreichen Restaurants und Kneipen (ebenfalls im Hutong-Stil), die sich am Ufer des Sees entlang ziehen. Das ist in den Abendstunden wohl ein sehr beliebtes Ziel für junge Leute und Ausländer (es wird auch total oft mit dem guten deutschen Bier geworben ;D). Wobei ich sagen muss, dass bei Tag sicherlich genauso viele Ausländer sind wie bei Nacht. Ich habe in der ganzen Zeit in Beijing insgesamt nicht so viele Nicht-Asiaten gesehen wie in ein paar wenigen Stunden hier :b Heute ist sogar eine deutsche Familie vor uns gelaufen und meine Klassenkameraden haben dann gesagt ich soll mit denen reden, dass sie auch hören wie sich deutsch anhört. Kein Problem, ich hab dann mit denen kurz geredet, wobei das am Anfang gar nicht so leicht war :)) Und zwar hab ich wohl so schreckliches Deutsch geredet, mit Mix aus Englisch und Chinesisch vielleicht noch, dass sie mich auf Englisch gefragt haben wo ich her komm :b Da sieht man mal, ich hab seit fast zwei Wochen kein Wort Deutsch mehr geredet und sonst halt hin und wieder Mal geskypt und schon klappts auf Anhieb nicht mehr ganz so, hätte ich nicht gedacht :D. Naja, die andren fanden das auch ganz witzig wo ich des denen erzählt hab, und die Familie, die haben sich vielleicht gewundert und sich gefragt ob ich nun tatsächlich aus Deutschland komme :). Wir waren dann schon um zwölf fertig und dann bin ich noch mit vier anderen zum Mittagessen gegangen in ein „Restaurant“, also eher so Mensa oder Kantinen mäßig also wo man sich selbst bedient. Von der Kette gibt’s einige in Beijing und die verkaufen recht kostengünstiges traditionelles Beijinger Essen. Manche Sachen waren ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wie zum Beispiel die Soja-Milchsuppe die wie 臭豆腐/stinkender Tofu (ja, das hab ich auch schon probiert, aber naja, so begeistert war ich jetzt nicht davon) geschmeckt gerochen hat. Aber der Rest war lecker :) Zu Houhai muss ich noch dazu sagen, dass ich dort schon mal war nach der Schule und zwar mit einem chineischen Schüler, aber der ist auch so extra (also praktisch wie wir) weil der nächstes Jahr dann wenn er die Schule eben fertig hat, in die USA geht zum studieren. Darum hat der auch nicht so lange Schule. Und mit dem bin ich dann auch dorthin und wir haben des eben auch besichtigt und sind wie viele andere Touristen auf dem Houhai-See Tretboot gefahren aber damals hatte ich meine Kamera nicht dabei.

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So

06

Okt

2013

Nationalfeiertag-Ferien

Nachdem meine Ferien ja mit dem Nationalfeiertag am Dienstag begonnen haben gibt es viel zu erzählen. Als erstes Mal zum Nationalfeiertag selber, der zur Gründung der sozialistischen Volksrepublik China am 1.Oktober im Jahre 1949 durch den Führer Mao Tsedong gegründet wurde, gefeiert wird. Und zwar habe ich jetzt nicht wirklich etwas Besonderes mitbekommen außer, dass eben keiner aus meiner Familie arbeiten musste. Wir sind zum Mittagessen zu den Großeltern gefahren, wo auch Tante, Onkel und Cousine hingekommen sind. Danach sind wir dann auf eine Farm gefahren, auf die die Familie meiner kleinen Cousine wohl öfters geht. Das war eben ein relativ großes Gelände wo ganz viel verschiedenes Obst und Gemüse angebaut wird. Außerdem stehen da haufenweise Blumentöpfe unterschiedlicher Größe und Farbe rum, die man kostenlos mitnehmen kann. Ich hab es irgendwie nicht ganz so verstanden warum da so viele von denen rumstehen :b

Außerdem gibt es dort dann noch wie en riesiges Gewächshaus wo Bäume drin stehen und sonstige Pflanzen und eben dann auch en paar Tische und Stühle. Die Erwachsenen haben dort dann eben fleißig Tee getrunken solange wir mit der Tante zum Süßkartoffeln pflücken gegangen sind. Das war bis auf dass ich mit meinen Klamotten eben nicht ganz auf solche Arbeiten eingerichtet war, echt lustig (: Danach haben wir sonst noch Salat und sowas geerntet. Ach, und so en paar Männer haben grade Erdbeerpflanzen gesetzt und die haben gesagt, dass wir im Januar kommen können um die zu ernten, wobei ich nicht ganz kapier wie die im Winter wachsen könne weil die sind draußen unter freiem Himmel :b Mal sehen.

Danach sind wir dann, also nur meine Familie, noch zum Großvater und der anderen Cousine. Dort sind wir dann aber nicht all zu lange verweilt weil wir danach nämlich noch zu der Tante meines Gastvaters (also ich glaub mal, des ist immer so kompliziert) gegangen sind und dort haben wir dann gegessen. Aber das ist immer so, dass wenn man zu jemandem kommt, dass man schon vor dem eigentlichen Essen so viel zu essen bekommt, dass man schon gar nicht mehr hungrig ist wenn es dann erst richtig los geht. Spät am Abend waren wir dann zu Hause, und dass viele Leute am Nationalfeiertag gerne auf den Tian’anmen-Platz gehen, hat man auf dem Foto in der Abendzeitung gesehen: Massen an Menschen die den ganzen Platz belagern. Da war mein Tag doch deutlich entspannter. Und ich mags eigentlich, dass wir immer so viele Verwandte besuchen und die sind eh immer alle so voll begeistert von mir :’)

 

Für Donnerstag hatte ich dann mit meiner Gastschwester geplant ins Schwimmbad zu gehen, und zwar in ein richtig großes. Das Schwimmbad, dass sich Nangong Hot Spring Water World nennt, behauptet von sich selbst Asiens größtes zu sein. Der Preis ist dementsprechend auch realtiv teuer also so 18 € ungefähr. Des ist auch alles sehr schick gemacht wo wir reingekommen sind, und man hat desinfizierte Badeschlappen bekommen. Die Umkleiden auch, also obwohl es eigentlich keine Umkleiden gibt weil es einfach ein großer Raum ist mit Gängen wo Schließfächer sind, aber das kennt man ich China wohl nicht anders. Das Schwimmbad selber ist dann aber vergleichbar mit dem Wonnemar in Ulm vielleicht. Es gibt en Wellenbad, Rutschen, en Strudel, so kleine Becken mit heißem Wasser und so Zeug für Kinder halt noch. Aber das Wasser war ziemlich kalt, außer in dem heißen Becken natürlich :b, und die Rutschen waren nur ne kurze Zeit offen, aber die Zeit haben wir genutzt und die 4 Stück auspropiert ;) Dort stand dann jeweils eine Frau die einem genau gesagt hat wie man sich hinlegen muss und seine Hände hin tun muss beim Rutschen. Die Ordnung die hier vielleicht ein bisschen übertrieben wird, die vermisst man vielleicht im Straßenverkehr ein bisschen, wo es teilweise drunter und drüber geht. Aber daran gewöhnt man sich :) Nachdem wir alles ausprobiert hatten und auch die Show während des Wellenbades erlebt hatten, bei der ein paar hübsche junge Frauen getanzt haben, der Moderator eine Gesangseinlage gegeben hat und ein Mann ein paar Kunststücke mit Basketballbällen vorgemacht hat, ging es dann nach zwei Stunden wieder in die Umkleiden, denn wir wurden auch wieder abgeholt. In den Duschen, stand Duschgel, Shampoo und Spülung bereit und nach dem Duschen bekam man ein Handtuch gereicht und Plastiktüten für die nassen Badkleidung. Also da sieht man wieder, dass es echt ein Luxusbad ist und dass der Schwimmbadstandart (also das eigentliche Schwimmbad, die Becken und so) aber in Deutschland und China total unterschiedlich ist. Aber wir hatten trotzdem großen Spaß :) Abgeholt wurden wir dann von einem Onkel der gleich in der Nähe wohnt und die sind nämlich an dem Abend zu uns gekommen also zwei von den Brüdern von meinem Gastvater und eben dann auch meine Cousinen und die Mütter. Also gab es ein riesiges Essen mal wieder und joa, eigentlich gitbs hier den ganzen Tag und immer was zu essen, das ist schlimm. Und das chinesische Essen ist ja auch immer so, dass es viele Sachen gibt, es also immer wie ein „Buffet“ sozusagen ist. Und ich denke, dass einige von euch es kennen, dass man nach einem Buffet viel mehr gegessen hat als wenn man sonst halt isst, wo es nur ein Gericht oder zwei gibt. Und hier ist es immer wie ein Buffet. Das ist eigentlich voll der Vorteil weil man kann ganz viele Sachen probieren oder wenn man dann was nicht mag (was bei mir aber fast nie vorkommt) muss man nicht so viel davon essen. Aber es ist auch ein Nachteil, denn wenn man dann von allem probieren will und so dann isst man eben automatisch viel mehr…

 

Von Freitag bis gestern haben wir dann noch einen großen Ausflug gemacht. Und zwar sind wir etwa 2 Stunden aus der Stadt raus gefahren, in ein traditionelles Dorf. Doch bevor man in das Dorf hineinfahren konnte musste man sich in einer Autoschlange anstellen um Eintrittskarten zu kaufen. Dann ging es auf kleinen Sträßchen zu dem Dorf hin und durch wo man dann sein Auto geparkt hat. In diesem Dorf, ein traditionelles Beijinger Dorf, hat es nur so von Touristen gewimmelt. Im Vorbeigehen habe ich sogar welche Deutsch sprechen hören, eine Seltenheit. Das Dorf hatte einen total schönes Flair und alles war schön hergerichtet (also früher hat es so wahrscheinlich nicht ganz so ausgesehen, aber das ist ja egal :D). Also ich hab auch viele schöne Fotos gemacht! :) Eigentlich wollten wir in diesem Dorf auch schlafen, aber die Leute haben gemeint, dass es eher schlecht aussieht, weil ziemlich viele Leute da sind.

Wir sind dann noch weiter gefahren, in ein Dorf, dass in der Nähe von Ling Shan ist, einem Berg den wir dann am nächsten Tag besichtigt haben. Dort haben wir dann gleich ein Zimmer gefunden, dass zwar sehr einfach war, also nur 4 Betten nebeneinander (das hat dann glaub um die 10 € gekostet), aber des reicht ja für eine Nacht (: Das Ehepaar denen das Haus gehört haben dann ein Abendessen gekocht, das wie immer total lecker geschmeckt hat und manche von denen Speisen kann man eben nur dort Essen, da die Pilze und so nur da wachsen zum Beispiel. Dazu gab es dann auch Tee, den man nur dort trinken kann. Zum Tee im allgemeinen kann ich sagen, dass ich den hier immer seeehr gerne trinke sogar :D Bevor wir am Abend dann geschlafen haben sie mir dann aber noch Poker beigebracht, so schlecht hab ich mich meiner Meinung nach dann gar nicht geschlagen und es war echt lustig ;)

Morgens gab es dann ein chinesisches Frühstück, natürlich auch warm und danach sind wir dann zum Ling Shan gefahren. Auf dem Weg dorthin konnten wir schon die eindrucksvollen Felsen und Täler bewundern, die in Kombination mit den teilweise schon gelb oder rötlich verfärbten Wäldern noch einmal schöner wirken. Allgemein kann ich sagen, dass die Landschaft in Beijing, also auf dem Land ganz anders ist wie zuhause in Deutschland, aber unheimlich schön auch zu fotografieren ist! (:

 

Der Ling Shan (灵山) ist ein Berg mit einer Höhe von 2300 Metern. Er ist wohl deswegen besonders weil auf seine Spitze keine Bäume wachsen, hat mir meine Gastschwester erklärt. Außerdem liegt er auf der Grenze zwischen der Provinz Beijing und der Provinz Hebei. Wobei die Spitze aber in der Povinz Hebei ist soweit ich weiß. Also ich war jetzt auf jeden Fall schon mal in der Provinz Hebei, denn man kann die Grenze teilweise durch einen Stacheldrahtzaun erkennen der dann aber immer wieder unterbrochen wird um durchlaufen zu können. Unser Auto hatten wir auf ca. 1600 Metern geparkt, hat uns der Wärter gesagt und somit hieß es dann ganz schön lange bergauf laufen. Aber die Aussicht war total schön und so ließ es sich trotz des starken Windes gut aushalten. Wir hätten auch den Weg mit der Seilbahn wählen können, aber wir hatten uns dazu entschlossen zu Fuß zu gehen. In dieser Landschaft gibt es auch einige Kühe und Pferde, die Pferde werden teilweise auch benutzt um müde Touristen, natürlich für Geld, bis an die Spitze des Berges zu befördern. Viele Pferde laufen aber auch einfach frei in der Landschaft umher. Als wir am Nachmittag dann wieder am Auto waren, sind wir dann auf dem 3-stündigen Heimweg noch bei einer Tante meines Gastvaters vorbeigefahren und sind danach aber wieder nach Hause. Heute ist dann erst mal noch ein bisschen Pause und Lernen angesagt. Denn morgen geht’s zum Orienteering und dann noch zu den Großeltern. Am Dienstag ist dann wieder Schule und die nächsten Ferien sind meines Wissens nach im Januar, also das Frühlings-/Neujahrsfest. Da freu ich mich jetzt schon drauf, weil das ja das wichtigste Fest in China ist ;)

 

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Mo

30

Sep

2013

Klassenausflug zur Silberfuchshöhle

Letzte Woche haben wir einen „Klassenausflug“ gemacht (ich sag immer Klasse, was ja eigentlich gar nicht stimmt weil ich ja alleine eine Klasse bin eig (:b), aber ich mein damit einfach alle internationalen Schüler). Und zwar gings mit dem Schulbus aus der Stadt raus, aufs Land oder in die Natur, wie auch immer man das nennen möchte. Unser Ziel war die „Silberfuchs-Höhle“. Das ist eine Tropfsteinhöhle, die ihren Namen durch einen weißen Tropfstein bekommen hat, der (mit vieeel Interpretation) wie ein Fuchs aussieht. Von diesem Stein hab ich aber leider kein Bild da der Stein hinter einer Plexiglasscheibe war und die Plexiglasscheibe angeloffen war und man des gar nicht richtig gesehn hat. Aber dafür gab es recht viele andere Tropfsteine, die alle recht farbenfroh beleuchtet waren. In der Bärenhöhle, die die meisten von euch ja wahrscheinlich kennen, legt man ja eher Wert auf die naturgetreue Darstellung, was hier nicht ganz so der Fall war. Aber den chinesischen Touristen scheint es so wohl besser zu gefallen :b Ich meine, der Effekt ist schon nicht schlecht :) Diese Höhle war ziemlich groß sogar, und es gab auch einen Abschnitt den man mit Hilfe eines kleinen Bootes besichtigt hat. Die Akustik während der Bootsfahrt hat sich außerdem wunderbar geeignet um Lieder in allen möglichen Landessprachen zu trällern :D Nach der Besichtigung die uns recht tief in das Höhleninnere geführt hatte haben tausende von Stufen gewartet um wieder an die Erdoberfläche zu kommen. Danach hatten wir uns ein ordentliches Mittagessen verdient. Nachdem die Lehrer im Restaurant gleich bei der Höhle das Essen ausgesucht und bestellt hatten, konnte wer Lust hatte noch ein bisschen „Berg klettern“ gehen, wie die Chinesen es immer nennen, was einfach so viel wie wandern ist auf einen Berg/Hügel. Um die Wartezeit zu verkürzen sind dann viele auch mitgewandert (also nur eine halbe Stunde bis das Essen eben fertig ist).Oben am Ziel, stand ein kleines chinesisches Pavillon, in dem es erst Mal ein kleines Fotoshooting gab mit unterschiedlichsten Posen. Allgemein machen die Chinesen extrem gerne Fotos von allem und jedem, und dabei natürlich schön posieren :DD Ach, und dann die Fotos, natürlich ganz wichtig, auf WeChat (so was wie Whatsapp und Facebook zusammen gemischt) stellen ;) Das Mittagessen war dann auch ganz in Ordnung, ich hab definitiv schon sehr viel besseres gegessen, aber es hat schon gepasst. Danach gings dann wieder heim, also 1 ½ Stunden Fahrt ungefähr. Also hatten wir dann auch schon en bisschen früher aus. Ich bin danach dann noch mit meiner Gastmutter zum größten Buchladen Beijings gegangen, um dort ein (also ich hab schlussendlich zwei gekauft) Flötenbuch zu kaufen, denn ich werd wegen der Sprache und so erst mal für mich alleine zuhause üben. Und dann wars auch schon fast Abend als ich wieder zuhause war.

Gestern hatte ich übrigens, obwohl es Sonntag, war mal wieder Schule gehabt, denn ab morgen sind Ferien und zwar ganze 7 Tage! :) Also muss ich erst nächsten Dienstag wieder zur Schule. Der Grund für die Ferien ist der Nationalfeier Tag am 1.Oktober, also morgen. Was ich die Tage so mache steht noch nicht ganz fest, da dass Wetter dem Gebplanten wahrscheinlich einen Strich durch die Rechnung macht. Naja, mal schauen. Ich berichte euch dann :)

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Fr

20

Sep

2013

Mondfest, Mid-Autumn-Festival oder 中秋节

Nachdem gestern hier das traditionelle Mondfest stattgefunden hat meld ich mich mal wieder. Und zwar hieß das dann für mich als erstes Mal keine Schule, und heute (Freitag) auch nicht. Dafür müssen dann alle am Sonntag in die Schule weil heute ja eigentlich kein Feiertag mehr ist und es darf ja nich so viel Schule ausfallen ;) Gestern morgen sind wir dann mit dem Auto zu den Großeltern gefahren, was jedoch ziemlich lang dauerte, weil überall Staus waren weil an dem Tag jeder zu seiner Familie fährt. Das Mondfest oder auch Mid-Autumn-Fest genannt, ist ein Fest an dem die ganze Familie zusammen kommen soll und man dann den berühmten Mondkuchen isst. Mondkuchen ist so en kleines Kuchendingends wo innen drin ne Füllung ist die süß, salzig, aus Fleisch oder aus Gemüse oder Obst bestehen kann. Also da gibts alle möglichen Varianten und die sind auch unterschiedlich verziert. Also manchmal schmeckt der Mondkuchen wirklich ganz gut, aber teilweise ist das echt gewöhnungsbedürftig, vorallem die salzigen. Da ist dann manchmal en ganzes Eigelb von nem gekochten Ei noch in der Mitte und allgemein die Substanz ist eben realtiv hart (also allgemein bei allen) und dann so komsich eben bisschen :D Es wird jetzt sicher nicht mein Lieblingsessen aber man kanns auf jeden Fall essen ;)

Des Mondfest des richtet sich, wie die meisten Feste in China nach dem Mondkalender und das ist nach dem eben der 15. August. Und da ist immer Vollmond und man konnte den auch voll gut sehen gestern. Wir waren eben bei den Großeltern zum Mittagessen und da waren auch noch Tante, Onkel und die kleine Cousine (7). Nachem Essen sind wir dann ohne die Großeltern in Supermarkt noch was kaufen für die Verwandten die wir danach besucht haben. Und die haben eben en kleines Mädchen (6), des unheimlich süß ist und voll die schönen Augen hat. Und für des Mädchen haben wir dann jede Menge Süßigkeiten und Kekse und sowas gekauft. Des ist allgemein so, dass wenn man zu welchen zu Besuch geht, dass man den Kindern so voll viel zum Essen mitbringt :b. Wir haben für die Eltern dann noch Eier in nem 45iger Pack gekauft. Und zwar standen so schönverpackte Packen in Haufen in dem Supermarkt rum. Ich frag mich warum man jemand so viele Eier schenkt? :) Meine Gastschwester hat mir dann erklärt, dass das besondere EIer sind weil die von Hühnern kommen die selber Fressen suchen und nicht gefüttert werden. Dann hat sie aber noch gesagt, dass das aber vielleicht oder eher wahrscheinlich nur ne Verarsche ist, irgendwie lustig :)) Als wir dann bei denen angekommen sind und wir dem kleinen Mädchen die ganzen Sachen gegeben haben, hat sie wortwörtlich einen riesen Sack daher geschleift (was ist das Hochdeutsche Wort dafür?!) und hat dann en paar Sachen von den tausenden von Oackungen dadrinne aufgemacht und an alle verteilt. Also chinesischen Kindern mangelts nie an Süßigkeiten :D Wir sind dann eben bei denen ne Weile gewesen und meine Gastschwester und ich haben draußen mit den beiden kleinen Mädchen gespielt voll ewig und dann sind wir aber wieder zu den Großeltern gefahren. Kurz nachdem wir dann bei dene wieder angekommen sind, sind dann noch zwei Männer gekommen zum Besuch. Also des waren aber zwei von den Männernm wo wir grad davor besucht hatten, aber die mussten noch die Großeltern besuchen (die zuhause geblieben sind), also alles seeeehr kompliziert :)

Als wir dann abends wieder daheim waren, haben wir dann noch wo s dunkel war en Spaziergang gemacht, eigentlich aus dem Grund dass ich Fotos machen kann :D Also mein Gastvater ist ja eh voll begeistert von meiner Kamera :)) Ich hab dann ganz viele Fotos gemacht auch mit dem Mond und sonst von der Straße die gleich bei uns um die Ecke ist. Und die ganzen Lichter und so, das ist sooo schön, ich lieb Beijing bei Nacht *-*

 

P.S.: Ich hab die anderen Blogartikel mit Bilder noch erweitert, bis auf den über die Schule, weil ich nämlich schon wieder en neues Problem hab mit meim Laptop. Meine Gastschwester hat nämlich so en Musikdownloadprogramm runtergeladen (ohne das überlebt man in China fast nicht, ich brauch des sogar für die Hausaufgabe manchmal) und jetzt hats da noch komsicherweise ganz viele andre Sachen installiert und jetzt ist der Laptop so langsam dass der fast ne dreiviertel Stunde braucht bis der ganz Hochgefahren ist. Und ich komm jetz nicht mehr an meine Bilder ran und jetz tmuss ich mal schauen wie ich des Zeug alles wieder deinstalieren kann -.- Achso was ich dann noch sagen wollte, ihr könnt auf die Bilder draufdrücken dann werden die größer ;)

 

Ach heute war ja dann auch noch frei und weil meine Gastmutter ja Lehrerin ist und mein Gastvater ist glaub Beamter (meine Gastschwester wusste es nicht so genau) mussten die auch nicht zum arbeiten, dann haben wir einen Ausflug zu nem Tempel gemacht (: Meine Gastschwester konnte aber nicht mit weil die lernen musste. Des ist oft bei der so, dass die irgendwo nicht mit kann weil die lernen muss.. Chinesische Schüler haben es schon en bisschen härter wie wir.

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So

15

Sep

2013

Mein neues Hobby - Orienteering/Orientierungslauf :D

Nachdem am Freitag meine Gastschwester gefragt hat, ob ich am Samstagmorgen mit ihr zum Orienteering gehen will (damals wusste ich den englischen Namen noch nicht) hab ich ohne groß zu wissen was auf mich zu kommt einfach mal ja gesagt. Eigentlich nutze ich jede Möglichkeit um irgendwas zu machen oder was Neues zu sehen. Sie hat mir dann en bisschen erklärt um was es da geht, dass man eben so mit ner Karte und Kompass so Stellen suchen muss und dann am Ende eben schnell zum Ziel kommen soll. Ich hab dann halt gedacht da läuft man halt so bissle in der Stadt irgendwo rum und ja kp, ich dachte nicht wirklich, dass das ein Sport ist. Meine Gastschwester wusste aber auch nicht genau wie das alles abgeht, weil die da auch noch nie war, aber eine Klassenkameradin der ihre Freundin macht den Sport (ja, sie hat gesagt Sport, trotzdem hab ich das nicht so ganz ernst genommen) schon drei Jahre. Wir sind dann um sechs Uhr von zu Hause los (ja, morgens 6 Uhr! :b) und dann sind wir mit dem Bus zu ner U-Bahn Haltestelle wo wir uns dann mit en paar anderen getroffen haben. Und dann sind wir mit der U-Bahn ne ganze Weile lang bis zu der Haltestelle von der aus wir dann noch ne halbe oder dreiviertel Stunde zu dem Ort laufen mussten wo das ganze stattgefunden hat: einen großen Park bzw. Waldgrundstück oder so was in der Art. Mit teilweise befestigten Wegen aber dennoch Hügel und ganz viel Bäume undso :D Um 9 sind wir da dann übrigens angekommen ;) Und da waren dann total viele Jungendliche und Kinder und die hatten alle so Sportsachen an unso und ich war so voll normal angezogen, mit ner Jeans und Top und Baumwollweste, aber ich hatte Laufschuhe an immerhin ;) Wir mussten uns dann melden und 50 yuan bezahlen, dass wir mitlaufen können und haben dann en Kompass und en Chip bekommen wo man beides an den Finger hinmachen kann. Und jetzt erklär ich euch mal wie das ganze so funktioniert. Und zwar gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen bzw. Routen die unterschiedlich lang sind, die aber alle im gleichen Gebiet stattfinden nur das es eben wie gesagt unterschiedliche Routen sind. Man muss sich dann in der Reihe anstellen in welcher Schwierigkeit man eben laufen möchte. Wenn man dann ganz vorne ist wird dann runtergezählt und dann kann man loslaufen. Davor nimmt man sich aber ne Karte vom Stapel und hält sein Chip auf das erste Registrierkästchen. Ab da wird dann die Zeit gestoppt. Auf der Karte muss man dann die Zahlen nacheinander abklappern oder bzw. finden. Also erst 1, dann 2, dann 3, und so weiter. Bei mir gings dann bis 22. An jedem von denen Punkten gibt es dann so ein so ein Registrierkästchen wo man dann seinen Chip hinhalten muss. Bei meiner Karte könnt ihr ja sehen dass es kreuz und quer durch den ganzen Park ging und die Striche zwischen den Stationen das ist Luftlinie und Luftlinie war meine Strecke 4,5 km. Natürlich ist es das Beste wenn man so läuft wie die Luftlinie ist, weil das ja der kürzeste Weg ist, aber das ist gar nicht so einfach, denn man muss ja neben her eigentlich möglichst die ganze Zeit rennen oder joggen zumindest und dann noch aufpassen weil überall Löcher, Gräben, Pflanzen und alles mögliche ist. Am Anfang beim 1. und beim 4. Kästchen hab ich mich voll verlaufen (da hat das Multitasking noch nicht ganz funktioniert) :b Nach dem letzten Registrierkästchen muss man dann zum allgemeinen Endkästchen gehen wo dann die Zeit gestoppt wird und dann kann man sich bei so Leuten anstellen und erhält dann so en ausgedruckten wie Kassenzettel wo dann drauf steht wie lang man insgesamt gebraucht hat und wie lang man gebraucht hat die einzelnen Stationen zu finden. Ich hab für das Ganze 1:04 h gebraucht und ich war so fertig danach! Aber das hat sooo Spaß gemacht :D und die andren also mit denen ich gekommen bin haben gesagt, dass ich voll schnell war und dass ich bestimmt nächstes Mal noch besser bin weil das ja jetzt das erste Mal erst war :) Ach, und einen kleinen Sonnenbrand hab ich mir sogar auch noch geholt, bei uns sind teilweise immer noch über 30 Grad Mittags, und das Mitte September ;) Apropos nächstes Mal. Meine Gastschwester, der das auch total viel Spaß gemacht hat, und ich werden nächstes Mal gleich für ein halbes Jahr uns da anmelden oder eben bezahlen, weil da gibt’s so en extra Tarif irgendwie und dann ist man da Mitglied (: Und des findet eben jeden Samstag statt und auch in unterschiedlichen Gebieten bzw. Parks.

Ich hab auch mal en bisschen gegoogelt. Orienteering, oder zu Deutsch Orientierungslauf, ist heutzutage ein Volkssport, der weltweit praktiziert wird. Und es gibt alle möglichen Wettkämpfe bis hin zur Weltmeisterschaft. Und des gibts wohl auch mit Mountainbike und SKi fahren ;) Ich bin auf alle Fälle total glücklich, dass ich diesen Sport hier gefunden hab, weil das auch ne weitere Möglichkeit ist neue Leute kennen zu lernen und ich das auch noch gemeinsam mit meiner Gastschwester machen kann :D Und in Deutschland mach ich ja auch Geocaching, ich weiß nicht ob ihr das schon mal gehört habt, das ist auch relativ populär und wird auf der ganzen Welt veranstaltet, ist eigentlich so ähnlich, nur dass dort eben der Wettkampaspekt der Schnelligkeit nicht da ist. So jetzt wisst ihr dann womit ich meine Samstagvormittage hier verbringen werde :)

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Fr

13

Sep

2013

Schuluniform :')

Heute hab ich jetzt endlich meine Schuluniform bekommen, die ich nun jeden Tag außer Freitags tragen muss. Aber was soll ich sagen, en bissle groß vielleicht :b ich hab des den Zuständigen dann gezeigt und die meinten alle so, des ist doch gut die Größe und wie auch immer. Mein Bein würde zweimal in ein Hosenbein reinpassen :D Alle (also die Lehrer unso) haben auch gesagt des steht mir gut und ich seh sehr schön damit aus. Das kann ich von mir selber nicht wirklich behaupten. Die „Schuluniform“ könnte man meiner Meinung nach eher als Jogginganzug beziehungsweise die Sommeruniform als Schlafanzug bezeichnen. Aber auch wenn es eher an ein Outfit für daheim erinnert und das Wort schön vielleicht auch nicht ganz so treffend ist, mega bequem ist es auf alle Fälle! :) (wobei ich dann auch wieder sagen muss, dass manche Schulen echt hässlichere Uniformen haben :b). Einen weiteren Vorteil hat das ganze zudem noch: Man ist das allmorgendliche Überlegen, was man nun anziehen soll, los :D

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Di

10

Sep

2013

Die ersten Tage in der chinesischen Schule :D

 

Nachdem ich nun fünf Tage richtigen Unterricht gehabt hab (Montag und Dienstag letzte Woche waren Anmeldung und „Frühjahrsputz“ des Klassenzimmers) kann ich jetzt ganz gut sagen wie das hier so abläuft. Die ersten Tage hier waren natürlich sehr erlebnisreich und man hat so viel Neues gesehen, viele neue Leute kennen gelernt und das ist ziemlich anstrengend, das könnt ihr mir glauben. Dennoch war es sehr spannend alles und ich bin sehr froh darüber, dass ich in dieser Schule bin.

Aber jetzt mal ganz von vorne. Meine Schule, in die ich nun die nächsten 10 Monate gehe heißt „The High School Affiliated To Beijing Normal University“ (also das ist der Englische Name ;D) (www.bjsdfz.com). Diese Schule ist eine Mittelschule, das heißt, dass es hier von Klasse 7 bis 12 geht. Allerdings ist es wohl nicht so einfach auf diese Schule zu kommen da sie relativ bekannt ist und es einige berühmte Schulabgänger dort gibt. So sind die Noten in der Abschlussprüfung der Grundschule (Klasse 6) sehr wichtig, genauso aber auch die Noten in den Prüfungen der 9. Klasse, welche entschieden ob die Schüler weiter an dieser Schule lernen können oder ob sie „zu schlecht“ sind und auf eine andere Schule wechseln müssen.

 

Einigen von euch ist bestimmt das chinesische Schulsystem bekannt, welches als besonders streng und herausfordernd gilt. Hierbei spielen die Eltern natürlich auch eine große Rolle, welche das Beste aus ihren Kindern rausholen wollen, da sie nur gutes für die Zukunft derer wollen. Dabei wird jedoch nicht drauf geachtet, dass die Kinder auch noch Kind sein sollten, und ihr Leben nicht nur aus Schule bestehen sollte, was jedoch beim größten Teil der Kinder und Jugendlichen der Fall ist, denn selbst am Wochenende werden Extrakurse besucht.

Nun aber wieder zu meiner Schule ;) Also das Gelände auf dem sich eine Vielzahl an Gebäuden befindet ist recht nahe am Tian’anmen-Platz (eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten Beijings), das heißt recht Zentral.  Wie gesagt gibt es mehre Gebäude mit Klassenzimmern und Sonstigen Fachräumen, sowie eines für die Unterkunft von Schülern (so wie ein Internat praktisch) und eine Mensa und eine riesige Aula wo es aussieht wie im Kino und dann auch einen großen Sportplatz.

In einem der Gebäude befindet sich auf einem ganzen Stock verteilt der internationale Teil. Das sind Schüler aus anderen Ländern die extra Unterricht haben unter sich und nicht in den großen chinesischen Klassen, die teilweise aus 60 Schülern bestehen. Auch ich werde wahrscheinlich erst im zweiten Halbjahr in eine richtige chinesische Klasse kommen. Vorerst bin ich auch erst mal hier Unterricht, was wahrscheinlich auch am sinnvollsten ist, da ich ja erst mal richtig Chinesisch lernen sollte. Hier in dem internationalen Teil gibt es drei Klassen: 10. Klasse, 11. Klasse und 12. Klasse. Nach dem ersten Monat (in dem es grad noch anders läuft aber dazu später) komm ich normalerweise in die 10. Aber sicher ist noch gar nix. Also den ersten Monat bin ich jetzt erst mal noch in ner extra „Klasse“, da ich ja erst gekommen bin. Mit mir wären es dann normal 3 Personen: eine Koreanerin noch, die eigentlich ziemlich nett ist (die hat jetzt aber die Schule gewechselt plötzlich übers Wochenende :b) und noch ein Junge (der aber bis heut nicht gekommen ist und keiner en Plan hat ob der überhaupt noch kommt). Wenn ihr jetzt einigermaßen rechnen könnt habt ihr wahrscheinlich gemerkt, dass da dann nur noch ich bin ;). Das heißt ich hab fast den ganzen lieben, langen Tag alleine Unterricht. Also nur ich und die Lehrerin (ich hab gar keine Lehrer fällt mir grade so auf). Zuerst klingt das vielleicht bissle blöd so immer alleine, aber eigentlich ist das voll der Luxus :) Ich meine, so kann man am aller Besten was lernen.

Jetzt kann ich auch gleich mal zum Stundenplan kommen, der eigentlich aus ziemlich nichts außer Chinesisch-Unterricht besteht ;). Also ich hab insgesamt 35 Stunden in der Woche (das ist mal nur zur Eingewöhnung, in den richtigen chinesischen Klassen sinds mehr). Von diesen 35 Stunden sind 25 Stunden Chinesisch-Unterricht, darunter Schreiben, Lesen, Sprechen und so n Mischmasch von allem. Dann hätte ich noch 6 Stunden Englisch, aaaber das ist so einfach, dass ich da nicht hin gehen muss/soll/will wie auch immer und in der Zeit wo die andren dann eben Englisch machen (das hätte ich übrigens mit den andren von der 10. und 11. zusammen), hab ich wieder Chinesisch-Unterricht, und zwar Hören, oder ich krieg Aufgaben von der Lehrerin wenn die nicht da ist. Die Lösungen von denen Aufgaben muss ich der dann per E-Mail schicken, allgemein ist hier alles so voll mit Handy und Internet. Meine Sprech-Lehrerin hat mir vergessen die Hausaufgabe zu sagen, dann hat die mir einfach schnell ne SMS geschickt :) Ich hab au der ihre Nummer falls ich mal ne Frage hab oder so.

Also hab ich dann 31 Stunden Chinesisch und dann noch eine Stunde Computer, 2 Stunden Sport und eine Stunde Klassenlehrer- bzw. Kulturstunde. Also im Computerunterricht haben wir letztes Mal n Plakat entworfen mit so nem Programm, so mit Farben und Bilder und so was. Das ist eigentlich ganz gut auch wenn ichs noch ned so ganz versteh alles, also eigentlich hab ich ja das wenigste verstanden aber wenn man da dann bisschen irgendwo rumdrückt klappt das schon :D Ach ja und in meiner Schule gibt’s mehrer Computerräume, weils ja auch voll viele Schüler sind (mir konnte bisher keiner so recht sagen wie viele alle sagen so zwischen 2000 und 3000 ;D), und zwei oder drei von den Computerräumen sind komplett mit Apple-Computern ausgestattet, voll hamer :D

Sport hatte ich auch schon eine Stunde (bei der ersten hats geregnet und die haben ja keine Sporthalle und dann hat die nur erklärt was wir so machen dieses Jahr. Was ich verstanden hab wär dann: Taiji, Basketball, Badminton, 800m Lauf, Slalom-Lauf, Sit-Ups, Kungfu glaub und dann no Liegestütze). Zu beginn der Stunde mussten wir (also 10. und 11. Klasse wieder zusammen, das sind übrigens so 9 Jungs ungefähr und dann wir drei Mädchen, also seeehr wenige eigentlich) uns so aufstellen in zwei Reihen und dann mussten wir so Sachen machen, da hab ich mich wie im Militär gefühlt. Also so Stillstehen und Drehungen auf Kommando und so was. Die andren chinesischen Klassen um uns rum die haben au so was gemacht und viel länger und die sind dann noch marschiert. Nach dem konnten wir dann machen was wir wollten, manche haben Fußball, andere Basketball und die andren beiden Mädchen und ich haben zuerst Badminton und dann noch so n chinesische Spiel gespielt, so mit so Schläger und nem kleinen Ding mit Federn dran, des kann ich jetzt nicht so erklären ;)

Ach ja, und dann noch die Klassenlehrer- oder Kulturstunde, also Klassenlehrerstunde wird halt manchmal sein wenn mans braucht oder so kp (Also meine Gastmutter ist übrigens meine Klassenlehrerin :p weil die ist da au Lehrerin in dem internationalen dingends). Also heute hatten wir Kulturstunde dann, also das war wieder 10. und 11. Klasse zusammen, und da haben wir dann aber so Fotos angeschaut und wie die eingeteilt sind also wie des wirkt und so Blickwinkel und so Zeug. Hat mich irgendwie eher an Kunst oder so erinnert. Da die Lehrerin aber halt wie in jeder anderen Stunde auch, obwohl es der internationale Teil ist, nur Chinesisch gesprochen hat, hab ich nich ganz so viel verstanden, aber die Bilder waren eigentlich ganz schön :) Da es die letzte Stunde der Nachmittagsschule war (also wir haben immer zwei Stunden Nachmittagsschule bis um 15:15 und vormittags 5 Stunden, beginnend um 8:00. Und eine Schulstunde sind 40 Minuten.), waren alle inklusive mir recht müde, vier von uns Schülern sind dann nach ner Weile eingeschlafen und zwei andere haben mit ihrem Handy was gemacht (nicht mal besonders unauffällig) und die Lehrerin hat gar nix gesagt bis auf einmal kurz, aber da hat erst einer geschlafen und so wirklich ernst hat die des ned mal gesagt ;) Voll der fail irgendwie, ich hätte das auch so gar nicht erwartet. Also hier in dem internationalen Ding ist eh alles so voll chillig! (: Mit der Schuluniform (wenn ich dann mal endlich eine krieg, vermessen hat man mich auf jeden Fall schon mal, also kann es sich nur noch um Wochen handeln) ists wohl ed so streng und man muss au ed unbedingt die Haare zusammen binden, Schmuck wenn man den trägt ist auch Wurst (hab mich so langsam ran getastet, jeden Tag ein bisschen mehr „Verbote brechen“ aber die andren haben au Armbänder und Ketten dran. Und so direkt gesagt hat man mir des ja nichtmal :D). Ansonsten ist das Verhältnis von Lehrer und Schüler so voll dermaßen unnormal in meinen Augen, also das erste Mal war ich so voll verwundert ;) Also wo ich den erste Tag in der Schule war hat mich eine Lehrerin so voll umarmt, und andere haben mich au manchmal so an den Händen genommen und dann sagen immer voll viele ich wär so hübsch :b Und sonst in den Pausen ist man da au immer in dem Lehrerzimmer/büro und hockt da rum und kann an den Laptop vom Lehrer und setzt sich auf den Stuhl vom Lehrer und lässt ihn nemme drauf :)), oder man kann auch des Wlan von den Lehrern benutzen, da stehen immer Süßigkeiten rum wo Lehrer mitgebracht haben, des Handy von den Lehrern (also zumindest von einer Lehrerin, die immer am meisten da ist und die auch voll nett ist) nehmen und schauen was die für neue Nachrichten hat und solche Sachen. Ich find das sooo krass (das Wort passt einfach am besten)! :)

Ich hab noch einiges mehr zu erzählen, aber ich muss jetzt dringend mal noch Hausaufgaben machen, ich schreib dann die Tage wieder :) Wenn ich meine Schuluniform hab zum Beispiel. Und Bilder folgen bald, versprochen :D

 

Oh jetzt muss ich aber doch noch was seeeehr Wichtiges erzählen, und zwar über meine Mitschüler, da hab ich noch gar nix berichtet. Und zwar kommen die aus unterschiedlichen Ländern und sind so zwischen 15 und 17/18 Jahre alt. S gibt einige Japaner, dann Süd- und Nordkoreaner, ein Thailänder, ein Indonesier, ein HongKonger und die haben teilweise so voll die „lustigen Mischungen“ also da ist zum Beispiel ein Süd Afrikaner noch dem seine Mutter aber Taiwanesin und sein Vater Beijinger ist, also ist er ja doch irgendwie Chinese ;) Und die sind alle echt totaaaal nett! :D Aber manche von dene sind en bisschen gestört, also nicht so gestört sondern postitiv gestört, so verrückt eben ;) Also zwei Jungs die singen immer den ganzen Tag  und einer der rennt immer mit seim iPhone und seine zwei iPods rum und der kann gar ned still stehen, der hibbelt immer rum und hüpft durch die Gegend und der ist aber voll lustigb drauf :D Und obwohl die oft recht schlecht Englisch sprechen (bzw ich denen ihr Chinesisch nicht versteh) versuchen die mit mir zu reden und sind voll offen auch. Ein Mädchen aus Japan mit der mach ich am meisten und die hat mir auch das Schulgelände gezeigt wo man sich echt verlaufen kann in den vielen Gebäuden, und die ist sehr nett :) und dann auch noch en paar Jungs also des sind meistens die gleichen Leute (was bei so wenig Schülern insgesamt auch nicht schwer ist) mit denen ich hauptsächlich zusammen bin in den Pausen undso :) Und die wollen Deutsch lernen und ich bring dene immer so en paar Sachen bei. Ach ja und dann spielen wir immer UNO :b Also uns wird’s eigentlich nie langweilig und s gibt immer was zu lachen :D

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So

01

Sep

2013

'On Tour' mit meiner Gastschwester (:

Bevor es mit der Schule los geht muss ich mich doch noch einmal melden :) Und zwar wollt ich noch kurz vom Wochenende erzählen. Den Samstag habe ich mit meiner Gastschwester verbracht. Wir sind morgens um halb neun los und sind dann zuerst mit dem Bus zu meiner Schule gefahren. Diese haben wir dann von außen angeschaut und ich muss sagen, nicht schlecht :D Danach sind wir zur Dashalan gelaufen, eine Straße in der es sehr viele traditionelle Geschäfte und Häuser gibt. So sind wir beispielsweise durch ein traditionelles Schuhgeschäft (welches 1835 eröffnet hat), einen Laden der die typischen chinesischen Kleider verkauft und die bekannteste Apotheke Chinas, die traditionell chinesische Medizin verkauft. Von traditioneller chinesischer Medizin habt ihr bestimmt schon einmal gehört. Die chinesische Medizin ist vor mehr als 2000 Jahren entstanden und benutzt Arzneimittel (die es in dieser Apotheke eben zu kaufen gibt, so z.B.: Gewürze, Pflanzen, Pilze, oder auch Seepferdchen und Hirschgeweihe), Akupunktur und Massagen (da gibt’s auch so Sendungen im TV wo man gesagt kriegt wo man drücken muss wenn man das und das hat. Das hab ich auch schon mal angeschaut mit meiner Gastmutter :D)

Danach sind meine Gastschwester und ich durch die angrenzende Qianmen Dajie geschlendert. Ich hab dort alles Mögliche probiert, so beispielsweise ein traditionelles Beijinger Eis, irgend so ne spezielle Milch, dann hab ich Beijinger Süßigkeiten gekauft und dann zum Schluss haben wir noch ein Grün-Tee-Eis gegessen (sehr interessanter Geschmack, aber nicht mal so schlecht).

Mit dem Taxi ging’s dann nach Xidan. Das ist die Straße wo die ganzen jungen Leute zum Shoppen hingehen. Das gibt’s mehrere so Einkaufszentren wo es zig Millionen von Läden (auch viele die es bei uns auch gibt) und Restaurants drin hat und es einfach nur überfüllt ist :D Zuerst sind wir ins Kino gegangen, da vor den Restaurants überall Warteschlangen waren. Meine Gastschwester hat dann einen 3D-Film auf Englisch ausgesucht und ich hab mich dabei ganz auf ihren Geschmack verlassen. Dazu muss ich noch sagen, dass die Karten über doppelt so viel gekostet haben als in Deutschland, also auch die nicht 3 D Filme. Des hast mich voll überrascht. Den Film den wir angeschaut haben kennt ihr bestimmt alle, Jurassic Parc in 3D :D Der Film war sooo hammer und auch die Effekte unso, und dadurch das er in Englisch war (mit chinesischem Untertitel) hab ich auch alles verstanden :)

Als der Film vorbei war sind wir erst mal in en japanisches Restaurant um was zu Essen (also ich hab da ja keinen Unterschied zu chinesischem Essen gesehen :b). Bevor wir dann wieder heim sind, haben wir eine potentielle Musikschule bei der ich meinen Querflötenunterricht nehmen könnte besichtigt. Jedoch wussten wir den genauen Weg dorthin nicht und ja, und beim Passanten fragen wisst ihr ja wahrscheinlich was passiert ist. Nach ner guten Stunde haben wir dann endlich einen Mann gefunden der es tatsächlich wusste :D

Um halb acht waren wir dann wieder zuhause. Erschöpft und mit seeehr müden Füßen. Aber ich muss sagen, das war echt ein schöner Tag *-*

Ach ja, und heute bin ich um halb sieben los, um mit meiner Gastfamilie wandern zu gehen, das war auch gut :D und vor allem mal wieder Sport! Dazu wird ich während der Schule keine Zeit haben.. ich vermiss es jetzt schon. Aber vielleicht reicht die Zeit ja um ab und zu im Park zu Joggen (:

 

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Fr

30

Aug

2013

Die letzten Tage bevor es richtig zur Sache geht :)

Hallo ihr da draußen, nachdem mein zweiwöchiger Sprachkurs nun fast vorbei ist, meld ich mich mal wieder, da ja am Montag auch mein nächstes großes Abenteuer bevor steht: Schule! :D Ich freu mich irgendwie schon total drauf (was euch wahrscheinlich eher nicht passieren wird :b), weil ich voll gespannt bin wie die Schule so aussieht, wie dort alles so abläuft und natürlich auch wie meine Schuluniform aussieht. Über das alles wird ich euch nächste Woche natürlich schnellst möglich informieren. :)

 

 

Jetzt aber zu den letzten beiden Wochen, in denen der von YFU organisierte Sprachkurs statt gefunden hat. Es waren insgesamt 10-Mal und jeweils 2 Stunden am Vormittag. Während diesen doch sehr anstrengenden Kursen haben Kim, Niklas und ich(die beiden Jungen aus Deutschland, die auch in Beijing wohnen) sehr viel gelernt aber trotzdem auch unseren Spaß gehabt. So haben wir beispielsweise neulich mit unsrer noch sehr jungen, aber ausgesprochen netten Lehrerin, mit der wir uns auf Englisch bzw Chinesisch unterhalten, eifrig diskutiert welche Fußball-Mannschaften die Besten sind (; Unsere Lehrerin hat uns heute zum Abschluss noch zum Mittagessen eingeladen, soo süß *-*, und danach sind wir noch in ein französisches Café/Bäckerei, wo ich mich dann doch ein bisschen heimisch vorkam, um Milchtee zu trinken. Das schmeckt unglaublich gut! allgemein der Tee in hier in China ist ziemlich gut meistens, bis auf, dass dieser immer so brühend heiß ist, dass ich mir ständig die Zunge verbrenne :b

 

Zum Mittagessen bin ich aber sonst immer zuhause, und es gibt immer total leckere Sachen *-* Vor allem am Anfang haben meine Gasteltern aber immer gesagt, dass ich zu wenige esse (was ich ganz und gar nicht getan hab, meiner Meinung nach) :D Den Nachmittag verbring ich dann damit Chinesisch zu lernen (hauptsächlich eigentlich), Fern zu schauen oder zum Supermarkt zu gehen. Außerdem ess ich mittags immer Obst und so was, denn meine Gastmutter findet, dass das wichtig für die Gesundheit ist. Darum gibt es eigentlich den ganzen Tag immer Obst, was ich natürlich auch gut finde. :)

 

Abends gehen wir nach dem Abendessen oft noch Spazieren, in den Park oder zu Verwandten.

Den Park lieb ich ganz besonders! Denn dort sind bei Nacht ganz viele Lichter aufgehängt und überall ist Musik zu der ganz viele Leute tanzen. Außerdem gibt es noch einige joggende und walkende Leute, Männer die ein chinesisches Kartenspiel spielen, Leute die Taiji machen, welche die Pekingoper singen,… Die Atmosphäre am Abend ist einfach so gigantisch und schön, dass ich am liebsten stundenlang dort sein wollte. *-* Ich hab auch schon zweimal mit meinem Gastvater getanzt, obwohl ich diese Tänze alle gar nicht kenne, aber es hat trotzdem ganz gut geklappt und des hat soo Spaß gemacht :D

Abends oder am Wochenende gehen wir außerdem öfters zu Verwandten, um dort zu essen oder einfach nur ein bisschen zusammen zu sitzen. Mitreden kann ich zwar noch nichts, dennoch kann ich oft verstehen um was es grade geht, und die Verwandten sind alle sehr herzlich und nett! :D Mit zwei von meinen fünf Cousinen hier, hab ich auch schon auf QQ (chinesisches Facebook so zu sagen) geschrieben, natürlich auf Chineisch. ;)

An einem Abend war ich nun auch schon einmal im Schwimmbad mit meiner Gastfamilie, was sie wohl auch öfters machen. Zwar ist das Schwimmbad dort etwas anders und auch einfacher wie in Deutschland, denn es gibt besipielsweise Sammelumkleiden, alle tragen einen Badeanzug (keiner trägt einen Bikini), man muss eine Badekappe zum Schwimmen aufziehen, und es gibt zwei Becken mit Bahnen, eines in dem eher gespielt wird und das andere ist für die die wirklich schwimmen wollen. Dennoch hatten wir sehr viel Spaß und ich freu mich schon drauf wenn wir des nächste Mal dorthin gehen.

 

Nun noch zum Wetter: dieses ist bis auf kleine Einbrüche so um die 30 Grad und ohne Regen, was sich laut Vorhersage in der nächsten Zeit nicht ändern wird. J Hier ist meistens strahlend blauer Himmel mit vereinzelten Wolken, ganz im Gegensatz zudem was ich erwartet hab, denn bis jetzt habe ich noch keinen wirklichen Smog erlebt.

 

Diese Woche am Montag haben Kim, Niklas und ich uns nach dem Sprachkurs auf den Weg gemacht das Gebiet um den Sprachkurs herum zu erkunden. Hierbei haben wir einiges entdeckt, so zum Beispiel das Gebäude von CCTV, dem wichtigsten Fernseh-Kanal Chinas. Des Weiteren sind haben wir noch am höchsten Gebäude Beijings mit ca 330 Metern vorbei gekommen. Dieses ist von der Höhe her natürlich nicht mit denen in Shanghai zu vergleichen, dennoch war es einen kleinen Besuch wert (allerdings konnten wir nur bis in den 30. Stock von insgesamt 80 fahren). Danach haben wir uns dazu entschlossen zum Tian’anmen-Platz zu fahren, was durch die Zahl der U-Bahnen sehr schnell und bequem zu erreichen war. Dort haben wir einen kleinen Spaziergang über diesen weltweitgrößten Platz gemacht, und sind schließlich am National Theatre vorbei mit einem kleinen Zwischenfall (die Angaben über den Ort der U-Bahn Station ist in der Karte falsch), bei dem uns eine nette Polizistin geholfen hatte, zur U-Bahn Station gelangt. Mit müden Füßen vom vielen Laufen ging es dann also am späten Mittag wieder nach Hause.

 

Jetzt hätte ich fast vergessen zu Erwähnen, dass ich einen neuen chinesischen Namen habe, den mir meine Gastfamilie gegeben hat: 高玥Gāo Yuè (: ’高’bedeutet groß oder hoch und ist einfach der Familienname, den meine Schwester, sowie mein Vater und meine Cousinen/Onkel väterlicherseits auch haben. ’玥’ bedeutet so viel wie Perle oder Edelstein, und das heißt, dass ich sehr wichtig bin für die Familie und dass ich sehr hübsch bin (das sagen übrigens voll oft welche, auch wild fremde :b was wahrscheinlich eher daran liegt, dass ich eben en westliches Gesicht habe). Ich finde den Namen sehr schön, allerdings muss ich mich jetzt erst noch dran gewöhnen.

 

Allgemein kann ich sagen, dass ich mich hier schon ziemlich gut eingelebt hab und dass es mir sehr gefällt, mein neues Leben. In meinem Zimmer hat alles seinen Platz gefunden, ich habe einen eigenen Hausschlüssel und eine eigene Tasse,…

An dem nun bevorstehenden Wochenende wird ich mit meiner Gastfamilie am Samstag in die Verbotene Stadt/Kaiserpalast gehen und am Sonntag wahrscheinlich Berg klettern, was immer sie auch damit meinen :), bevor ich dann am Montag das erste Mal zur Anmeldung in meine Schule gehe, die ich ab Dienstag dann als ganz normaler Schüler besuchen werde.

Das wars dann von mir, bis dann und genießt noch die letzten Ferientage <3

 

P.S.: Wenn euch irgendein Thema zu kurz kommt oder euch sonst noch was interessiert, über dass ich noch nicht geschrieben hab, schreibt mir sehr gerne, ich bin immer über neue Ideen erfreut! :D (→Kontakt)

P.P.S: Bilder folgen hoffendlich bald :) Das ist grad nur alles bisschen doof weil die Webseite auf meinem Laptop warum auch immer nicht funktioniert und ich jetzt alles mitem Handy machen muss und meine Bilder sind außerdem auch hauptsächlich auf meinem Laptop.. :c

 

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Mo

19

Aug

2013

Meine ersten Tage in China :D

Zuerstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich mich erst jetzt melde aber ich bin erst gestern ins Internet gekommen aber irgendwie hat die Seite nicht funktioniert.. Naja, hauptsache es funktioniert jetzt :)

Also ich bin gut hier in China gelandet und mir geht's wunderbar.

So, jetzt wollt ihr natürlich wissen wie es so in meinem neuen Zuhause ist, aber davor muss ich euch noch kurz von der PAO (Post-Arrival-Orientation) erzählen. Und zwar sind wir bevor es dann wirklich zu den Gastfamilien ging vom Beijinger Flughafen aus direkt 1 Stunde bis aufs Land gefahren. Dort haben dann 3 Tage Vorbereitung auf uns gewartet. Wir waren alle in kleinen, recht einfachen Häuschen untergebracht in denen wir uns dank Klimaanlage am liebsten aufgehalten haben, denn draußen herrschten tropische Temperaturen (Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber das war wirklich so! :) Wie im Schmetterling-Haus im Zoo ungefähr). Die 3 Tage waren sehr lustig und interessant, dennoch konnten wir es nicht erwarten endlich in unsre Familien zu kommen.

Am Samstag war es dann endlich soweit! :D Ich war ziemlich aufgeregt kurz bevor ich auf meine Familie getroffen bin, das hat sich aber sofort gelegt als ich das erste mal mit ihnen geredet hab und sie so unheimlich nett waren. Meine Gastschwester und meine Gastmutter können beide Englisch was die Kommunikationm jetzt am Anfang natürlich um einiges erleichtert. Dennoch kann ich mich mit meinem Chinesisch ein klein wenig mit meinem Gastvater unterhalten ;D Die Wohnung in der ich jetzt wohnen ist total schön. :) Ich hab sogar mein eigenes Zimmer das zwar klein aber trotzdem gemütlich ist.

Wir haben gemeinsam schon einiges gemacht: wir waren auf der Polizei (wegen dem Einwohnerdingends), im Supermarkt, auf dem Fischmarkt,..

Doch das ziemlich größte "Abenteuer" hab ich heute morgen erlebt. Bus und vorallem U-Bahn fahren bei reichlichem Menschenandrang! Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen wie das ist wenn man praktisch in die U-Bahn hinein gedrückt wird weil es so voll ist (Aber die Erfahrung ist es wert ;D). Und obwohl ich die Strecke gestern mit meiner Gastmutter schon einmal gefahren bin, war es trotzdem total anders, zu dem ich ja auch noch alleine unterwegs war. Aber ich bin heil zum Sprachkurs gekommen :b

Ich werd mich demnächst wieder melden, bis dahin hab ich bestimmt wieder einiges zu erzählen :)

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Di

13

Aug

2013

Auf dem Weg nach Frankfurt

Jetzt ist der Tag endlich gekommen, ich bin mit meiner Familie auf dem Weg nach Frankfurt an den Flughafen! :))

Ich bin irgendwie schon ziemlich aufgeregt wie der Flug und alles andere so wird. 

Nach dem Check-In werd ich dann auch die andren treffen die mit mir fliegen. Von denen kenn ich ein paar schon besser und ich freu mich schon drauf sie endlich mal wieder zu sehen.

Nach dem 9-sündigen Flug nach Beijing geht's erstmal zum dreitägigen Post-Arrival, dass auch in Beijing stattfindet. Mal schauen was das genau ist :)

Am Samstag kommen wir dann in die Gastfamilien :D

Ich melde mich sobald ich wieder Internet habe.

Bis dann und bye bye Germany (: <3

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Mi

07

Aug

2013

Der Koffer ist gepackt...

Sooo.. Der Koffer ist tatsächlich fertig gepackt (: Das war gar nicht so einfach, denn man hat ja nicht mehr Platz als wenn man in Urlaub geht und man muss für alle Jahreszeiten gewappnet sein. Das heißt, von Bikini bis Mütze und Schal muss alles mit.. Aber ich hab's hin gekriegt. :)

 

Die Gastgeschenke hab ich natürlich auch alle zusammen und im Koffer verstaut, hier noch ein Bild davon:

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So

04

Aug

2013

Überraschungs-Abschiedsparty *-*

Noch vor 24 Stunden hätte ich nie im Leben erahnt was sich gestern Abend abgespielt hat: Eine Überraschungs-Abschiedparty für mich! :)

Ein paar gute Freunde haben vor über einem halben Jahr angefangen das zu planen, und es ist sowas von gelungen!! Denn ich hab auch bis zur letzten Sekunde nichts geahnt :D Obwohl gefühlt alle außer mir Bescheid wussten :p Und als ich da stand und alle Blicke auf mich gerichtet waren, war ich so überwältigt und konnte es gar nicht fassen :D

Sie haben viele Freunde eingeladen und es gab Würstchen und Salat. Später gab es noch Muffins und Kuchen, hier muss ich dazu sagen dass ich noch nie so eine schöne Torte bekommen hab :')

Es war von Musik, über Essen und Getränke bis hin zur Dekoration einfach alles perfekt und mit so viel Mühe gemacht! So, dass es einfach ein unglaublicher schöner Abend war, an dem so viel gelacht wurde und schließlich auch geweint..

Ich werde diese Nacht nie mehr vergessen, denn es war einfach so bezaubernd *-* und ich möchte denen, die das möglich gemacht haben danken und euch sagen, dass ihr einfach die besten Freunde seid die man sich vorstellen kann <3

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Fr

02

Aug

2013

Erster Eintrag! (:

Sooo, nachdem ich mich dann doch noch entschlossen habe einen Blog zu schreiben, ist das jetzt mein erster Eintrag :)

 

Um euch ein bisschen zu zeigen was während des letzten Jahres so alles passiert ist und wie ich meinem Austauschjahr immer näher gekommen bin hier eine kurze Zusammenfassung:

 

25. Juli 2012 - Bewerbung für ein Austauschjahr bei YFU (und einer anderen --> bei der habe ich auch eine Zusage erhalten, hab mich dann aber für YFU entschieden)

 

13. Oktober 2012 - Auswahlgespräch in Ettlingen

 

5. November 2012 - Zusage für das Austauschjahr in China!! :DD *-* & Vertragsunterlagen

 

29. November 2012 - Platzierungsunterlagen (total viel Papierkram!) für die Gastfamilien - und Schulsuche

 

14. Januar 2013 - Bewerbung für ein Teil-Stipendium bei der Stiftung Mercator

 

4. April 2013 - Chinesisch Test

 

16. April 2013 - Unterlagen zur Beantragung des Visums

 

2. Mai 2013 - Zusage für das Stipendium von Mercator & Aufname ins Programm

 

12. - 18. Mai 2013 - Vorbereitungstagung in Mühlhausen (Thüringen) *-*

 

27. Mai 2013 - Gastfamilienbrief!! :)

 

1. Juli 2013 - Abluginfo: 13. August

 

22. Juli 2013 - Visum :D

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So lange bin ich schon hier: (: